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Prignitz Alle Tafel-Standorte sollen offen bleiben
Lokales Prignitz Alle Tafel-Standorte sollen offen bleiben
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00:41 29.04.2018
Auch frisches Obst und Gemüse wird in den Lebensmittelausgaben der Tafeln angeboten – so wie hier in Perleberg. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Prignitz

Obwohl mehr als die Hälfte der vom Jobcenter Prignitz geförderten MAE-Stellen wegfallen, will die Perleberger Tafel alle fünf Standorte in der Prignitz weiter betreiben. „Wir wollen es versuchen“, sagte am Donnerstag Marlies Müller, die Vorsitzende des Vereins Soziales Aktionsbündnis Prignitz, der die Perleberger Tafel betreibt.

Marlies Müller führt in diesen Tagen die Gespräche mit dem künftigen Personal, das über die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (AGH) vom Jobcenter finanziert wird. „Wir fangen am 1. Mai in Pritzwalk und in Meyenburg mit den neuen Mitarbeitern an.“

Öffnungszeiten bleiben wie bislang

Seit Anfang März wurden drei Standorte der Perleberger Tafel ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern betreut. Die bisherigen 21 Stellen waren zum Teil Ende Februar ausgelaufen. Da offen war, ob und wie viele Stellen über das Jobcenter bewilligt werden, stand der künftige Betrieb der Außenstellen ganz oder teilweise auf der Kippe (die MAZ berichtete). Grund: Das Budget des Jobcenters Prignitz für Eingliederungsmaßnahmen wurde von 3,5 auf zwei Millionen Euro gekürzt.

Jetzt will Marlies Müller die Angebote der Tafel in bewährter Form weiter vorhalten. An den Öffnungszeiten ändert sich nichts. „Wir lassen die Öffnungszeiten bei sechs Stunden täglich an fünf Tagen in der Woche“, so die Vereinsvorsitzende. Einzig und allein die Küche am Standort Meyenburg kann mit dem reduzierten Personal nicht mehr angeboten werden.

Weniger Personal in den Filialen

Das bedeutet, dass am Standort Pritzwalk Lebensmittelausgabe, Küche und Kleiderkammer von zwei statt vier, Kleiderkammer und Lebensmittelausgabe in Meyenburg von einem statt von drei Mitarbeitern abgesichert werden. Das Personal wird in Pritzwalk von fünf und in Meyenburg von vier Ehrenamtlichen unterstützt.

In Wittenberge sind ab 2. Mai vier MAE-Kräfte bei der Tafel im Einsatz. „Den Rest decken wir über Ehrenamtliche auf Abruf ab“, erklärt Marlies Müller. An diesem Standort werden die Tafelmitarbeiter außerdem über Teilnehmer am Projekt „Haftvermeidung durch soziale Integration – Arbeit statt Strafe“ unterstützt, dessen Träger das Christliche Jugenddorfwerk Berlin-Brandenburg ist.

Auch Lenzen und Kartstädt bleiben offen

Am Hauptstandort Perleberg fallen vier Stellen weg, fünf bleiben. Davon arbeiten drei in der Lebensmittelausgabe, zwei in der Küche“, erklärt Vereinschefin Müller. Sogar die Standorte Karstädt und Lenzen will die Tafel weiter anbieten: Hier können die Kunden einmal wöchentlich Lebensmittel oder Kleider beziehen.

Nun komme es laut Marlies Müller darauf an, wie sich der Betrieb mit dem halbierten Personal in der Praxis anlässt. Außerdem hänge einiges vom Einsatz der neuen Mitarbeiter ab. „Versuchen wollen wir es jedenfalls.“

Konstante Nachfrage bei den Tafeln

Die Tafeln bieten Hartz-IV-Empfängern, Geringverdienern oder Rentnern eine Alternative zu teuren Supermärkten. Die Mitarbeiter bekommen die Waren als Spenden von Discountern oder anderen Spendern. Die Nachfrage ist relativ konstant: In Meyenburg kommen täglich 20 bis 25 Bedürftige zur Lebensmittelausgabe, in Pritz­walk sind es zwischen 30 und 40.

Von Beate Vogel

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