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Prignitzer Unternehmer des Jahres geehrt

Wittenberge Prignitzer Unternehmer des Jahres geehrt

Rund 200 Unternehmer und Politiker trafen sich am Freitagabend zum 13. Ball der Prignitzer Wirtschaft in der Alten Ölmühle in Wittenberge. Dabei wurden auch wieder die Unternehmer des Jahres geehrt, und der ehemalige Minister Holger Rupprecht (SPD) warb für die Kreisreform.

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Thomas Telaar, Pieter Maat und Björn Müller (v.l.) von der Firma K&K Petfood wurden als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Rund 200 Unternehmer und Politiker trafen sich am Freitagabend zum 13. Ball der Prignitzer Wirtschaft in der alten Ölmühle in Wittenberge. Veranstalter waren der Verein Wirtschaftsinitiative Westprignitz, die Volks- und Raiffeisenbank Prignitz und der Landkreis. Mit „New York, New York” von Frank Sinatra eröffnete der Tenor und Entertainer Lars Redlich den Abend und führte durchs Programm. Er begrüßte Gäste wie Bürgermeister und Politiker, besonders aber die Unternehmer, denn „Sie ziehen die Karre aus dem Dreck. Sie stellen Leute ein und zahlen Steuern.”

Traditionell wurden wieder zwei Auszeichnungen als Unternehmer des Jahres vergeben. Zuvor überbrachte der Landtagsabgeordnete Holger Rupprecht (SPD) das Grußwort von der Landesregierung. Er trete als Ersatzmann auf, sagte er, da der Ministerpräsident Dietmar Woidke an der Beerdigung eines der beiden kürzlich getöteten Polizisten teilnahm.

„Meine Beziehung zur Prignitz ist recht alt”, sagte er und berichtet aus seinem Lebenslauf. Besonders an das Jahr 2004 erinnerte er sich, als er über Nacht in die Politik gestürzt wurde. „Das wirtschaftliche Image der Prignitz war damals mehr als bescheiden. Aber ich habe Leute kennengelernt, die dagegengehalten haben”, erinnert er sich. „Was hier passierte, ist auch in Potsdam angekommen. Der Wachstumskern Prignitz ist der stärkste im Land Brandenburg”, resümierte der Minister die Entwicklung bis heute. Er habe viele Betriebe besucht. „Was hier passiert ist toll! Die Unternehmen haben Wirtschaftsbeziehungen in Länder der ganzen Welt aufgebaut. Diese Region wird auch eine Kreisgebietsreform verkraften”, glaubt Holger Rupprecht.

Landrat Uhe: Reform nur mit Perleberg als Kreisstadt

Über die Reformpläne der Landesregierung wollte sich der Prignitzer Landrat Torsten Uhe an diesem Abend nicht weiter äußern. „Nur so viel”, forderte er: „Wenn es diese Reform gibt, dann muss die Kreisstadt Perleberg heißen.”

Ingo Schlender, Mitglied des Vorstands der Volks- Und Raiffeisenbank Prignitz, hielt die erste Laudatio. „Die ehemalige Fell­annahmestelle in der Perleberger Ackerstraße 4 wurde zum Vorzeigeprojekt”, sagte er und berichtete aus der Entwicklungsgeschichte der K&K Petfood GmbH, die dort ihren Standort hat. Bis heute entwickelte sie sich deutschlandweit zu einem der führenden Hersteller für Frostfutter, Kauartikel und Tiernahrungsergänzungsmittel. Hervorgegangen sei das Unternehmen aus dem Schlachthof in der Ackerstraße. Seit 2006 führen Thomas Telaar und Pieter Maat den Schlachtbetrieb und die K&K Petfood GmbH mit Björn Müller. „Wir freuen uns riesig”, sagte Telaar und dankte allen. Pieter Maat dankte explizit auch den Politikern, die alles ermöglichten. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal die Laudatio über jemanden aus der CDU halte, aber ich mache es gern”, begann die Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler (SPD) ihre Rede über Detlef Benecke. Aus seinem Hobby, dem Glasblasen, entwickelte sich 1990 sein erstes Unternehmen, der Geschenkartikel Großhandel. Im gleichen Jahr wurde die Firma zum Großhandel Im- und Export mit kunstgewerblichen Gegenständen erweitert. Seine damals drei Fahrzeuge nutzte er zum Transport von Stückgut. Zum Fuhrpark seiner Spedition Debe Transporte, Umzüge und Logistik gehören heute 17 Sattelzugmaschinen, 31 Auflieger, acht Lkw, und vier Transporter. An seiner Seite stand ihm immer seine Ehefrau Tina, heute auch seine Tochter Daniela. „Jeder, der hier als Unternehmer sitzt, hat diese Auszeichnung verdient. Wir wären nichts ohne unsere Mitarbeiter. Es sind die Ruderer. Wir steuern nur das Boot” sagte er. Anschließend gab es Gelegenheit für Gespräche und um das Tanzbein zu schwingen nach den Rhythmen der NDR-Showband.

Von Jens Wegner

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