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Prignitzland profitierte von 54 Fördermillionen

Groß Woltersdorf Prignitzland profitierte von 54 Fördermillionen

Einst gegründet, um die vielen Arbeitslosen nach der Wende aufzufangen, entwickelte sich der Verein Regionalförderung Prignitzland zu einem Wachtsumsmotor für die regionale Entwicklung. 54 Millionen Euro Fördergeld flossen in die Region. Sein 25-jähriges Bestehen feierte der Verein in Groß Woltersdorf, wo viele touristische Anziehungspunkte entstanden sind.

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Auf die erfolgreiche Arbeit der vergangenen 25 Jahre stieß der Vorsitzende des Vereins Regionalförderung, Stefan Freimark (Mitte) mit den Gästen in Groß Woltersdorf an.

Quelle: Andreas König

Groß Woltersdorf. Der Verein Regionalförderung war im wahrsten Sinne des Wortes aus der Not geboren. Als kurz nach der deutschen Einheit 1990 und 1991 in Pritzwalk und der gesamten Prignitz tausende Arbeitsplätze wegfielen, galt es, den Betroffenen Halt zu geben, um sie für den neuen Arbeitsmarkt zu qualifizieren und im besten Fall wieder in Arbeit zu bringen. Daran wurde am Donnerstag bei einer Festveranstaltung zum 25-jährigen Betsehen des Vereins Regionalförderung Prignitzland in der Gaststätte „Zur Hexe“ in Groß Woltersdorf“ erinnert.

Die Geburtsstunde des Vereins Regionalförderung Prignitzland schlug indes im Pritzwalker Zahnradwerk. Dessen damaliger Betriebsratsvorsitzender Robert Gemmel war eines von fünf Gründungsmitgliedern des Vereins, der sich zuerst darum kümmerte, arbeitslos gewordene Fachkräfte aufzufangen. „Daraus entstanden die Arbeitsfördergesellschaft und die ländliche Arbeitsförderung, später auch die Bildungsgesellschaft“, berichtete der ehemalige Vereinsvorsitzende. Später dann wurde die gesamte Prignitz von der Europäischen Union zur Förderregion erklärt. Geldquell war und ist der Europäische Landwirtschaftsfonds. Die Programme trugen Namen wie Leader 1 und 2 oder Leader plus.

Groß Woltersdorf – eines der Musterbeispiele

Um an die finanziellen Mittel zu kommen, musste eine Lokale Arbeitsgruppe gebildet werden, die über die Vergabe des Geldes entscheidet. Dieser Aufgabe stellte sich der Verein Regionalförderung. Sehr erfolgreich, wie bei der Veranstaltung deutlich wurde. „Seit Bestehen hat die Regionalförderung in der Prignitz 54 Millionen Euro Fördermittel umgesetzt“, informierte der jetzige Vereinsvorsitzende Stefan Freimark. Ganze Orte sind seitdem aufgeblüht. Als eines der Musterbeispiele wurde Groß Woltersdorf vom Vorsitzenden des Wahrbergevereins Halldor Lugowski, vorgestellt. „Wir haben uns bereits um Fördermittel bemüht, bevor die Gemeinde Groß Pankow Mitglied in der Regionalförderung wurde,“, sagte er. Doch ab 2006 war an diese Gelder nur noch zu kommen, wenn man sie bei der Lokalen Aktionsgruppe, also der Regionalförderung,beantragte.

Seit dieser Zeit sind in dem Groß Pankower Ortsteil der Waldlehrpark entstanden, die Blockbohlenhäuser, die Märchenstube und natürlich die Sommerodelbahn. Halldor Lugowski zeigte Bilder, wie es einst in Groß Woltersdorf aussah und welche stattliche Entwicklung der Ort seitdem genommen hat. Nicht zuletzt die Gaststätte „Zur Hexe“, einst ein Vierseithof, später LPG-Küche, wurde mit Hilfe von Fördermitteln zu dem allseits beliebten Anziehungspunkt, der sei heute ist.

Neueste Errungenschaft – Hightech-Schießanlage

Doch die Entwicklung geht weiter. Am Ende der Veranstaltung stellte Revierförster Bodo Wichura die neueste Errungenschaft vor, eine High-Tech-Schießanlage des Jagdverbandes Pritzwalk. Damit lässt sich das weidgerechte Schießen simulieren und trainieren. Steht das Gerät bislang noch in der Märchenstube, soll es, ab Januar nächsten Jahres ein neue Domizil bekommen. Die Gemeinde Groß Pankow und der Wahrbergeverein planen, die bislang ungenutzte Scheune so auszubauen, dass ein Veranstaltungsraum als fester Installationsort der Anlage entsteht. Große Fenster in Form von Scheunentoren sollen Licht spenden, eine behindertengerechte Toilettenanlage dazu ein Babywickelraum und natürlich separate Toiletten für Männer und Frauen runden das Ganze ab.

„Uns war immer wichtig, dass alle Orte etwas abbekommen“, sagte Kerstin Meyer vom Landkreis Prignitz. Dieses Ziel sei in den vergangenen 25 Jahren erreicht worden – in Groß Woltersdorf und anderswo.

Von Andreas König

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