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Pritzwalk: Marktplatz bleibt verkehrsfrei

Belebung für die Innenstadt Pritzwalk: Marktplatz bleibt verkehrsfrei

Mit dem Umzug der Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk wird die ehemalige Rossmann-Filiale an der Markstraße wiederbelebt. Ungeachtet dessen wollen die Pritzwalker endlich auch ihr Verkehrskonzept für die Marktstraße umsetzen. Dabei wird sie in beiden Teilstücken befahrbar sein, aber nicht durchgehend über den Markt.

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Autofahrspuren auf dem Marktplatz werden künftig wieder die Ausnahme sein – außer an Markttagen und bei Veranstaltungen.

Quelle: Atzenroth

Pritzwalk. Gleich zu Jahresbeginn tut sich etwas in Pritzwalks Stadtzentrum. Im ehemaligen Rossmann an der Pritzwalker Marktstraße sind gerade die Handwerker zugange. Schon in der kommenden Woche soll das seit Längerem leerstehende Ladenlokal wieder genutzt werden. Die Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk (WBG) zieht nämlich gerade in den Komplex ein, den sie sich künftig mit einer Arztpraxis teilt, die ebenfalls in das Gebäude umzieht. Bis zum 11. Januar können WBG-Mieter die Gesellschaft nur noch per Handy erreichen. Ab dem 14. Januar ist das Unternehmen dann am neuen Standort zu finden, nur gut 100 Meter entfernt vom bisherigen Domizil. Der Schriftzug der städtischen Einrichtung ist jedenfalls schon am Schaufenster angebracht.

Pritzwalks Vizebürgermeister Ronald Thiel findet: „Das passt ins Gesamtkonzept Marktstraße.“ Im Rahmen des Programms „Laden zu haben“, das sich die Stadt ausgedacht hat und als Idee jetzt auch von Perleberg und Wittenberge übernommen wird, war versucht worden, einen neuen Betreiber für das Ladenlokal zu finden. Das gelang im Gegensatz zu zwei anderen Objekten in diesem Fall zunächst nicht, weil die Grundfläche offenbar Betreibern von Ketten nicht mehr ausreicht – einer der Gründe, weshalb auch Rossmann den Standort in der Innenstadt aufgegeben hatte.

Nun also die Entscheidung für den Einzug einer städtischen Einrichtung. Für Mieter der WBG wiederum sei, so Thiel, der neue Standort von Vorteil, allein schon wegen des leichteren Zugangs. „Der jetzige Zugang ist für einige Mieter nicht mehr zumutbar“, findet Thiel.

Marktstraße wird keine Durchgangsstraße

Auch in anderer Hinsicht tut sich etwas in Sachen Marktstraße. Denn wie bereits im alten Jahr vorbesprochen, soll das Verkehrskonzept für die Marktstraße jetzt endgültig auf den Weg gebracht werden. Am 2. Februar beschäftigt sich der Stadtentwicklungsausschuss als erstes Gremium der Stadtverordneten mit einer Vorlage dazu, die am 24. Februar auf der Stadtverordnetenversammlung dann verabschiedet werden soll. Dabei seien alle möglichen Bedenken mit eingeflossen, erklärte Thiel. Ein Kernpunkt: Der Markt bleibt verkehrsfrei, auch wenn die Marktstraße beiderseits des Platzes künftig befahren werden kann. Aber nach beiden Seiten hin werden, die Zustimmung der Stadtverordneten vorausgesetzt, jeweils versenkbare Poller aufgestellt, mittels derer verhindert wird, dass hier eine neue Durchgangsstraße entsteht. Dazu nämlich drohte die Marktstraße nach der Teilöffnung schon zu mutieren.

Anschaffung und Aufstellung solcher versenkbarer Poller, die etwa in Höhe des Frischemarktes Schröder und der Bäckerei Pickert stehen sollen, würden etwa 20 000 Euro kosten. Mittels dieser Lösung sind Versorgungsfahrten und Notfalleinsätze nach wie vor möglich, und auch die Nutzung des Marktplatzes an Markttagen und für Sonderveranstaltungen. Marktplatz und Meyenburger Straße bleiben ansonsten nach wie vor Fußgängerzone.

Die Marktstraße soll nach beiden Seiten von einer Spiel- zu einer Geschäftsstraße umgewidmet werden. Von der Post her wird sie Sackgasse sein, während man im westlichen Teil über Volksbank und Kirchstraße ein- und ausfahren kann. Im östlichen Teil, an dem zum Beispiel auch das neue WBG-Büro liegt, sollen auch viele Kurzzeitparkplätze entstehen. Allerdings wird es auch nach der Entscheidung Ende Februar noch eine Weile dauern, bis die Planung dann auch umgesetzt ist.

Von Bernd Atzenroth

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