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Pritzwalk: Spielmannszug auf Zeitreise.

Musikalische Jubiläumsfeier zum 55-jähigen Bestehen Pritzwalk: Spielmannszug auf Zeitreise.

55 Jahre alt wird der Spielmannszug Pritzwalk in diesem Jahr. Dieses Jubiläum feierte er mit einem Frühlingskonzert im Pritzwalker Kulturhaus. 70 Besucher feierten mit und lauschten Melodien, die man vielleicht nicht unbedingt von einem Spielmannszug erwarten würde.

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Flötenspieler liefern im Spielmannszug die feine Melodieführung.

Quelle: Fotos (2): Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Auf eine musikalische Zeitreise durch die eigene Geschichte begab sich der Spielmannszug Pritzwalk am Sonntag im Anbau des Pritzwalker Kulturhauses. Und das mit gutem Grund: Der Spielmannszug wird 55 Jahre alt, und diesen nicht ganz runden Geburtstag galt es zu feiern. Das taten die Spielleute zusammen mit etwa 70 Zuhörern, die an diesem Nachmittag gekommen waren. Unter ihnen waren auch Vizebürgermeister Ronald Thiel sowie Heike Fuchs, Leiterin des Fachgebiets Kultur, Freizeit und Sport in der Stadtverwaltung. Thiel übergab in der Konzertpause als Geschenk der Stadt 150 Euro.

Vieles war etwas Besonderes an diesem Tag. Denn ausnahmsweise standen oder marschierten die Mitglieder des Spielmannszugs Pritzwalk bei ihrer Darbietung nicht, sondern musizierten im Sitzen – wie das für ein Konzert halt üblich ist. Im Hintergrund lief eine an die Wand geworfene filmische Erinnerungsschleife mit vielen Bildern aus der Geschichte des Vereins, der am 4. März 1961 seinen ersten Auftritt gehabt hatte. Natürlich stand im Saal auch die Vereinsfahne. Der musikalische Streifzug begann tatsächlich mit dem ersten Stück, das der Spielmannszug je eingeprobt hatte, dem Marsch „Groß Berlin“, gefolgt vom „Straßenmarsch“, der auch bekannt ist als „Gruß aus Klingenthal“. Danach aber zeigte der Spielmannszug, dass er auch ganz anders kann, und präsentierte ein maritimes Set. „What shall we do with the drunken Sailor“ gehörte genauso dazu wie ein Matrosenmedley mit mehreren bekannten Melodien. Auch im Programm: „When the Saints go marchin‘ in“, der Militärmarsch aus dem Film „Die Brücke am Kwai“ und der 60er-Jahre-Hit „Puppet on a string.“ Ein bisschen Show musste auch sein, so trug Paukenspieler Kalle für jeden Programmteil einen anderen Hut.

Mitschunkeln, Mitklatschen und Mitsingen – das war das Motto, das die Moderatoren Andre und Lauren ausgegeben hatten. Der Text für die Tippelbrüder-Polka war schon auf dem Tisch ausgelegt, gute Laune im Publikum garantiert. Der Spielmannszug dachte aber nicht nur an die Vergangenheit, sondern auch an die Zukunft. Denn er wollte an dem Tag auch Mitglieder werben. Und so sollten die Zuhörer auch Gelegenheit haben, einmal die Instrumente auszuprobieren. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte einfach zu den Übungsstunden des Spielmannszugs kommen, immer donnerstags von 18 bis 19.30 Uhr im Pritzwalker Gymnasium.

Kontakt: Ilona Schilke, Tel.  033981/50 14 66, E-Mail: schilke-i@t-online.de und www.spielmannszug-pritzwalk.beepworld.de

Von Bernd Atzenroth

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