Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Prignitzer Altanschließer nicht betroffen

OVG-Urteil wirkt sich nicht aus Prignitzer Altanschließer nicht betroffen

Die beiden großen Abwasserzweckverbände in Pritzwalk und Perleberg sehen nach dem brisanten Altanschließer-Urteil des Oberverwaltungsgerichtes in Potsdam keinen Handlungsbedarf. Beide Prignitzer Verbände hätten keine rückwirkenden Bescheide verschickt, hieß es auf Nachfrage der MAZ.

Voriger Artikel
OPR und Prignitz: Händler bleiben beim Kupfer
Nächster Artikel
Perleberg stellt Flüchtlings-Betreuer ein

Der Sandfang in der Kläranlage Schönhagen bei Pritzwalk friert in besonders kalten Wintern schon mal zu.

Quelle: Beate Vogel

Pritzwalk/Perleberg. Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes zu den rückwirkend erhobenen Beiträgen für Altanschließer am Donnerstagnachmittag wird sich für die Kunden im Verbreitungsgebiet der beiden hiesigen großen Zweckverbände nichts ändern.

„Wir haben zwar Altanschließer, aber wir haben keine Beiträge erhoben“, erklärt dazu Michael Puls, Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Pritzwalk (WAZVP). Der Zweckverband Pritzwalk habe bereits vor Jahren in seiner Satzung eine Regelung getroffen, wonach die Altanschließer nicht rückwirkend herangezogen werden konnten. „Gott sei Dank“, sagt Puls jetzt. Ein Grund sei gewesen, dass der WAZVP „auf einem gesunden finanziellen Podest“ stehe, so dass es nicht erforderlich gewesen sei, die Altanschließer zur Kasse zu bitten.

Auch in der Westprignitz kein Handlungsdruck

Der im April 1993 gegründete Pritzwalker Verband betreibt in seinem Versorgungsgebiet im Bereich der zentralen Schmutzwasserentsorgung fünf Kläranlagen, 47 Pumpwerke, ungefähr 75 Kilometer Kanalnetz und Druckleitungen. Eingespeist wird das Schmutzwasser über 3400 Hausanschlüsse. Insgesamt wird das Schmutzwasser von 13 500 Einwohnern zentral entsorgt. Die Kläranlagen stehen in Meyenburg, Weitgendorf, Schönhagen, Groß Pankow und Groß Woltersdorf.

Auch der Westprignitzer Trinkwasser- und Abwasserzweckverband (WTAZV) in Perleberg sieht keinen Handlungsbedarf nach dem brisanten Urteil. „Wir haben keine Beiträge nacherhoben“, versichert Verbandsvorsteherin Silvia Klann. Altanschließerbeiträge, die der Zweckverband vor Jahren erhoben habe, entsprächen der „damals geltenden Gesetzlichkeit“, so die Verbandsvorsteherin. Deshalb sehe sie den WTAZV nicht im Handlungszwang.

Bis 1990 wurde die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung durch die VEB Wasser- und Abwasserbehandlung Schwerin besorgt. Die 1990 gegründete Westmecklenburger Wasser GmbH (WMW GmbH) ging 1993 in den WTAZV über.

Das Verbandsgebiet erstreckt sich heute im Norden bis hinter die mecklenburgische Landesgrenze, wird im Süden und Westen von der Elbe begrenzt und reicht im Osten bis Wolfshagen (Gemeinde Groß Pankow). Acht Klärwerke besorgen die zentrale Schmutzwasserreinigung.

Von Beate Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg