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Prignitz Prignitz und Altmark einst eng verbunden
Lokales Prignitz Prignitz und Altmark einst eng verbunden
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00:18 04.04.2016
Ansicht des Fährbetriebs von Adolf Schultze in Wahrenberg bei Wittenberge. Quelle: Privat
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Perleberg

Über Jahrhunderte waren die Elbfähren die einzige Verkehrsverbindung zwischen Prignitz und Altmark. „Fährmann hol über“ heißt es am Montag, 4. April, um 19 Uhr in einem Vortrag der Historikerin Antje Reichel im Perleberger Stadt- und Regionalmuseum.

Das Thema hat Museumsleiter Frank Riedel gezielt für die diesjährige Vortragsreihe in seinem Hause gewählt. „Die Prignitz und die Altmarkt werden heute sehr getrennt wahrgenommen“, erklärt Riedel. „Dabei werden die engen Beziehungen vergessen, die über Jahrhunderte bestanden.“

„Es gab viel mehr Verbindendes als gemeinsame Fährverbindungen“, sagt der Museumsleiter. Bei der Gründung der Städte in der Prignitz spielte die Altmark eine überaus wichtige Rolle. Alle Prignitz-Städte übernahmen ihre Stadtrechte aus der Altmark. Perleberg erhielt 1239 das Salzwedeler Stadtrecht, Pritzwalk das Seehausener, Wittstock und Neuruppin übernahmen das Stendaler Stadtrecht. „Dessen sind sich heute nur noch wenige bewusst“, meint Frank Riedel. Ein wenig wundert er sich, dass es in keiner dieser Prignitzer Städte eine Salzwedeler, Seehausener oder Stendaler Straße gibt. Mit der Straßenbezeichnung würde ein Hinweis auf die Verleihung des Stadtrechts hergestellt.

Zu den Gemeinsamkeiten gehört auch, dass die beiden Brandenburger Kernregioen einst über ein gemeinsames Gesangbuch für den Gottesdienst verfügten, über 250 Jahre bestand die Altmärkisch-Prignitzsche Städtekasse zur Bündelung finanzieller Angelegenheiten. Die Ritterschaft verwaltete die Schulden des Kurfürsten gemeinsam in der Hufenschoßkasse.

Getrennte Wege gingen Prignitz und Altmark nach dem Wiener Kongress von 1815 als Preußen sein Territorium neu ordnete. Die Prignitz wurde in die Provinz Brandenburg eingegliedert und die Altmarkt in die Provinz Sachsen, die zu einem guten Teil aus ehemaligem sächsischen Territorium bestand, das sich Preußen nach dem Ende der napoleonischen Kriege einverleibt hatte.

Mit den Vorträgen möchte Frank Riedel manches wieder in Erinnerung rufen, was heute durch die Zugehörigkeit von Prignitz und Altmark zu verschiedenen Bundesländern kaum noch wahrgenommen wird. Antje Reichel spannt am Montag in ihrem regionalgeschichtlichen Bildervortrag einen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Neben den vielen Orten an denen Fähren nachweisbar sind, werden im Vortrag alte Fährtechniken und besondere Ereignisse zum Beispiel in Kriegszeiten vorgestellt. Von den einstigen Fährverbindungen zwischen Prignitz und Altmark besteht heute keine mehr. Derzeit laufen jedoch Bemühungen, zwischen Rühstädt und dem altmärkischen Schönberg wieder eine Fähre einzusetzen.

In den weiteren Vorträgen des Jahres geht es um ländliche und städtische Baukultur in beiden Gebieten. Dazu spricht Gordon Thalmann von der Unteren Denkmalpflege am 26. September. Der Historiker Lutz Partenheimer befasst sich am 3. Oktober mit den altmärkisch-prignitzer Grenzraum. Am 7. November geht es um die enge Verbindung der Glockengießer in Perleberg und Salzwedel. Anfang März befasste sich bereits Ulf Frommhagen von der Denkmalpflege mit den Elbburgen in Prignitz und Altmark.

Von Michael Beeskow

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