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Prignitz schickt junge Flüchtlinge zurück

Reaktion auf fehlende Mitwirkung Prignitz schickt junge Flüchtlinge zurück

71 minderjährige unbegleitete Asylbewerber hat die Clearingstelle des Landkreises Prignitz in Pritzwalk bisher aufgenommen. Zwölf von ihnen sind laut Geschäftsbereichsleiterin Danuta Schönhardt bisher „abgängig“, ihr Aufenthaltsort unbekannt. Zwei Afghanen hat das Prignitzer Jugendamt nach Eisenhüttenstadt zurückgeschickt.

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Quelle: Andreas König

Pritzwalk. 71 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge hat der Landkreis Prignitz bisher in der Clearingstelle in Pritzwalk aufgenommen. Das teilte Danuta Schönhardt, Geschäftsbereichsleiterin Bildung und Jugend bei der Kreisverwaltung, auf Anfrage der MAZ mit. „Zwölf von ihnen sind derzeit abgängig“, sagte sie. Das bedeutet, die jungen Männer hätten sich entgegen ihrer Residenzpflicht aus der Prignitz entfernt – vermutlich, um in größeren Städten unterzukommen.

Für zwei afghanische Flüchtlinge allerdings habe der Landkreis Prignitz die Jugendhilfe „eingestellt“, wie die Geschäftsbereichsleiterin erklärte. Das bedeutet, die beiden jungen Männer seien zurück zur Erstaufnahmestelle des Landes Brandenburg nach Eisenhüttenstadt geschickt worden. Die beiden hätten jede Mitwirkung verweigert und sogar im Gegenteil die Betreuer mit Gesten beleidigt und randaliert. „Da sie augenscheinlich nicht mehr Minderjährige waren, haben wir ihnen ein Ticket gekauft und sie zurückgeschickt“, sagte Danuta Schönhardt.

Von den insgesamt zwölf minderjährigen Flüchtlingen, die sich der Obhut des Prignitzer Jugendamtes entzogen haben, sei bisher noch keiner wieder aufgefunden worden. Die Polizei wurde über das Verschwinden informiert. Gegenwärtig befinden sich 19 minderjährige Flüchtlinge in Pritzwalk. Spätestens ab Januar sollen sie bei freien Trägern untergebracht werden, sagte die Geschäftsbereichsleiterin. Sie rechnet nicht damit, dass in diesem Jahr noch weitere Minderjährige in die Prignitz kommen, doch könne das angesichts der Entwicklung der Flüchtlingsströme niemand verlässlich vorhersagen. Immerhin habe der Kreis erste Ausgleichszahlungen erhalten.

Von Andreas König

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