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Prignitz Besucherrekord beim Schlachtefest
Lokales Prignitz Besucherrekord beim Schlachtefest
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18:42 04.11.2018
Hier ist der Lenzener Fleischermeister Jürgen Schlede in seinem Element: dem Zerlegen eines Schweines. Quelle: Kerstin Beck
Wustrow

Gleich zwei Rekorde gab es am Sonnabend beim Wustrower Schlachtefest in der Gemeinde der Gemeinde Lanz (Amt Lenzen-Elbtalaue): zum einen die noch nie dagewesene Besucherzahl von etwa 1500 Gästen und zum anderen nur zufriedene Gesichter.

Denn die Gäste wollten nicht nur „einfach mal gucken“, sondern „endlich mal ein Schlachtefest erleben, wo man so deftig essen kann, wie es die Leute früher gern machten“, wie es eine Familie aus Hinzdorf, die das erste Mal hierher kam, formulierte.

Schauschlachten und Zubereitung der Wurst

Zu sehen gab es dazu all das, was dem vorhergeht: Schauschlachten, das Zerlegen eines Rindes und eines Schweines und die Zubereitung von Loser Wurst. Hier glänzte der Lenzener Fleischermeister Jürgen Schlede in seinem Element, der den Zuschauern mit schneller geschickter Handhabung auch gleich das Gewünschte - wie etwa Kotelett, ein Schulterstück oder Rippchen - präsentierte.

Schlange stehen war angesagt

Wer daneben in einer Reihe von über 50 Anstehenden „Schlange stand“, musste erheblich länger warten. Doch hier wurde die Geduld mit 20 verschiedenen Angeboten, die von Apfelschmalz über Knacker, Leber- und Blasenmettwurst sowie Bauernschinken bis hin zu Schüsselsülze reichten, belohnt.

Hier schmeckte es so richtig. Schließlich kamen etwa 1500 Gäste zum Wustrower Schlachtefest. Quelle: Kerstin Beck

Ganz Pfiffige kauften sich dann an einem Stand nebenan bei Norbert Lau aus Wittenberge ein scharfes Messer, um das Geräucherte schon einmal probieren zu können. Aber nötig war das nicht, denn es gab ja den großen Essensstand mit einer etwa fünf Stunden nicht abreißen wollenden Schlange, wo Backschwein, geräucherte und besagte Lose Wurst samt Sauerkraut und Kartoffeln ihre Liebhaber fanden. „Wie viele Leute hier schon waren, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass ich jetzt vier Stunden hindurch mit Hunderten von Tellern hin und her gelaufen bin“, wusste gegen 14.00 Uhr der Helfer Tim Zöller aus Oldesloe zu berichten.

Am Buschbackofen war, nachdem sich der Dorfverein vor einigen Monaten aufgelöst hatte, die Wustrower Familie Berg mit insgesamt neun Helfern eingesprungen und hatte insgesamt 140 Kilogramm Mehl zu riesigen Bauernkuchen verarbeitet. „Und der Ofen ist auch schon seit gestern in Betrieb“, war von Kerstin Berg zu erfahren. An anderer Stelle gab es aus Dinkel und Roggen frisch gebackene Brote zu erstehen. „Das ist gesünder als Weizen“, erklärte Uwe Schöbe aus Motrich. Die Gäste wussten das zu schätzen, denn das Gebäck ging weg wie „warme Semmeln“.

Zum Anschauen vor dem Würfeln: eine 135 Kilo schwere Jungsau aus Seedorf, die zuletzt gar kein Schwein mehr hatte. Quelle: Kerstin Beck

Gab es da noch eine Steigerung? Ja! Denn ganz am Rande des Geschehens, wo sich die Gäste zudem mit Äpfeln, Birnen und Kartoffeln vom Bauer Mackel eindecken konnten, war ein gut genährtes Jungschwein aus Seedorf ausgestellt, welches besonders unter den jungen Gästen seine Bewunderer fand. Denn schließlich konnte um zwei Schweinehälften von insgesamt 135 Kilo Gewicht gewürfelt werden.

Hier war die Spannung groß, und den „Sieg“ errang dann Jürgen Dahlke aus Strehlen. Die Familie füttert selbst noch zwei Jungschweine und eine Färse, die noch einige Tage leben dürfen. „Aber dann wandert alles zusammen in die Gefriertruhen, und wir werden damit eine schöne Weihnachtszeit verleben“, hieß es vom glücklichen Gewinner dazu.

Von Kerstin Beck

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