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Prignitzerin vertont Horrorgeschichten

Perleberg Prignitzerin vertont Horrorgeschichten

Seit vier Monaten vertont Juliane Bentzien aus Perleberg Creepypastas, Grusel- und Horrorgeschichten, die im Internet verbreitet werden. Ihr Repertoire ist groß und reicht von allbekannten Geschichten mit großen Namen bis hin zu eher unbekannten Erzählungen. Täglich ist sie auf der Suche nach neuen Handlungen für ihren YouTube-Kanal „Lias Creepypasta“.

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Juliane Bentzien liebt Horrorgeschichten und hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese zu vertonen und online zu stellen.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. Als Creepypasta bezeichnet man eine Grusel- oder Horrorgeschichte, die im Internet verbreitet wird. Das Wort Creepypasta kommt aus dem Englischen und entstand durch die Kombination von „creepy“, das gruselig bedeutet und „copy and paste“, da die Geschichten durch Kopieren weitergegeben werden. Viele Gruselbegeisterte haben es sich zur Aufgabe gemacht, auf Plattformen wie YouTube, Facebook und Co. Geschichten aus aller Welt zu verbreiten. So auch Juliane Bentzien aus Perleberg.

Auf ihrem YouTube-Kanal „Lias Creepypasta“ veröffentlicht sie in regelmäßigen Abständen Horrorgeschichten. „Es gibt viele, die das machen“, sagte Juliane Bentzien. Mittlerweile hat sich eine regelrechte Gemeinschaft aufgebaut. In sozialen Netzwerken wird sich ausgetauscht, informiert und unterstützt. Doch hier in der Region ist sie die Einzige, die das macht.

Horrorgeschichten mit viel Abwechslung

Oftmals handeln die Geschichten von fehlerhaften oder verfluchten Spielen oder Computerdateien, Serienmördern, Geisteskrankheit, übernatürlichen Wesen, okkulten Ritualen, wissenschaftlichen Experimenten, verlorenen Folgen bekannter Serien oder mysteriösen und seltsamen Ereignissen. Manche dieser Gruselgeschichten orientieren sich an real existierenden Spielen und Fernsehserien. Jedoch sind die meisten dieser Storys frei erfunden und nur wenige basieren auf realen Ereignissen. Eine Vielzahl an Autoren sind in diesem Genre unterwegs. Viele Geschichten sind professionell verfasst. Zudem gibt es zahlreiche Kommentare von Lesern und Usern, die bei den Teilnehmern von Creepypasta mit aufgenommen werden.

Juliane Bentzien ist seit vier Monaten dabei, eigene Geschichten zu produzieren. „Ich wollte etwas machen, wo ich etwas Bleibendes von mir schaffen kann“, so die YouTuberin. „So gebe ich nun meine Stimme und gute Geschichten an die nächsten Generationen weiter.“ Sie ist erstaunt, wie viele Menschen daran Interesse finden. „Meine ersten Horrorgeschichten innerhalb Creepypastas kamen sehr gut an, das habe ich nicht erwartet.“ Mittlerweile hat sie innerhalb kürzester Zeit über 400 Abonnenten auf ihrem YouTube-Kanal. Und es geht weiter. Einmal in der Woche veranstaltet Juliane Bentzien eine „Mystic Night“ auf ihrem YouTube-Kanal. Dort kann man sich austauschen, Geschichten anhören und eine gruselige Atmosphäre genießen, so die Perlebergerin. Das soll auch in Zukunft so sein.

Reale oder fiktive Geschichten werden erzählt

Sie selbst habe auch schon übernatürliche Erfahrungen gemacht. „Schon als Kind habe ich übernatürliche menschliche Gestalten in meiner Umgebung wahrgenommen oder Puppen, die mit mir sprachen“, sagte Juliane Bentzien. Das hat sie geprägt und bis heute ist sie ein großer Fan von Horrorgeschichten und alles, was gruselig ist. Zahlreiche Geschichten hat sie schon gelesen und vertont. Ihr Repertoire ist groß und reicht von allbekannten Geschichten mit großen Namen bis hin zu den eher unbekannten Erzählungen. Täglich ist sie auf der Suche nach neuen Handlungen, die sie vertonen kann. Übersinnliches und Übernatürliches, ob real oder fiktiv, aus dem Genres Horror, Grusel, Psycho und Thriller sind gesucht.

„Oft werden Wünsche geäußert, die ich versuche umzusetzen“, sagte sie. Viel Arbeit steckt in diesem Hobby. „An einer 45-minütigen Geschichte arbeite ich bis zu zwei Tage“, so Juliane Bentzien. Die Musik zu den Geschichten wird von ihrem Freund produziert. Neben Monologen sind oft auch Dialoge in den Horrorgeschichten zu hören, die von Gastsprechern eingelesen werden, nach denen Juliane Bentzien auch ständig auf der Suche ist.

Von Marcus J. Pfeiffer

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