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Prignitz jubelt über 20 Millionen Euro

Förderwettbewerb des Landes Prignitz jubelt über 20 Millionen Euro

Großer Jubel in der Prignitz – der nördliche Landkreis hat bei einem Förderwettbewerb des Landes und der EU groß abgesahnt. Insgesamt 20 Millionen Euro fließen in mehrere Städte. Die wollen damit gehörig aufrüsten und unter anderem für Touristen attraktiver werden. Der Großteil des Geldes soll aber den Bewohnern der Städte zugute kommen.

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Der Pritzwalker Vizebürgermeister Ronald Thiel (Mitte) mit Infrastrukturministerin Kathrin Schneider und Dirk Ahler von der EU..
 
 

Pritzwalk.  Es war eine Zitterpartie: Als einzige Region ohne offiziellen Wachstumskern gewann die Kooperation aus Pritzwalk, Wittstock, Heiligengrabe, Meyenburg, Groß Pankow und Putlitz/Berge den Stadt-Umland-Wettbewerb. Bis 2020 fließen 10,3 Millionen EU-Fördermittel. Auch die Westprignitz zählt zu den Gewinnern: Sie erhält ebenfalls 10 Millionen Euro.

Die Prignitzer Kommunen können sich zu Recht als Sieger im Stadt-Umland-Wettbewerb um Fördermittel aus drei EU-Fonds betrachten. 10,3 Millionen Euro gehen an die Kooperation Ostprignitz mit Pritzwalk, Wittstock, Heiligengrabe, Meyenburg, der Gemeinde Groß Pankow, dem Amt Putlitz-Berge und dem Verein Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock (Dosse).

Ebenfalls 10 Millionen Euro gehen an die Kooperation Westprignitz mit Wittenberge, Perleberg, Karstädt, der Gemeinde Plattenburg sowie den Ämtern Bad Wilsnack/Weisen und Lenzen (Elbtalaue). Die Sieger im sogenannten Schnellläuferverfahren wurden am Montag im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung bekanntgegeben. Damit setzen sich die benachbarten Kooperationen gegen zwölf weitere Zusammenschlüsse durch, die zumindest in der Schnellläuferrunde leer ausgingen. Mit der Kooperation „Freiraum Ruppiner Land“ (14,8 Millionen Euro) erhält der gesamte Nordwesten Brandenburgs den Löwenanteil der 53 Millionen Euro Fördermittel für die Schnellläuferphase.

„Ich bin froh, dass unser Wettbewerbsbeitrag die Jury aus Vertretern von acht Ministerien und der EU überzeugt hat“, sagte der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel. „Zumal wir die einzigen Teilnehmer sind, die keinen offiziellen Wachstumskern haben.“ Das Geld sei den Kommunen zugesagt worden, jetzt müsse man prüfen, welche Maßnahmen die Fördermittelgeber im Einzelnen für umsetzungswürdig erachten.

Nur die Hälfte der Projekte kann verwirklicht werden

Klar sei allerdings auch, dass nicht alle der knapp 40 eingereichten Einzelprojekte verwirklicht werden können. „Das Volumen unserer Anträge lag bei etwa 40 Millionen. Wir müssen jetzt sehen, was davon überzeugt hat und umgesetzt werden kann“, sagte Ronald Thiel. Die Stadt Pritzwalk sei der sogenannte Lead Partner im Wettbewerb, also dafür zuständig, die einzelnen Projekte zu koordinieren. Die Jury lobte vor allem die Absicht der Kommunen, die Attraktivität der Städte und Gemeinden in den Bereichen Pritzwalk und Wittstock für Einwohner, Zuzügler und Investoren zu erhöhen. genannt wurde die Absicht, brachliegende Flächen wieder zu beleben und vorhandene Einrichtungen energetisch zu sanieren. Ebenfalls genannt wird die Vernetzung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, womit die touristischen Potenziale besser genutzt werden können. „Welche Vorhaben genau dahinterstehen, werden wir erst in der nächsten Zeit erfahren“, sagte Ronald Thiel. In jedem Fall habe es sich als richtig erwiesen, bereits in der ersten Runde am Wettbewerb teilzunehmen. „Denn eines ist klar: Mehr Fördermittel wird es in absehbarer Zeit nicht geben.“

Ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis zeigte sich der Bürgermeister von Wittenberge, Oliver Hermann. Die Kooperation der Westprignitzer Kommunen möchte sich als familienfreundliche Region profilieren. Städte und Umlandgebiete wollen sich als „gesunde Wohnstandorte“ vermarkten. Einen Schwerpunkt vor allem für Wittenberge bildet der Hochwasserschutz. „Nachdem wir die Auszeichnung im Wettbewerb erhalten haben, ist die Höhe der Fördergelder klar. Wie der Wettbewerb ausgestaltet wird, muss sich zeigen“, sagte er. Die Kooperation Westprignitz hatte Projekte in einem Wertumfang von 24 Millionen Euro beantragt. Oliver Hermann geht davon aus, dass inklusive Eigenanteile rund 20 Millionen Euro umgesetzt werden können.

Von Andreas König

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