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Prignitz Pritzwalk: Ehrung für TH Brandenburg
Lokales Prignitz Pritzwalk: Ehrung für TH Brandenburg
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00:17 22.05.2016
Die Urkunde für die Präsenzstelle Prignitz der Technischen Hochschule Brandenburg wurde im Regionalcenter Pritzwalk überreicht. Quelle: König
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Pritzwalk

Wie lange es dauern kann, von Potsdam nach Pritzwalk zu kommen, erfuhr am Donnerstag Rudolf Zeeb, Chef der brandenburgischen Staatskanzlei: Der Stabschef von Ministerpräsident Dietmar Woidke kam wegen eines Staus auf der A 24 mit rund 20-minütiger Verspätung in Pritzwalk an. Das passte ganz gut zum Anlass des Besuchs. Die Präsenzstelle Prignitz der Technischen Hochschule Brandenburg, vormals Fachhochschule Brandenburg, wurde als „Demografie-Beispiel“ auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“ geehrt. Sie wirke dem Abwandern von jungen Fachkräften durch attraktive Bildungsmöglichkeiten und Arbeitsplatzangebote entgegen, hieß es zur Begründung.

Die Präsenzstelle Prignitz, die von Daniela Herrling betreut wird, versteht sich als „physischer Zugang“ zur brandenburgischen Hochschullandschaft in einer „hochschulfernen, aber nicht bildungsfernen Region“, wie Daniela Herrling sagte. Die Präsidentin der Technischen Hochschule Brandenburg, Professorin Burghilde Wieneke-Toutaoui, lobte die Arbeit der Präsenzstelle als „feste Größe in der Region“. Die Angebote für Studieninteressierte und Unternehmen reichen von Wittenberge bis Neuruppin. Sie habe die Präsenzstelle in der Prignitz kurz nach ihrem Amtsantritt im Jahr 2013 kennengelernt. Die Beharrlichkeit, mit der die Akteure für diese Institution eintreten, verglich Burghilde Wieneke-Toutaoui mit der Art der Gallier, die sich frei nach Asterix nicht vor Autoritäten in fernen Metropolen scheuen.

Studium in verschiedenen Formen

Ziel sei es, in einer Region, in der eine gewisse Scheu vor einer Hochschullaufbahn herrsche, junge Leute zum Studium zu bewegen und das möglichst in Brandenburg. Dank der Präsenzstelle haben sich im Wintersemester 2014/15 immerhin 54 Studenten aus der Prignitz an der Technischen Hochschule Brandenburg eingeschrieben, informierte Daniela Herrling. Als Studienformen gebe es das Online-Studium, das berufsbegleitende Studium an Freitagen und Sonnabenden sowie das duale Studium, bei dem ein Unternehmen den Studiengang finanziert und sich der Student im Gegenzug verpflichtet, nach seinem Abschluss für das entsendende Unternehmen zu arbeiten.

Die Urkunde für die Ehrung als „Demografie-Beispiel“ sei vor allem eine Anerkennung der Tätigkeit, sagte Staatskanzleichef Rudolf Zeeb. Eine materielle Zuwendung sei mit dieser Auszeichnung nicht verbunden. Die Präsenzstelle ist auf Initiative des Vereins Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse im Jahr 2005 entstanden. der Verein trägt den Eigenanteil von 45 000 Euro und ergänzt damit die 230 000 Euro hohe Fördersumme, die für die Präsenzstelle veranschlagt werden. Rudolf Zeeb bezeichnete sie als „echten Schrittmacher in einer vom demografischen Wandel besonders betroffenen Region“.

Dank der Präsenzstelle würden sich vor allem junge Familien entschließen, nach einem Studium in Brandenburg wieder in die alte Heimat zurückzukehren. Für einen eigenen Studiengang, wie vor Jahren in Betriebswirtschaftslehre, reichen die Zahlen allerdings nicht, schränkte Daniela Herrling ein. Unternehmen profitieren neben der Ausbildung von Fachkräften vom Wissenstransfer.

Von Andreas König

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