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Prignitz Pritzwalk: Junge Asylbewerber wollen weg
Lokales Prignitz Pritzwalk: Junge Asylbewerber wollen weg
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07:53 01.12.2015
Diese Unterlagen bekommen alle Asylbewerber. Quelle: dpa
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Pritzwalk

Polizisten haben am Montag fünf junge Asylbewerber zum Bahnhof Pritzwalk gebracht und auf die Rückreise zur zentralen Aufnahmestelle nach Eisenhüttenstadt geschickt. Das bestätigte Danuta Schönhardt, die für Jugend und Bildung zuständige Geschäftsbereichsleiterin beim Landkreis Prignitz, der MAZ. „Es handelte sich um junge Männer aus Syrien“, sagte sie. Sie gehörten zu einer Gruppe minderjähriger unbegleiteter Asylbewerber, die am Freitag in der Clearingstelle in Pritzwalk eingetroffen waren. „Schon bei der Ankunft hatten sie geäußert, nicht in Pritzwalk bleiben zu wollen“, sagte die Geschäftsbereichsleiterin.

Ruhige Gespräche mit den Asylbewerbern

Am Freitag hatte man zunächst gedacht, die Ablehnung würde sich legen, wenn die Neuankömmlinge erst einmal warm geworden wären, doch das erwies sich als Trugschluss. „Wir haben am Montag dann einen besser qualifizierten Dolmetscher hinzugezogen. Im Gespräch mit den jungen Leuten stellte sich heraus, dass sie in größere Städte wollen, nach Rostock, Berlin und Hamburg“, informierte Danuta Schönhardt. Bei zwei Jugendlichen hatte der Landkreis von sich aus die Jugendhilfe beendet, weil sie offensichtlich älter als 18 Jahre waren. Drei andere Asylbewerber hätten es auf eigenen Wunsch beendet. Die Gespräche seien ruhig verlaufen. Dass die jungen Leute unter polizeilicher Begleitung zum Bahnhof gebracht wurden, sei eine übliche Verfahrensweise in solchen Fällen. Die Belegung der Clearingstelle ändere sich fortlaufend, erklärte die Geschäftsbereichsleitern. Von den 18 unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern, die am Freitag in Pritzwalk eingetroffen sind und denen, die sich noch dort aufhielten, befänden sich insgesamt 14 in der Einrichtung. Bisher hat das Jugendamt des Landkreises Prignitz 91 minderjährige Flüchtlinge aufgenommen. Bei 17 von ihnen wurde das Betreuungsverhältnis beendet. Weitere zehn seien „abgängig“, hätten sich also mit unbekanntem Ziel entfernt. Von den 74 minderjährigen Asylbewerbern, für die das Jugendamt das Sorgerecht ausübt, halten sich 52 bei freien Trägern auf.

Von Andreas König

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