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Prignitzer Abfall kommt nach Magdeburg

Perleberg Prignitzer Abfall kommt nach Magdeburg

Die Abfallentsorgung in der Prignitz ist jetzt neu geregelt worden. An drei verschiedene Unternehmen hat der Landkreis die Leistungen vergeben. Für eine Neuausrichtung steht dabei das Müllheizkraftwerk Rothensee in Magdeburg. Dort werden künftig Restabfälle und Sperrmüll verbrannt. Für die Entsorgung ist die Firma Becker Umweltdienste zuständig.

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Der Landkreis Prignitz schließt neue Abfallentsorgungsverträge.

Quelle: Andreas König

Perleberg. „Die Prignitz sorgt dafür, dass in Magdeburg das Licht nicht ausgeht“, scherzte Landrat Torsten Uhe. Das ist sicher übertrieben, aber zu einem gewissen Teil stimmt das: Das Müllheizkraftwerk Magdeburg ist einer von drei neuen Vertragspartnern des Landkreises für die Abfallentsorgung. Am Donnerstag wurden in Perleberg die Verträge unterzeichnet. Neuer Partner ist das erwähnte Müllheizkraftwerk in Magdeburg-Rothensee. Gemeinsam mit der Firma Becker-Umweltdienste, die für die Sammlung und den Transport zuständig ist, werden Sperrmüll und Restabfälle (Hausmüll) künftig im rund 120 Kilometer entfernten Magdeburg „thermisch verwertet“, also verbrannt.

„Wir hatten bis vor einigen Jahren den Brandenburger Weg, bei dem die Restabfälle mechanisch-biologisch behandelt wurden“, erklärte Andreas Much, Sachbereichsleiter für Abfallwirtschaft beim Landkreis Prignitz. „Doch davon redet man heutzutage nicht mehr.“ Vielmehr sei die Verbrennung in hochmodernen Anlagen wie der Magdeburger der zeitgemäße Weg, um aus Abfall Energie zu gewinnen. Der neue Weg sei nicht nur zeitgemäß, sondern auch kürzer, weil die Abfälle bislang zur Deponie nach Schöneiche südöstlich von Berlin transportiert werden. Das seien 180 Kilometer Strecke.

Zuverlässige Partner gefunden

Die Firma Becker ist für die Prignitz für Restabfall, Papier, Pappe und Kartonagen zuständig, und sie sammelt Sperrmüll, Elektrogeräte und Schrott. „Für die Bürger ändert sich wenig“, sagte Landrat Torsten Uhe. Sowohl die Abfallbehälter bleiben gleich als auch die Gebühr. Allerdings werde die Sperrmüllabfuhr künftig komfortabler. „Es wird ab 1. April 2018 möglich sein, bei der Sperrmüllsammlung auch große Elektroaltgeräte und Schrott bereitzustellen“, kündigte Andreas Much an. Dafür werde wie bisher eine Anmeldekarte benötigt, die mit vier Wochen Vorlauf abgeschickt werden muss. „Wenn es einmal schneller gehen soll, haben die Bürger künftig die Möglichkeit, die Sperrmüllabfuhr als Expressservice innerhalb einer Woche anzufordern.

Drittes Unternehmen im Bunde ist schließlich die Firma Fehr Umwelt Ost mit Betriebsstätte in Falkenhagen. Dieses Unternehmen zeichnet ab dem 1. April für das Sammeln und die Entsorgung gefährlicher Abfälle verantwortlich. „Es wird die Möglichkeit geben, gefährliche Abfälle an den Kleinannahmestellen in Perleberg, Wittenberge und Pritzwalk abzugeben, oder das Schadstoffmobil zu nutzen, das laut Tourenplan fährt. Die gefährlichen Abfälle werden in einem besonderen Zwischenlager aufbewahrt, um dann fachgerecht entsorgt zu werden. „Neu ist, dass künftig Schadstoffmobil auch Elektrokleingeräte abgegeben werden können, sofern deren Kantenlänge 25 Zentimeter nicht übersteigt“, erklärte Andreas Much.

Alles in allem sei der Landkreis froh, die Abfallentsorgung zuverlässigen Partnern übertragen zu haben, sagte Uhe. Die Vertreter aller Unternehmen wiesen darauf hin, dass die Fertigstellung der A 14 jetzt noch dringender erwartet werde, da Prignitzer Abfall aktuell auf der B 189 transportiert werden muss.

Von Andreas König

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