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Prignitz Prignitzer Bläser musizierten in Dresden
Lokales Prignitz Prignitzer Bläser musizierten in Dresden
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00:17 10.06.2016
Ein unglaubliches Erlebnis war der Abschlussgottesdienst im Dresdner Stadion. Quelle: Foto: Privat
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Dresden

Mehr als geschafft, aber voller wunderbarer Eindrücke kehrten die Prignitzer Bläser am Sonntagabend von einem anstrengenden Bläserwochenende in Dresden zurück. Dort hatten sich 17 500 aktive Bläserinnen und Bläser zum Deutschen Evangelischen Posaunentag versammelt. Insgesamt begrüßte die Elbestadt 22 400 Besucher.

Unter ihnen waren 14 Bläserinnen und Bläser aus dem Posaunenchor Falkenhagen/Heiligengrabe. Die Eröffnungsmusik am Freitag vor der „imponierenden Kulisse zwischen Kreuzkirche und Frauenkirche“ störte leider ein heftiger Regenguss, berichtete dessen Leiter Ulrich Preuß aus Pritz­walk. Er schwärmte – obwohl er aufgrund der Fülle der Angebote nur einen kleinen Ausschnitt der vielen Konzerte genießen konnte: „Es waren nur Kostproben, aber lecker, vielfältig, imposant – die ganze Breite der Evangelischen Posaunenarbeit.“ Beim Gang durch die Stadt behalfen sich manche Musiker mit einem Einkaufswagen für ihre schweren Instrumente.

Als „absoluten Kick“ wertet der Chorleiter die Abendserenade am Samstag am Elbufer: Auf der Brühlschen Terrasse auf der einen Elbseite bliesen Landesjugendposaunenchöre aus 17 Landesverbänden des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland. Auf der anderen Seite – genau gegenüber – steht „der große Rest“, erzählt Preuß: „Dort, wo sonst Pegida ihr Unwesen treibt.“ Beide Gruppen spielen unter anderem die „Ouvertüre von Hänsel und Gretel“ von Humperdinck, „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und die „Feuerwerksmusik“ von Händel. „Wahnsinn. Gänsehaut“, beschreibt der Pritzwalker das Erlebnis.

Beim großen Abschlussgottesdienst am Sonntag musizieren alle 17 500 Bläser aus ganz Deutschland im Stadion. Preuß ist dankbar, dass Theologin Margot Käßmann in der Predigt deutlich Stellung gegen Rassismus und Fremdenhass bezieht: „Christen sollten sich gegen Pegida stellen“, berichtet er.

Annette Löther, die den Groß Breeser Posaunenchor leitet, zeigte sich noch am Dienstag sprachlos: „Das kann man nicht beschreiben, so großartig war das.“ Sie hatte noch die Serenade an der Elbe vor Augen, den Samstagabend, als viele Bläser auf der Brühlschen Terrasse ihre Instrumente erklingen ließen, und noch viel mehr auf dem gegenüberliegenden Elbufer. Unglaublich wie beim Musizieren von 17500 Bläsern alles ineinander griff und mit welcher Begeisterung auch ganz junge Bläser mitmachten, berichtete Annette Löther. Dazu die Silhouette der Dresdner Altstadt und zahllose Menschen auf den Elbbrücken. Für Aufregung unter den fünf Groß Breesern sorgte der Verlust eines Instruments . Ein Instrumentenkoffer war an einer Straßenbahnhaltestelle vergessen worden. Doch es gab ein Happy-End. Unmittelbar vor dem großen Abschlussgottesdienst am Sonntag im Stadion, der live vom MDR übertragen wurde, bekam die 18-Jährige ihre Trompete zurück.

Auch Wittenberger und Perleberger mit Kreisposaunenwart Andreas Draeger mischten in Dresden mit.

Von Beate Vogel

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