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Prignitz Prignitzer Museen werden zum Lernort
Lokales Prignitz Prignitzer Museen werden zum Lernort
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00:16 17.04.2017
Beim Förderkreis Prignitzer Museen freut man sich über den Bewilligungsbescheid vom Land. Quelle: Bernd Atzenroth
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Perleberg

Es soll sofort losgehen: Nach Ostern bereits soll die Stelle eines Museumspädagogen ausgeschrieben werden, der das Projekt „Lernort Prignitzer Museen“ mit Leben füllen soll. Geld dafür steht zumindest für 2017 nun auch zur Verfügung. Dafür sorgte ein Förderbescheid, den Reiner Walleser, Abteilungsleiter im Potsdamer Kulturministerium, am Donnerstag im Perleberger Stadt- und Regionalmuseum an Frank Riedel übergab.

Riedel, Leiter des Museums und Vorsitzender des Förderkreises Prignitzer Museen, freute sich über die 20 000 Euro für das Jahr 2017. Auf den gleichen Beitrag hofft man beim Förderkreis auch für das Folgejahr, doch muss das Geld dann erneut beantragt werden. Ein Eigenanteil muss dann aber nicht mehr aufgebracht werden. Die Kreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, die Sparkassen aus beiden Kreisen und die Wolfgang-Neubert-Stiftung haben schon für beide Jahre den 30-prozentigen Eigenanteil, insgesamt eine Summe von 18 000 Euro, zur Verfügung gestellt. Wenn also alles glatt geht, stehen bis Ende 2018 nun 58 000 Euro zur Verfügung. Walleser erklärte: „Es könnte ein Selbstläufer sein, dass Sie die 20 000 Euro auch im kommenden Jahr bekommen.“ Doch versprechen mochte er dies nicht. Gleichwohl fand er nur lobende Worte für das Vorhaben, weil es eine kreis- und länderübergreifende Aktion ist: „Das ist genau das, was wir wollen.“ Für das Land sei das Vorhaben ein Referenzprojekt. „Museumspädagogik ist uns ein ganz großes Anliegen, aber auch der kulturhistorische Aspekt sollte nicht unterschätzt werden.“

Reiner Walleser (r.) übergibt den Förderbescheid an Frank Riedel. Quelle: Bernd Atzenroth

Der neue Pädagoge soll nach der Ausschreibung bereits zeitnah ausgesucht werden und schnell mit der Arbeit beginnen können. Die soll zunächst darin bestehen, mit den Schulämtern Kontakt aufzunehmen, um zu ergründen wie die musealen Angebote in der Prignitz in den Lehrplan der Schulen passen können. Endpunkt soll eine Broschüre sein, in der Angebote für Grundschulen, Regelschulen und Gymnasien aufgelistet sind. Für die neue Kraft, die auf Honorarbasis arbeiten wird, sind zwei Arbeitsplätze geschaffen worden – für den OPR-Kreis von der Stadt Wittstock in Freyenstein und für die Prignitz von der Stadt Perleberg in ihrem Heimat- und Regionalmuseum.

Angestoßen worden war das Projekt von der früheren Pritzwalker Museumsleiterin und Vorsitzenden des Förderkreises, Katja Rosenbaum, worauf Bernhard von Barsewisch als Vertreter des Schlossmuseums in Wolfshagen, hinwies. Sie konnte allerdings nicht zu dem Termin kommen. Genau wie der ganze Förderkreis, so dient auch dieses Vorhaben der Vernetzung. Denn es gibt schon eine Reihe von Beispielen, für eine Kooperation von Schulen mit Museen als außerschulischem Lernort, ob in Perleberg, beim Todesmarsch-Museum in Below oder auch in Pritzwalk. Der Förderkreis erhofft sich von der Arbeit an dem neuen Vorhaben, junge Menschen stärker für Geschichte zu interessieren und ihre Identifikation mit ihrer Heimat zu stärken.

Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura begrüßte die Anwesenden. Quelle: Bernd Atzenroth

Begrüßt hatte die Anwesenden Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura. Auch sie outete sich als Anhängerin interkommunaler Zusammenarbeit. Bei der Übergabe des Bescheids war auch der Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt, dabei – sein Prignitzer Pendant Torsten Uhe hatte kurzfristig absagen müssen. Das war nur ein Anzeichen dafür, welche Bedeutung dem Förderkreis beigemessen wird. Vernetzt haben sich in ihm mittlerweile 18 Museen und eine museumsnahe Einrichtung aus der ganzen Prignitz – sprich aus beiden Landkreisen und aus dem zu Sachsen-Anhalt gehörenden Havelberg. An dem Termin nahmen die stellvertretende Bürgermeisterin von Wittstock, Dorothea Stüben, Christine Neumann vom Archäologischen Park in Freyenstein, Katharina Zimmermann vom Wegemuseum in Wusterhausen, Geschichtslehrerin Hannelore Franek aus Wittenberge, Wolfgang Simon von der Pritzwalker Gesellschaft für Heimatgeschichte, und André Wormstädt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Prignitz, teil.

Von Bernd Atzenroth

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