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Pritzwalk: Private Berufsschule stellt sich vor

Tag der offenen Tür Pritzwalk: Private Berufsschule stellt sich vor

Die Private Berufsschule in Pritzwalk legt nicht nur großen Wert auf eine gute Berufsausbildung, im Mittelpunkt der Arbeit steht auch der teambildende Sport. Die Einrichtung legt besonders viel Wert darauf, Jugendlichen einen Abschluss zu ermöglichen, die ihre Ausbildung möglicherweise abbrechen würden.

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Beim Fußballturnier der Privaten Berufsschule in der Pritzwalker Dinnebier-Arena ging es hoch her.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Was anderswo zur Freizeitgestaltung gehört, ist an der privaten Berufsschule in Pritzwalk Programm: Die Orientierung auf den Teamsport ist bereits im Namen der Einrichtung kenntlich, die von der Gemeinnützigen Bildungsgesellschaft Pritzwalk betrieben wird: Teamsportorientierte Private Berufsschule für Wirtschaft und Technik Prignitz. Bei dieser Ausrichtung lag es nahe, den gestrigen Tag der offenen Tür mit einem Fußballturnier zu eröffnen. Vier Mannschaften kämpften auf dem Fußballplatz in der Dinnebier-Arena um den Sieg. Die Mannschaft mit den meisten aktiven Fußballern, die Maschinen- und Anlagenführer aus dem ersten Lehrjahr, gewannen das Turnier.

Jörg Ahlgrimm (r), Geschäftsführer der Bildungsgesellschaft Pritzwalk, stellte neue Projekte vor

Jörg Ahlgrimm (r.), Geschäftsführer der Bildungsgesellschaft Pritzwalk, stellte neue Projekte vor.

Quelle: Andreas König

Trotz allen sportlichen Ehrgeizes steht die fundierte und qualitativ hochwertige Berufsausbildung im Mittelpunkt der Schultätigkeit. „Wir verstehen uns jedoch in erster Linie als Dienstleister für die Unternehmen der Region“, sagte der Geschäftsführer des Schulbetreibers, der Bildungsgesellschaft Pritzwalk, Jörg Ahlgrimm. Vor Vertretern verschiedener Unternehmen der Region stellte er ein neues Programm vor. „Ich bin stolz drauf, dass die Bildungsgesellschaft als einziger Bildungsträger im Land Brandenburg am Projekt Prävention von Ausbildungsabbrüchen durch frühzeitige individuelle Beratung (Praelab) mitwirkt“, sage Ahlgrimm. Federführend dabei ist die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim. „Die Abbruchquoten in der Lehrausbildung liegt derzeit bei 30 Prozent“, berichtete der Chef der Bildungsgesellschaft. In der Metallbranche seien die Zahlen sogar noch höher. „Für die Unternehmen, die viel Zeit, Geld und Mühe in die Ausbildung der jungen Menschen stecken, ist das eine schwierige Situation. Das Praelab-Projekt setze darauf, den Abbruchwillen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Ein ausgeklügeltes System von Fragen soll die Gefährdung eines Bewerbers zeigen und beiden Seiten helfen, die Berufsausbildung erfolgreich abzuschließen. „Wir haben durch unsere Mitwirkung am Projekt einen Vorteil, den unsere Partnerunternehmen auf weiter Flur nirgendwo sonst vorfinden“, sagte Ahlgrimm.

Kontakte nach Südosteuropa

Überhaupt sei er in den vergangenen Wochen viel in Europa unterwegs gewesen, um die guten Kontakte zu pflegen, welche die Bildungsgesellschaft traditionell zu diesen Ländern pflegt. „Wer sich an die Arbeitsagentur wendet, um Auszubildende aus dem EU-Ausland zu bekommen, erhält meist Spanier zugewiesen. Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass viele dieser jungen Leute nach kurzer Zeit das Heimweh packt. Die sind dann weg, was für die Unternehmen sehr frustrierend sei. Daher hält Ahlgrimm die Kontakte in Richtung Südosteuropa für „nachhaltiger“.

Dass die Bedingungen auf dem Markt nicht leichter werden , zeige sich in verschiedenen Rückschlägen: „Wir müssen uns so ausrichten, dass unser Kerngeschäft gesichert wird. Und das ist nun einmal die Nachwuchssicherung für die Unternehmen der Region“, sagte Ahlgrimm. Allein das Ende des Programms Jobstarter habe zu Einnahmeverlusten geführt, die es zu kompensieren gelte. Daher wolle die Bildungsgesellschaft ihre Aktivitäten in der Jugendhilfe ausbauen. Mit der Wohneinrichtung Falkennest bestünden gute Voraussetzungen dafür.

Die private Berufsschule sei der große Berührungspunkt zwischen Bildungsgesellschaft und Unternehmen. Derzeit absolvieren 60 Jugendliche aus der Region eine Ausbildung in vier Berufsfeldern vorwiegend in der Metallverarbeitung. Als privatwirtschaftlich organisierte Einrichtung werde ein Lehrlingsentgelt erhoben, das sich allerdings in „moderater Höhe“ bewege, wie Ahlgrimm sagte. Zur Ausbildung gehören Teamsportarten wie Fußball und Volleyball dazu.

Von Andreas König

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