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Pritzwalk: Alte Kastanie war total verfault

Traurig, aber wahr Pritzwalk: Alte Kastanie war total verfault

Die alte Kastanie am Pritzwalker Stadt- und Brauereimuseum war nicht mehr zu retten. Nach der Fällung war nun zu sehen, dass es höchste Zeit war, die Säge anzusetzen. Der Stamm war schon großflächig von Fäulnis befallen.

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Peter Kniesel mit einem zerfressnen Stämmling.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Große Baumscheiben, Astschnitt und Zweige auf einem Haufen: Viel mehr ist von der ehrwürdigen Kastanie vor dem Pritz­walker Stadt- und Brauereimuseum nicht übrig geblieben. Für Peter Kniesel, Sachbearbeiter im Fachgebiet Straßenwesen, Grünanlagen und Friedhofswesen, ist es ein besonders trauriger Anblick: „Wir haben wirklich alles versucht, um die Kastanie zu erhalten, aber es ging so einfach nicht mehr“, sagt der städtische Baumfachmann. Wie richtig die Gutachter und Experten mit ihrer Einschätzung lagen, zeigt ein Blick auf die zugegebenermaßen traurigen Überrestes des Baums: Mehrere große Fäulnisherde in verschiedenen Abschnitten des Baumstammes, großflächiger Befall der mächtigen Stämmlinge, welche die Krone bildeten und eine braune, schlammige Masse in einem Winkel des Stamms sprechen eine deutliche Sprache. „Trotzdem geht mir dieser Verlust recht nahe“, bekennt Peter Kniesel und bringt es auf die paradox klingende Formel: „Ich bin traurig, dass ich Recht hatte.“

Die Kastanie war ein stolzer Baum, wie sich an den schieren Abmessungen zeigt. 1,60 Meter Stammdurchmesser ermittelte Peter Kniesel an der dicksten Stelle. Wie stark der Schädlingsbefall unter anderem mit der Braunfäule war, zeigt sich am Schnittbild. Statt der üblichen Jahresringe sind nur Fraßmuster von weiteren Pilzkulturen zu sehen.

Doch es gibt ein Leben nach dem Kahlschlag: „Wir wollen im Frühjahr neue Kastanien An der Promenade pflanzen“, sagt Peter Kniesel. Höchstwahrscheinlich sollen rotblühende Exemplare in die Erde kommen. Die gelten als widerstandsfähiger gegen Schädlingsbefall von innen und der gefürchteten Miniermotte schmecken sie wohl auch nicht so gut.

Von Andreas König

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