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Pritzwalk: Ralf Knacke wechselt nach Berlin

Pflegeeinrichtungen bekommen neuen Leiter Pritzwalk: Ralf Knacke wechselt nach Berlin

Der Leiter des Christophorus-Seniorenzentrums in Pritzwalk und des Seniorenzentrums Marienfließ, Ralf Knacke, wurde an Freitag verabschiedet. So manche Träne floss während der feierlichen Andacht. Knacke wechselt als Leiter in das Sankt Elisabeth Seniorenzentrum im Prenzlauer Berg in Berlin.

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Fürbitte: Ralf Knacke (am Pult) wünschte allen Kollegen alles Gute.

Quelle: Beate Vogel

Pritzwalk. In einer bewegenden Feier wurde am Freitag in Pritzwalk Ralf Knacke verabschiedet: Er wechselt nach 23 Jahren Dienst im Pflegebereich in der Prignitz nach Berlin. 13 Jahre lang leitete Knacke das Christophorus-Seniorenzentrum in Pritzwalk, acht Jahre führte er das Seniorenzentrum Marienfließ. Der 46-Jährige war Chef für etwa 100 Mitarbeiter. Und äußerst angesehen: Während der Andacht flossen nicht wenige Tränen. „Ich gehe ja nicht in den Ruhestand“, sagte Knacke.

In einer Andacht, die Pfarrer Hanfried Zimmermann vom Vorstand der Stephanus-Stiftung hielt, kamen Wegbegleiter, Kolleginnen, Partner zu Wort. Sie alle arbeiteten heraus, weshalb Ralf Knacke ein so geschätzter Mitarbeiter, Chef und Geschäftspartner sein muss: Liebe, Menschlichkeit, Glaube und ein vorbehaltloser Umgang mit den Menschen zeichnen den 46-jährigen Stepenitzer demnach aus.

Ralf Knacke übernimmt Elisabeth-Stift in Berlin

Der Saal im Christophorus war voll. Mitarbeiter der beiden Einrichtungen, Vertreter der Stephanus-Stiftung aus Berlin, Kooperationspartner von DRK, Landkreis, Stadt Pritz­walk und dem Amt Meyenburg waren gekommen. Wertschätzung und Anerkennung dominierten den Vormittag. „Ich erinnere mich noch an den Tag im Mai, als Sie den Mitarbeitern Ihren Entschluss mitgeteilt haben“, erinnerte Zimmermann. Überraschung und Unverständnis seien groß gewesen, „es war für viele kaum vorstellbar, dass die Einrichtung ohne Herrn Knacke überhaupt funktionieren könnte.“ Ähnlich äußerte sich Hartmut Watschke, stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes: „Ich sag’ es mal flapsig: Warum gehste nach Berlin, Appelsinen, Dominosteine und Lebkuchen gibt es jetzt auch hier.“ Watschke, der seit vielen Jahren eng mit Knacke zusammen arbeitet, bedauerte dessen Entscheidung auch im Namen seiner Kollegen. Knacke sei ein verständnisvoller, praktischer, sachlicher und lösungsorientierter Mensch. Der erste Beigeordnete Christian Müller erinnerte daran, dass der Stepenitzer nicht nur beruflich, sondern auch in seiner Freizeit überaus engagiert ist: ob als Kreistagsabgeordneter in verschiedenen Gremien oder als Bürgermeister von Marienfließ. Diesen Posten wird Knacke beibehalten – und auch weiterhin in Stepenitz wohnen. Auch das begonnene Projekt zum „Quartier Meyenburg“ wird Knacke als Ansprechpartner der Stephanus Wohnen und Pflege weiter begleiten. Er dankte seinen Mitarbeitern von Herzen und auch seiner Frau Kerstin, die ihn seit 25 Jahren unterstütze.

Ralf Knacke war ursprünglich Melker, sattelte aber später zum Altenpfleger um, erzählte er. Er bildete sich zum Krankenpflegehelfer weiter, dann im Management in sozialer Organisation und machte an der Uni Heidelberg sein Diplom in Diakoniewissenschaft. Seit 1992 arbeitete er in der Altenhilfe, zuletzt als Einrichtungsleiter. Im Pritz­walker Pflegeheim stehen knapp 100 Plätze zur Verfügung, in Stepenitz sind es gut 70. Sein neuer Arbeitsplatz wird der Sankt Elisabeth Stift in Berlin Prenzlauer Berg sein, das Stammhaus der heutigen Stephanus-Stiftung. Es hat rund 100 Plätze. Knackes Nachfolger in der Prignitz soll Bernd Bartel aus der Gemeinde Heiligengrabe werden.

Von Beate Vogel

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