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Prignitz Pritzwalk: Rathaus bekommt Glocke zurück
Lokales Prignitz Pritzwalk: Rathaus bekommt Glocke zurück
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19:15 07.09.2015
Bürgermeister Wolfgang Brockmann lässt die erneuerte Glocke erklingen. Quelle: Andreas König
Pritzwalk

Noch thront das weiße Glockentürmchen ohne Inhalt auf dem roten Ziegeldach. Doch bald soll es gefüllt werden. Die Rathausglocke ist bereit.

Richtiger gesagt, handelt es sich es um das baugleiche Instrument, das einst auf dem Dach des Gutsverwalterhauses in Streckenthin die Zeit verkündete. In wochenlanger Arbeit hat Metallbau-Altmeister Willi Wüst das gute Stück aufgearbeitet. Von der Idee, die Glocke zu sandstrahlen musste sich der Handwerksmeister verabschieden. Zu groß wäre der Verlust an Metall gewesen. Stattdessen hat Willi Wüst die Glocke poliert und mit einem Hammerschlag-Farbanstrich versehen. Die Glocke erglänzt jetzt in einem Altbronzeton. Der erhaben geprägte Schriftzug 1918 ist mit etwas dunklerer Farbe nachgezogen worden, so dass er gut zu erkennen ist. Derzeit ruht die Glocke noch in einem Lager des Bauhofs, aber die stummen Tage sind gezählt. „Wir möchten, dass die Glocke bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober wieder erklingt“, sagt Bürgermeister Wolfgang Brockmann. Doch wie wurde das Problem der Kopplung zwischen Uhrwerk und Glockenhammer gelöst?

„Wir haben eine Weile im Internet recherchiert, bis wir das Richtige gefunden haben“, sagt Geschäftsbereichsleiter Dietmar Sachs. Fündig wurde die Stadt Pritzwalk dann bei einer Firma aus der Region Halle/Leipzig. Die konnte einen Elektromotor mit Exzenterantrieb liefern, der nun die Uhr mit dem Hammer der Glocke verbindet. „Apropos, die Uhr muss auch erneuert werden, und so haben wir die Gelegenheit gleich genutzt“, ergänzt der Bürgermeister. Die Zeitanzeige im Pritzwalker Rathaus erfolgt künftig funkgestützt, so dass stets die genaue Zeit angezeigt wird.

Der Antriebsmechanismus übersetzt die digitalen Signale in mechanische Impulse und hebt den Hammer solange, bis dieser fällt und gegen die Glocke schlägt. Probeweise ließ das Stadtoberhaupt am Montag den Hammer gegen den Glockenkörper schlagen, womit er ihm einen deutlichen, kurz und metallisch klingenden Ton entlockte, ein preußischer Glockenton gewissermaßen.

Damit das Instrument sicheren Halt im hölzernen Turm findet, hat die Metallbaufirma gleich noch eine Aufhängevorrichtung gebaut, die entfernt an ein Andreaskreuz erinnert. Im Schnittpunkt der Schenkel wird die Glocke dann befestigt. „Sie kann zur vollen und zur halben Stunde schlagen, allerdings immer mit demselben Ton“, erklärt Dietmar Sachs. Es ist vorgesehen, dass die Glocke zur halben Stunde einmal läutet und zur vollen Stunde so oft, wie es der jeweiligen Stunde entspricht. „Allerdings haben wir die Möglichkeit, die Glocke abends und nachts abzuschalten“, sagt der Bürgermeister.

Wenn die Glocke zum 3. Oktober wieder den ihr zukommenden Platz eingenommen haben wird, ist eine ungefähr 40-jährige Pause beendet. Denn ein funktionierendes Läutewerk gab es auf dem Pritz­walker Rathausdach seit Anfang der 1970er Jahre nicht mehr.

Von Andreas König

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