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Prignitz Prignitzer Sportvereine bekommen Hilfe
Lokales Prignitz Prignitzer Sportvereine bekommen Hilfe
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00:17 30.04.2016
Thomas Ramin (r.) von der Berlin-Brandenburgischen Landjugend moderierte die Veranstaltung im Jugendklub Nord. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Auch wenn weniger Flüchtlinge nach Deutschland und damit in die Prignitz kommen: Sie sind da und wollen ihre teilweise unfreiwillig viele Freizeit sinnvoll verbringen. Wie die Prignitzer Sportvereine den Neuankömmlingen helfen können, Sport zu treiben, darum ging es am Dienstag bei einer Beratung im Pritzwalker Jugendfreizeitzentrum Nord. Eingeladen hatten der Landessportbund und die Berlin-Brandenburgische Landjugend als Träger der Sozialhilfe im Altkreis Pritzwalk.

25 Vertreter von Kommunen, sozialen Organisationen und von Sportvereinen berieten über praktikable Wege der Integration. Dass der Bedarf bei den Flüchtlingen groß ist, darauf wies Rico Weißer hin, Leiter der Versorgungsstelle (vormals Clearingstelle) des Landkreises Prignitz in Pritzwalk. „Ich habe hier 20 minderjährige Asylbewerber. Die würden sich freuen, wenn sie in einem Verein spielen könnten.“ Ein Vertreter des Pritz­walker Fußball- und Hockeyvereins verwies auf die Verständigungsschwierigkeiten, die es bisweilen gebe, wenn Flüchtlinge mit geringen Deutschkenntnissen am Vereinssport teilnehmen.

Zu wenig Übungsleiter in den Vereinen

Diese Erfahrung teilten die Vertreter anderer Einrichtungen nicht. „Gerade beim Sport ist doch schnell eine gemeinsame Sprache gefunden“, sagte Jörg Schneider, Integrationsbeauftragter beim Landessportbund.

Ein noch größeres Problem seien fehlende Übungsleiterkapazitäten, hieß es aus der Runde. „Manche Übungsleiter kommen schon beim regulären Training einfach an ihre Grenzen“, sagte ein Vereinsvertreter aus Pritzwalk. „Wenn dann noch Flüchtlinge dazukommen, werfen manche das Handtuch.“

Diesem Problem will der Landessportbund unter anderem mit der „unbürokratischen Vergabe von Fördermitteln“ entgegenwirken, wie Jörg Schneider sagte. Vereine, die Sport mit Flüchtlingen treiben, können eine Förderung zwischen 300 und 1000 Euro beantragen. In der Regel werde sie schnell bewilligt, wenn Quantität und Qualität stimmen.

Was ist im Versicherungsfall?

Ebenfalls geregelt sei der Versicherungsschutz von Asylbewerbern, die an Trainings, Turnieren oder am regulären Spielbetrieb teilnehmen. „Der Landessportbund hat eine Rahmenversicherung für Migranten abgeschlossen, sagte Jörg Schneider. „Das gilt sowohl für den Haftpflichtbereich als auch für Sportunfälle. Jeder Asylbewerber, der im Verein Sport treiben wolle, sei auf diese Weise versichert.

Eine Liste, welche Angebote im Verein Sport zu treiben, überhaupt existieren, soll zusammengetragen werden, informierte Sozialarbeiter Thomas Ramin von der Berlin-Brandenburgischen Landjugend. Federführend solle die Stadt Pritzwalk die Angebote zusammentragen, erfuhren die Teilnehmer.

Dass der Sport zu ganz neuem Selbstbewusstsein beitragen kann, beweist die Stadt Wittenberge. Dort startet am 2. Mai ein Schwimmkurs für muslimische Frauen. Solche Angebote gab es bereits in der Elbestadt, wobei den religiösen Besonderheiten der Flüchtlingsfrauen Rechnung getragen würde.

Von Andreas König

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