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Kehrberg ist teilweise offline

Seit zwei Wochen Probleme beim funkbasiertne Breitband Kehrberg ist teilweise offline

Ende 2015 sollte in der ganzen Prignitz Breitband-Internet geben. So kündigte es jedenfalls der ehemalige brandenburgischen Wirtschaftsminister Ralf Christoffers an. Das scheint nicht aufzugehen - und da, wo es schon schnell gesurft werden sollte, geht manchmal gar nichts mehr. Jetzt hat sich auch noch der Anbieter in Luft aufgelöst.

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Quelle: MAZ

Kehrberg. Seit zwei Wochen ist Carsten Klett aus Kehrberg (Gemeinde Groß Pankow) von der Außenwelt abgeschnitten. „Das Internet funktioniert seit dem 1. Juni nicht mehr“, sagt der 40-Jährige Berufspendler mit Arbeitsort Berlin. Doch mit diesem Problem steht er nicht allein da. Weitere Nutzer des funkbasierten Breitband-Internets in Kehrberg und Vettin sind ebenso davon betroffen.

Rückblende: Das Pritzwalker Unternehmen Pri-Tel übernahm vor zwei Jahren das Geschäft von der insolventen Firma Airspace Communications ( MAZ berichtete). Pri-Tel konzentrierte sich ausschließlich auf die Versorgung mit funkbasiertem Breitband-Internet im Bereich Groß Pankow. Dazu gehört auch eine Sendeantenne auf einem Windrad im Bereich Schönebeck. Diese sorgt für eine Internetverbindung in Kehrberg und Vettin. „Mittlerweile ist das Unternehmen in Pritzwalk nicht mehr erreichbar“, so Carsten Klett. Bei Anrufen unter der bekannten Telefonnummer ist nur ein Anrufbeantworter geschaltet. Dort wird mitgeteilt, dass ein Rückruf erfolgt. Auch Versuche seitens der Märkischen Allgemeinen, auf diese Weise Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen, waren nicht erfolgreich. In der fehlenden Erreichbarkeit von Pri-Tel und dem Zeitpunkt des Internetausfalls sieht Klett einen Zusammenhang.

„Ich nutze täglich das Internet für online-Banking oder Einkauf“ sagt Carsten Klett. Und: „Wir haben hier fünf bis sechs Jahre lang um das Netz gekämpft – eine Welt ohne Internet ist mittlerweile für mich schwer vorstellbar.“ Halldor Lugowski, Bauamtsleiter der Gemeinde Groß Pankow: „Der Internetausfall ist bislang wohl nur ein Einzelproblem in Kehrberg.“ Dies verneint Carsten Klett: „Mir sind mindestens zwölf weitere Nutzer bekannt, die davon genauso betroffen sind.“ Lugowski weist darauf hin, dass in Kehrberg und Vettin alternativ LTE als Mobilfunkstandard der vierten Generation genutzt werden kann. Dies kommt für Carsten Klett nicht in Frage: „Bei LTE besteht einen monatliche Volumenbegrenzung und wenn ich einmal ein Update für mein Mobiltelefon vornehme, ist das Volumen damit schon ausgeschöpft.“

Das Land Brandenburg hat sich die flächendeckende Versorgung mit Breitband-Internet auf die Fahnen geschrieben. „Bis Ende dieses Jahres soll der Ausbau abgeschlossen sein“, zitiert Klett das Konzept des ehemaligen Wirtschaftsministers Ralf Christoffers (Linke). Die Telekom erhielt dafür den Zuschlag. Halldor Lugowski sagte dazu auf Nachfrage der MAZ: „Die Telekom hat die Technik im Bereich Kehrberg und Vettin bereits gebaut, allerdings ist mir ein Termin für das Freischalten noch nicht bekannt.“ Er geht nach einer Aussage eines Telekomsprechers davon aus, dass dies bis 2016 in den genannten Dörfern erfolgt. Damit würde allerdings das Versprechen von Ex-Minister Christoffers erst mit ein Jahr Verspätung eingelöst werden.

Von Christamaria Ruch

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