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Prignitz Prignitzer Kreis-Krankenhaus baut an
Lokales Prignitz Prignitzer Kreis-Krankenhaus baut an
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18:39 31.08.2017
Innenminister Schröter (r.) lobte die Organisation des Rettungsdienstes in der Prignitz. Quelle: Privat
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Perleberg

Zwar klingt das Wort vom Verwaltungscampus in Perleberg noch ein wenig ungewohnt, doch entwickelt sich der Standort zwischen der Berliner Straße und der Bundesstraße 5 genau in diese Richtung. Das erkannte am Mittwoch auch der brandenburgische Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) bei seinem Besuch in Perleberg an. Vor allem ein Vorhaben des Kreiskrankenhauses Prignitz könnte sich als Trumpfkarte für Perleberg in der Auseinandersetzung um den Kreisstadtsitz erweisen.

„Wir wollen hinter dem in Richtung Bundesstraße 5 gelegenen Parkplatz ein Mehrzweckgebäude errichten“, sagte Krankenhausgeschäftsführer Karsten Krüger. Damit will die kreiseigene Gesellschaft gleich mehreren Bedürfnissen Rechnung tragen: Zum einen soll ein Ärztehaus für drei Facharztpraxen entstehen, zum anderen ein Betriebskindergarten mit zunächst 40, später auch möglichen 60 Plätzen, und ein Mehrzwecksaal mit 150 Plätzen. „Wir wollen vor allem unsere öffentlichen Veranstaltungen in einem ansprechenderen Raum anbieten als bisher“, sagt Karsten Krüger. Auch für Fachtagungen sei der Saal geeignet – nicht zuletzt könnten dort auch die Mitglieder des Kreistages zusammenkommen.

Baustart im Frühjahr 2018

„Das wäre eine wunderbare Ergänzung zu unserem bestehenden Kreistagssitzungssaal im Gymnasium“, sagte Frank Stubenrauch von der Pressestelle der Kreisverwaltung.

Der mehrere Millionen Euro teure Neubau soll ab Frühjahr 2018 begonnen werden, sagte Karsten Krüger, unabhängig davon, wie die Kreisstadtfrage gelöst wird. Vor allem mit dem Betriebskindergarten, der den Mitarbeitern der Polizei wie auch anderen Eltern offen steht, könne eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreicht werden. Daher richte sich das Angebot auch an die Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Lob für Konzept der kreislichen Rettungsdienste

Innenminister Karl-Heinz Schröter lobte ausdrücklich das Konzept des kreislichen Rettungsdienstes als Eigenbetrieb, der unter anderem mit dem Kreiskrankenhaus und der Luftrettung „hervorragend zusammenarbeitet“. Auch das Verhältnis zwischen der Polizeiinspektion und der Kreisverwaltung sei ausgesprochen gut, erfuhr Karl-Heinz Schröter bei seinem Besuch.

Welches Votum sein Haus in der Frage des Hauptverwaltungssitzes abgibt, ließ der Minister allerdings offen (MAZ berichtete). In jedem Fall trifft die endgültige Entscheidung der Landtag, wobei 1993, als in Brandenburg bereits die erste Kreisgebietsreform anstand, der Fraktionszwang der Landtagsabgeordneten aufgehoben wurde. So etwas sei auch heute denkbar.

Von Andreas König

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