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Prignitzer Temposünder zahlen trotzdem

Falsche Bußgeldbescheide Prignitzer Temposünder zahlen trotzdem

Die Bußgeldstelle der Prignitzer Landkreisverwaltung hat jetzt falsche Bußgeldbescheide verschickt. Wegen eines Codierungsfehlers kam ein anderer Ort in die Sünderliste. Die Autofahrer waren zwar zu schnell unterwegs, aber nicht da, wo es laut Zahlungsaufforderung gewesen sein soll.

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Quelle: privat

Groß Pankow.  Seit in der Ortslage von Groß Pankow die Alleebäume gefallen sind, wird dort offenbar wieder vermehrt gerast – und geblitzt. So auch am späten Vormittag des 7. Juli: über 150 Autofahrer tappten an jenem Vormittag in die Falle, die auf der B 189 in Richtung Pritzwalk in Höhe des Groß Pankower Bahnhof aufgestellt und mit einem Tarnnetz abgedeckt war. So weit, so ärgerlich: Als die Bußgeldbescheide vom Landkreis Prignitz jetzt bei den Temposündern eintrudelten, war der ein oder andere überrascht: Denn ihm wurde eine Geschwindigkeitsübertretung auf der B 5 in Kunow (Gemeinde Gumtow) unterstellt.

Nach dem ersten Schrecken und der Frage, ob man unbemerkt noch in ein anderes Blitzgewitter geraten ist, zeigte ein Blick auf das dem Bescheid beigefügten Belegfotos: Dieses Bild ist auf der B 189 in Groß Pankow entstanden. Kein Wunder, dass es einige Anrufe und Nachfragen in der Bußgeldstelle gab. Dort wussten die Mitarbeiter schon sofort, worum es ging, entschuldigten sich für den Fehler und kündigten einen korrigierten Bescheid an.

Der Grund für den Fauxpas war ein falsch eingegebener Code. Dieser hatte dazu geführt, dass auf den Bescheiden der falsche Ort angegeben worden ist. „Dieser Fehler konnte behoben werden“, erklärte Annette Löther von der Pressestelle des Landkreises Prignitz. Die Temposünder haben mittlerweile bereits die korrigierten Bescheide erhalten. Die Kreissprecherin betonte, dass der Kreis gar nicht dazu verpflichtet gewesen wäre, diese zu verschicken. Man habe dies aber der Klarheit wegen getan. Der Hoffnung manches Autofahrers, trotz seines Fehlverhaltens nun doch ungestraft davonzukommen, versetzte sie aber noch einen weiteren Dämpfer: „Der Fehler hätte nicht zur Einstellung des Verfahrens geführt“, erklärte Annette Löther.

 Die Einnahmen aus Verwarn- und Bußgeldern an Blitzgeräten erreichen im Landkreis Prignitz schon seit vielen Jahren regelmäßig eine siebenstellige Höhe. So ist es auch im vergangenen Jahr gewesen. Bis zum 30. November 2014 waren nach Angaben der Kreisverwaltung bereits eine Summe von etwa 1,1 Millionen Euro zusammengekommen, und zwar sowohl über stationäre Anlagen als auch über mobile Blitzer. Für 2015 lassen sich sicher ähnliche Zahlen prognostizieren.

Laut Kreisverwaltung lässt sich aber nicht statistisch aufschlüsseln, welches der Geräte das meiste Geld einbringt. Auch lässt sich nicht sagen, ob die Einnahmen überwiegend aus stationären oder aus mobilen Blitzanlagen stammen.
 
 

Von Bernd Atzenroth

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