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Prignitz Prignitz lehnt Biotonne ab
Lokales Prignitz Prignitz lehnt Biotonne ab
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00:18 17.03.2016
Die geruchsfreie Biotonne wird im Nachbarkreis erprobt. Quelle: Christian Bark
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Perleberg

Eine Biotonne wird es in der Prignitz vorerst nicht geben. So sieht es das neue Abfallwirtschaftskonzpt vor, das in der vorigen Woche vom Kreistag beschlossen wurde. Bis zum Jahr 2025 gibt es die Richtung für die Organisation der Abfallwirtschaft im Landkreis vor.

Dietrich Gappa, Vorsitzender des Müllausschusses, fasste die vorausgegangenen Diskussionen zusammen. „Wir sind eine ländliche Gegend, in der ein Großteil der Bürger ihre Abfälle selbst kompostiert“, erklärte er. Der Ausschussvorsitzende verwies auf eine im Landkreis durchgeführte Befragung. „Nur 15 Prozent der Bürger wünschen sich eine Biotonne.“ Aber immerhin 46 Prozent der Befragten sprachen sich für eine zentrale Annahmestelle für Grünabfälle aus. Küchenabfälle kompostieren sie selbst.

Umgang mit Bioabfällen

Aufgrund einer Landesstrategie ist auch der Landkreis Prignitz verpflichtet, Bioabfälle getrennt zu erfassen.

Ab 2016 wird der Kreis verstärkt aufklären über die Angebote zur Abgabe von Grünabfällen. Zielgerichtet sollen Bürger zur Eigenkompostierung angehalten werden.

Ab 2018 will der Landkreis in direkter kommunaler Verantwortung Grünabfälle annehmen und verwerten. Dies soll auf allen drei Kleinannahmestellen des Kreises in Perleberg, Wittenberge und Pritzwalk möglich sein.

Eine erneute Analyse des Restmülls erfolgt 2019. Ermittelt wird insbesondere wie hoch der Anteil der Bioabfälle im Restmüll ist.

Falls erforderlich wird dann, ab 2020 die Biotonne eingeführt.

Diesem Wunsch zur Entgegennahme von Grünschnitt will der Landkreis mit der Einrichtung von drei zentralen Annahmestellen nachkommen. Essensreste, wie sie in eine Biotonne wandern, werden dort allerdings nicht abgeben werden können. „Es ist sicherlich ein Problem, diese Abfälle weiter zu verwerten.“ Grünabfälle könnten dagegen kompostiert, und etwa von den Landwirtschaft als Dünger verwendet werden. Ein Anliegen ist es, in Zukunft einen Teil der Grünabfälle auch energetisch zu nutzen, wozu jedoch Verfahrensumstellungen und Investitionen notwendig sind.

Neben der problematischen Verwertung von Küchenabfällen spielen aber auch die Kosten eine nicht unerhebliche Rolle. „Bei der Einführung einer Biotonne würde dies zu einem Anstieg der Müllgebühr um 10 Euro pro Person führen“, stellte der Ausschussvorsitzende fest. Die Frage sei auch, wie oft die Biotonne entleert werden muss und inwieweit eine Verwertung etwa in einer Biogasanlage sich finanziell trägt. Eine gasdichte und geruchsfreie Biotonne wird derzeit im Nachbarkreis Ostprignitz-Ruppin erprobt. Die Einrichtung von kommunalen Annahmestellen kommt dem Gebührenzahler weitaus preiswerter als eine Biotonne: 1,90 Euro pro Personen werden hier veranschlagt.

Hintergrund ist eine Landesauflage, wonach der Kreis ab 2019 nachweisen muss, dass pro Einwohner 35 Kilogramm Bioabfall entsorgt werden. Letztlich sollen Bioabfälle nicht in den Restmüll.

Das Thema Biotonne ist daher noch längst nicht vom Tisch. „Wir werden weiter darüber nachdenken müssen“, sagte Dietrich Gappa. 2019 soll erneut eine Analyse des Restmülls in der Prignitz vorgenommen werden und des darin enthaltenen Anteils an Bioabfällen. Daraufhin soll eine Entscheidung über die flächendeckende Einführung der Biotonne fallen.

Von Michael Beeskow

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