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Prignitz wäre ein geeigneter Partner

Landrat des Havellandes: Prignitz wäre ein geeigneter Partner

Unternehmer und Kommunalpolitiker aus der Prignitz kamen in Rathenow zu einem Gedankenaustausch über die Kreisgebietsreform mit dem Landrat des Havellandes, Burkhard Schröder, zusammen. Beide Seiten könnten sich ein Miteinander vorstellen.

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Im Gespräch mit Landrat Burkhard Schröder (3.v.l.)

Quelle: privat

Pritzwalk. Das Havelland zieht die Prignitz als Partner einer Kreisfusion in Betracht. Bei einem Treffen mit Vertretern aus der Prignitz erklärte Landrat Burkhard Schröder: „Sollte eine teilweise Zusammenlegung von Landkreisen zu Großkreisen unumgänglich werden, so wäre die Prignitz ein geeigneter Partner.“ Das Havelland könne aus seiner Sicht aber durchaus auch selbstständig bleiben.

An dem Treffen in Rathenow nahmen Lutz Lange und Detlef Benecke als Vertreter der Wirtschaftsinitiative Westprignitz (WIW) sowie Perlebergs Vize-Bürgermeisterin Ute Brüggemann und der Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann teil. Organisiert hatten die Begegnung die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Holger Rupprecht aus der Prignitz und Udo Folgart aus dem Havelland. „Uns ging es darum, sich mit Blick auf die von der Landesregierung geplante Verwaltungsreform möglichst umfassend zu informieren“, sagte Holger Rupprecht zum Anliegen für das Gespräch.

Angesichts der vom Land geforderten Verwaltungsreform, setzt sich in der Prignitz immer mehr die Ansicht durch, dass der Landkreis so nicht erhalten werden kann, wohl auch nicht eine Prignitz in ihren historischen Grenzen – außer Havelberg – , wie es noch ein Beschluss des Kreistages fordert. Als Partner kommen dabei Ostprignitz-Ruppin und das Havelland in Frage.

Burkhard Schröder ging auf den Gedanken des Landes ein, dass mit der Verwaltungsreform immer ein berlinnaher und ein berlinferner Raum zusammen gefasst werden sollen: „Wir haben damit im Havelland recht gute Erfahrungen gemacht.“ Dieses Prinzip führe zu einem Finanzausgleich im Landkreis, von dem die berlinfernen Regionen profitieren.

Lutz Lange und Detlef Benecke meinten, ihnen als Unternehmer komme es auf langfristig arbeits- und leistungsfähige Kommunen an: Die Wirtschaft könne nicht wachsen, wenn Städte und Gemeinden durch eine zu hohe Kreisumlage belastet werden. „Das ist das Wesentlich, und nicht die Größe der Landkreise.“ Bürgernahe Strukturen seien auch in großen Landkreisen möglich, wie im Kreis Ludwigslust-Parchim zu sehen sei, wo Bürgerbüros bestehen.

Ute Brüggemann äußerte, für Perleberg sei die Frage der Kreisstadt aber auch der Erhalt anderer Strukturen wichtig, die etwa das Krankenhaus, die Sparkasse, den Tourismus, die Wirtschaftsförderung oder den Hochwasserschutz betreffen. „Ich habe das Gefühl, dass wir mit dem Havelland darüber auf Augenhöhe sprechen können.“ Als Vorteil bezeichnet sie, dass die Prignitz über einen Wachstumskern verfügt, das Havelland aber nicht.

Für Oliver Hermann ist die dezentrale Organisation der Kreisverwaltung mit Sitzen in Nauen und Rathenow von besonderem Interesse. Für die Idee von Bürgerbüros, die gemeinsam von Städten und Landkreis getragen werden, zeigte sich Landrat Schröder offen. Positiv äußerte sich Oliver Hermann über die gemeinsame Finanzierung des Rathenower Kulturhauses durch Stadt und Kreis. Dies könnte ein Beispiel auch für das Wittenberger Kultur- und Festspielhaus sein. Die Gespräche sollen nun in verschiedenen Runden fortgesetzt werden.

Von Michael Beeskow

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