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Pritzwalk: Acht Ausstellungen, viel Theater

Bilanz der Kunstfreunde Pritzwalk: Acht Ausstellungen, viel Theater

Gerade mal ein Jahr alt ist der Verein Kunstfreunde Pritzwalk, der sich nach der „Aktion der Sieben Künste“ in der Pritzwalker Innenstadt gründete. Seither fanden in der Galerie in der Marktstraße acht Ausstellungen, zwölf Theaterveranstaltungen und eine große Kinderaktion statt. Schon heute steht das Programm für das kommende Jahr fest.

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Die Pritzwalker Gymnasiasten interpretierten in ihrer Ausstellung das Buch im Zeitalter der Digitalisierung als Kunstobjekt neu.

Quelle: Claudia Bihler

Pritzwalk. Ein turbulentes erstes Jahr liegt hinter den Kunstfreunden Pritzwalk: acht Ausstellungen, viel Theater mit Improkünstlerin Chady Seubert und mehrere Aktionen, darunter auch solche für Kinder. Das ist die beeindruckende Bilanz, die der Verein Kunstfreunde Pritzwalk aus seinem ersten Jahr ziehen kann. Und so ist es auch kaum verwunderlich, dass Horst Kontak, Initiator und Vorsitzender des Vereins, zufrieden ist – auch, wenn er sich nicht zurücklehnen will: „Mir macht das einfach Spaß.“

Ein kurzer Rückblick: Den Anlass zur Vereinsgründung hatte ursprünglich einmal die „Aktion der Sieben Künste“ in Pritzwalk gegeben. Im Sommer 2014 wurde in der Stadt diskutiert, gestritten und vor allem Kreativität ausgelebt. Für manchen Pritzwalker war schließlich klar: Für mehr Kunst in der Innenstadt gibt es ein Publikum. Im Oktober vor einem Jahr trafen sich dann 28 Leute zur Gründungsveranstaltung des Vereins, der inzwischen auch ganz offiziell eingetragen ist. „Heute sind wir 51 Mitglieder“, sagt Horst Kontak zufrieden.

Ingeborg Kretzschmar und Horst Kontak in der Pritzwalker Galerie

Ingeborg Kretzschmar und Horst Kontak in der Pritzwalker Galerie.

Quelle: Claudia Bihler

In der heutigen Galerie in der Marktstraße hatten bereits während der Sieben-Künste-Aktion regelmäßig Ausstellungen stattgefunden. Das ehemalige Schlecker-Ladengeschäft ist heute eine echte Galerie: Die Eigentümer stellen sie dem Verein zur Verfügung. „Und inzwischen konnten wir dank großzügiger Spenden sogar eine vernünftige Bestuhlung für 50 Personen anschaffen“, sagt Kontakt.

Doch auch die war zunächst keine Voraussetzung dafür, dass die Vernissagen und Aktionen, zu denen der Verein einlädt, regelmäßig gut besucht sind. Den Ausstellungsauftakt machte der Verein mit einer Exposition des verstorbenen Dresdener Kunstdrechslers Lüder Baier. Mit diesem verband Horst Kontak eine sehr enge Freundschaft: Schließlich war Baier für Kontak Ansporn und Vorbild für die eigene Karriere an der Drehbank, die den Pritzwalker Drechsler inzwischen in Architektur- und Designzeitschriften zur überregionalen Bekanntheit verholfen hat.

Einige weitere Beispiele aus den insgesamt acht Ausstellungen waren die der drei anerkannten Leipziger Künstler Peter Busch, Katharina Immekus und Bea Meyer und die Skulpturen- und Gemäldeausstellung der drei Prignitzer Frauen Ursula Miegel, Ursula Rolapp und Ingeborg Kretzschmar.

Gemälde in warmem „Blaugrün“ zeigte der Leipziger Künstler Peter Busch in der Galerie in der Marktstraße

Gemälde in warmem „Blaugrün“ zeigte der Leipziger Künstler Peter Busch in der Galerie in der Marktstraße.

Quelle: Claudia Bihler

Die Exposition der Pritzwalker Gymnasiasten zum Thema „Bücher in der Moderne“ oder auch die Eintagsausstellung des Berliner Künstlers Felix Manye Rodriguez, der nicht nur seine riesigen Bilder für einen Tag nach Pritzwalk brachte, sondern seine Ausstellung auch noch mit einem Gitarrenkonzert bereicherte.

Ingeborg Kretzschmar hat zudem im Rahmen einer Kunstaktion mit Kindern eine Drucktechnik mit Glas und mit natürlichen Materialien veranstaltet: „Ende dieses Jahres wird es wieder eine Kinderaktion geben“, verspricht die Künstlerin. „Wir haben viel positive Resonanz darauf bekommen“, sagt Ingeborg Kretzschmar. Auch diesmal wird es um das Drucken gehen, aber auch um Skulpturen aus Draht oder um Wolken.

Fünf Ausstellungen sind für 2016 geplant. „Sogar für 2017 haben wir bereits einige Termine vorgemerkt“, sagt Horst Kontak. Weniger Ausstellungen soll es geben, „damit wir mehr Luft für Projekte haben und auch für Exkursionen des Vereins.“ Dabei konnte der Verein sogar Mittel an die Stadt zurückgeben: Dank vieler Spenden und der Mitgliedsbeiträge haben sich die Kunstfreunde im Jahr 2015 selbst finanziert.

Kunst für kleine und für große Leute

Gleich zwei Termine wird es für die Kinderaktionen des Kunstvereins in diesem Winter geben: Die erste Aktion läuft vom 30. November bis zum 4. Dezember in der Galerie, die zweite Runde vom 14. bis 18. Dezember.

Neben dem Thema „Wolken“ wird es auch Porträtmalerei geben – oder das Bemalen kleiner Totems.

Dabei hat sich für eine Woche bereits eine Schule angemeldet, die zweite Woche steht für spontane Einzelanmeldungen zur Verfügung.

Die nächste Ausstellung beginnt am 6. November: Dann zeigen Gerhild Grolitsch aus Porep und Cornelia Piesk aus München in einer Gemeinschaftsausstellung zahlreiche neue Werke – darunter auch solche mit politischen Aussagen zum Weltgeschehen.

Für 2016 setzt der Kunstverein mit einer Ausstellung von Kirchenmaler Michael Triegel einen überregional bedeutsamen Höhepunkt.

Von Claudia Bihler

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