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Prignitz Pritzwalk: Kinotage im Kulturhaus
Lokales Prignitz Pritzwalk: Kinotage im Kulturhaus
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02:15 18.04.2016
Die Tanzschule „Quer durch die Gasse“ brachte Schwung ins Kulturhaus. Quelle: Fotos (3): Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Wer von den Pritzwalker Kinotagen redet, meint weit mehr als nur die Vorführung toller Filme. Das Ereignis, das von den Stadtwerken Pritzwalk organisiert wird, hat eher den Stellenwert eines großen Festes für jung und alt. So kamen denn bei der neunten Auflage der Veranstaltung viele Menschen einfach, um sich mit anderen zu treffen, etwa beim Bowling-Turnier um den Stadtwerkepokal. Gleich 24 Teams machten dabei im Pritzwalker Kulturhaus mit. Kein Wunder, dass Stadtwerkechef Lutz Kähler zufrieden ist. „Das Turnier ist ein Selbstläufer“, meinte er, „wie die ganzen Kinotage.“ Möglich sei dies natürlich auch aufgrund der guten Zusammenarbeit mit dem Pritzwalker Kulturhaus.

24 Teams bowlten um den Stadtwerkepokal. Quelle: Bernd Atzenroth

Dieses öffnete für das Rahmenprogramm auch seinen großen Saal, den am Freitagnachmittag der Tanznachwuchs von der Tanzschule „Quer durch die Gasse“ schwungvoll in Beschlag nahm. Zu „Jambo Mambo“ und anderen rhythmisch mitreißenden Ohrwürmern gab es eine eigene Choreographie. Und es wurde sogar manchmal etwas artistisch, sehr zur Begeisterung der Eltern und Großeltern, von denen viele kleine Handyfilmchen drehten.

Zufrieden ist auch Mayk Plewka, der für die Stadtwerke seit Jahren die Kinotage organisiert. Den größten Andrang im Kino verzeichneten die Macher bei den Filmen „Traumfrauen“ und „Grand Hotel Budapest“ am Freitagabend, wo es rappelvoll war. Zu sehen waren auch „Bridge of Spies“, „Familienfest“ und „Der Marsianer“. Andere Streifen haben eher Liebhaberwert, insbesondere die Naturfilme wie „Magie der Moore“. Ein Experiment hat sich für Plewka gelohnt: Erstmals wurde während der Kinotage ein Konzertfilm gezeigt – die Band Metallica in 3D wollten sich immerhin 45 Fans nicht entgehen lassen, darunter auch solche, die bislang den Kinotagen eher ferngeblieben sind. Wie immer wurden und werden auch preisgekrönte Jugendfilme gezeigt. Ganze Schulklassen und Kindertagesstätten kommen hierhin, um sie zu sehen, auch noch in der kommenden Woche. Maik Plewka versorgt sie mitunter auch – sofern es sie gibt – mit Unterrichtsmaterialien zu den Filmen, damit man sich im Unterricht auch damit auseinandersetzen kann. Während in dieser Woche eher die Jüngeren an der Reihe waren und auch Aufführungen des Lindenberger „Marion-Etten-Theaters“ sehen konnten, werden die Rochowschüler und die Gymnasiasten sehr anspruchsvolle Filme geboten bekommen, etwa „Das Tagebuch der Anne Frank“.

Das Siegerbild im Fotowettbewerb der Pritzwalker Stadtwerke. Geschossen hat es Rosemarie Zaulich. Quelle: Bernd Atzenroth

Doch damit nicht genug: Im Kulturhaus und in der Stadtbibliothek ist aus Anlass der Kinotage auch die sehenswerte Fotoausstellung „Jahreszeitliche Impressionen aus der Prignitz“ zu betrachten. Die Bilder, die in den Fluren und im Foyer hängen, sind das Ergebnis eines Fotowettbewerbs, den die Stadtwerke ausgeschrieben hatten. Einige davon sind auch im Stadtwerkekalender 2016 enthalten. Insgesamt 30 Teilnehmer hatten 170 Fotos eingesandt. Unter ihnen waren auch 14-jährige Schüler. Plewka war sehr beeindruckt von Qualität: „Es war kein Ausfall dabei“, freute er sich. Die drei Siegerbild im Wettbewerb sind natürlich auch zu sehen. Erstmal sind die Bilder bis Mai im Kulturhaus und der Bibliothek zu sehen. Die meisten von ihnen werden auch nicht wieder einfach im stillen Kämmerlein verschwinden, wie Plewka erklärte.

Kähler und Plewka betonen, dass die Stadtwerke mit ihren Kinotagen etwas für die Stadt tun wollten. Das ist mehr als gelungen. Für die 10. Kinotage im kommenden Jahr ist zum Jubiläum mit einigen Überraschungen zu rechnen.

Von Bernd Atzenroth

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