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Prignitzer Polizei setzt auf Prävention

Sicherheitslage im Landkreis ist stabil Prignitzer Polizei setzt auf Prävention

Die Prignitzer Polizei ist mit der Sicherheitslage im Landkreis zufrieden. Weil aber die Jugendkriminalität in den vergangenen Monaten leicht gestiegen ist, will die Polizei nun gezielt auf Prävention setzen. So will man die Ursachen bereits an der Wurzel bekämpfen. Dafür sind mit verschiedenen Stellen nun Kooperationen beschlossen worden.

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Quelle: dpa

Pritzwalk. Die Sicherheitslage im Landkreis Prignitz ist stabil – dieses Fazit zogen jedenfalls die 45 Teilnehmer der jährlichen Sicherheitskonferenz des Landkreises, zu der Vertreter von Polizei und Justiz, des Landesschulamtes, der Kommunen, des Weißen Rings, der Kreisverkehrswacht, verschiedener Vereine und Verbände und der Prignitzer Kreisverwaltung Ende April in der Alten Ölmühle in Wittenberge zusammengekommen waren.

Zufrieden über die Sicherheitslage zeigte sich nach einer Mitteilung des Landkreises Peter Schröder, der Leiter der Polizeiinspektion Prignitz. Die Polizei wurde im Vorjahr zu 10.000 Einsätzen gerufen. Ein leichter Anstieg sei bei den Diebstählen zu verzeichnen, schwerpunktweise in den Städten. Die Aufklärungsquote ist niedrig: Sie liegt nur bei 21 Prozent. Schröder bezeichnete bei der Aufklärung solcher Delikte die seit März eingesetzte Fahrzeugtechnik mit Digitalfunk, Internetanbindung und bargeldlosem Zahlungsverkehr als sehr hilfreich.

Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen

Bei der Zielsetzung für 2015 setzte die Versammlung aber noch ein paar andere Akzente. Prävention ist dabei ein Stichwort, das Landrat Torsten Uhe wichtig ist. Sie müsse ein Schwerpunkt bleiben, den jede Straftat sei eine Straftat zu viel. Prävention ist vor allem die Zielsetzung einer im Januar unterzeichneten Vereinbarung der Polizei mit dem Landkreis Prignitz und mit dem Landesamt für Schule und Lehrerbildung, deren Konzept Ulf Utikal vom Kriminalkommissariat der Inspektion Prignitz auf der Sicherheitskonferenz vorstellte. Zu den Eckpunkten zählt die Bekämpfung der Jugendkriminalität, etwa mittels einer engen Zusammenarbeit mit Eltern auffälliger Schüler. Dieses gemeinsame Konzept soll bis 2018 fortgesetzt werden. Weitere Ziele für 2015 sind die Überführung des Projektes „Mit-Ein-Ander“ an Kitas und Schulen im Landkreis. Gemeinsame Kontrollen von Jugendeinrichtungen und Veranstaltungen sowie eine enge Zusammenarbeit von Schulen, Schulamt, Justiz, Jugendamt und Partnern zu Bekämpfung von Gewaltdelikten.

Die Teilnehmer der Versammlung nahmen sich auch vor, etwas zur Senkung politisch motivierter Kriminalität zu unternehmen. Lehrer, Erzieher und Eltern sollen über die Formen des Rechtsextremismus aufgeklärt werden. Um mehr Gewaltdelikte zu verhindern, sollen abgestimmte präventive und täterorientierte Maßnahmen gegenüber auffälligen Jugendlichen und Heranwachsenden ergriffen werden.

Die Versammlungsteilnehmer wollen zudem den Informationsaustausch untereinander weiter verbessern und Maßnahmen zur Kriminalitätsverhütung insbesondere in den Städten Wittenberge, Perleberg und Pritzwalk fortführen. Mit den Sicherheits- und Ordnungspartnern der Polizei soll ebenfalls intensiver zusammengearbeitet werden. Gemeinsame Streifen von Polizei, Ordnungsämtern und Helfern, die es hier und da schon gibt, stehen genauso auf der Agenda wie gemeinsame Präventionsveranstaltungen.

Von Bernd Atzenroth

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