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Prignitzer arbeiten anders als vor 30 Jahren

Perleberg Prignitzer arbeiten anders als vor 30 Jahren

Die Arbeitswelt hat sich in der Prignitz grundlegend geändert. 65 Prozent aller Erwerbstätigen im Landkreis sind mittlerweile im Dienstleistungssektor beschäftigt. Das sah vor einem halben Jahrhundert noch anders aus, als die Industrieproduktion deutlich an erster Stelle stand. Und der Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

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Auch Zahntechniker arbeiten im Dienstleistungsgewerbe.

Quelle: dpa-tmn

Perleberg. Der Dienstleistungssektor boomt – von der Unternehmensberatung über die Verwaltung, Erziehung, Gesundheit und Pflege bis hin zu Reinigungs- und Bügeldiensten für Privathaushalte. Im Landkreis Prignitz sind 22 400 von insgesamt 34 400 Erwerbstätigen (Jahresdurchschnitt) im Dienstleistungsbereich tätig. Das ist ein Anteil von 65,1 Prozent.

Vor einem halben Jahrhundert dominierte der industrielle Sektor die Wirtschaftsleistung, heute trägt der Dienstleistungsbereich am meisten zum Bruttosozialprodukt bei.

Ohne Dienstleistung geht nichts

Im Jahresdurchschnitt 2015 gab es in der Prignitz laut amtlicher Statistik 34 400 Erwerbstätige – zieht man Selbstständige und mithelfende Familienangehörige von dieser Zahl ab, waren darunter 29 800 Arbeitnehmer, also Arbeiter, Angestellte Beamte und geringfügig Beschäftigte. Bezogen auf alle Erwerbstätigen arbeiteten 22 400 (65,1 Prozent) in Dienstleistungsbranchen – in der Verwaltung, im Handel oder Gastgewerbe, bei Versicherungen, Finanzinstituten, Unternehmensberatungen und Reinigungsfirmen, als Masseurin, Friseurin oder therapeutische Dienstleisterin. 2300 Männer und Frauen waren in der Land- und Forstwirtschaft tätig und 9800 in produzierenden Bereichen, darunter 6400 in Industrie- und Handwerksbetrieben sowie 3400 im Baugewerbe.

Land- und Forstwirtschaft verlor 100 Mitarbeiter

Zoomt man auf die im Dienstleistungssektor Beschäftigten, setzt sich deren Summe folgendermaßen zusammen: 7.200 sind im Bereich ‚Handel, Verkehr, Gastgewerbe’ sowie in der ‚Information und Kommunikation’ tätig. Weitere 4.500 Männer und Frauen arbeiten in der Sparte ‚Finanz-, Versicherungs- und unternehmensorientierte Dienstleistungen’ sowie im ‚Grundstücks- und Wohnungswesen’. Und 10.700 arbeiten im Bereich ‚öffentliche und sonstigen Dienstleistungen’, ‚Erziehung’ und ‚Gesundheit’.

Deutschlandweit hat sich seit der Jahrtausendwende die Gesamtzahl der Erwerbstätigen um rund 3,6 Millionen erhöht. Dabei schrumpfte die Zahl der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft und im produzierenden Bereich. Demgegenüber kletterte sie im Dienstleistungsbereich.

Für die Prignitz meldet die Statistik für den Zeitraum 2000 bis 2015 ein Minus von 1500 Erwerbstätigen. Dabei verlor die hiesige Land- und Forstwirtschaft rund 100 Mitarbeiter, die Industrie verlor 900 und der gesamte Dienstleistungsbereich verlor entgegen dem bundesweiten Trend unterm Strich 400 Mitarbeiter.

Von Susanne Herrmann

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