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Prignitz Pritzwalk: Training für den Schlittenführerschein
Lokales Prignitz Pritzwalk: Training für den Schlittenführerschein
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02:15 11.12.2015
Das lustige Zebra animierte die begeisterten Kinder zum Mitmachen. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

31 Wünsche hat das Zebra zu Weihnachten und alle sind fein säuberlich aufgeschrieben auf einer Papierrolle. Aber Weihnachten ist in Gefahr. Darum muss das Zebra aktiv werden und zum Nordpol reisen, um Weihnachten zu retten, am Dienstag begleitet von 81 Schülern der Pritz­walker Herbert-Quandt-Schule und ihren Lehrkräften, die mit großer Begeisterung bei der Theateraufführung in der Turnhalle ihrer Schule dabei sind. Dabei kommt das Zebra immer wieder in Situationen, in denen es Figuren trifft, die mit Verkehrsregeln nicht so viel am Hut haben. Gleich zu Beginn rauscht ein Engel auf Rollerblades heran, der von der richtigen Schutzkleidung offenbar noch nichts gehört hat. „Ich bin doch kein Schutzengel“, sagt der Engel zum Zebra, das aber auf der Schutzkleidung besteht, denn „die Kleidung soll schützen“.

Das Zebra-Theater

Das Zebra-Theater ist Bestandteil der Verkehrssicherheitskampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ und für Staatssekretärin Katrin Lange ein schönes Beispiel für eine gelungene und altersgerechte Verkehrserziehung.

Die Theatertour, die in diesem Jahr zum achten Mal stattfindet, startete in Jeserig sowie in Brandenburg an der Havel und endet am 18. Dezember in Spremberg. Am Montag war das Theater auch in der Perleberger Rolandschule zu sehen.

Katrin Lange ist auch da. Die Verkehrsstaatssekretärin stattet zwei Aufführungen des Zebra-Theaters einen Besuch ab, neben der in Pritzwalk folgt sie dem Ensemble auch nach Demerthin. Schließlich ist das Theater Teil des Projektes „Lieber sicher. Lieber leben“, das das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung zur Stärkung der Verkehrssicherheit betreibt. Eigens für alle Aktionen im Rahmen der Kampagne wurde ein Fahrzeug angeschafft, mit dem jetzt auch die Theaterleute unterwegs sind. In der Sporthalle der Quandtschule demonstrieren sie Verkehrserziehung einmal anders: Denn bei der Rettung des Weihnachtsfestes erfahren die Kinder, wie man sich richtig im Verkehr verhält, oder können ihr Wissen auf den Prüfstand stellen. Etwa als in der Weihnachtswerkstatt ein Fahrrad zusammengebaut werden soll, können die begeisterten Schüler mithelfen und vom Sattel über die Bremse bis hin zum Katzenauge alles an dem Drahtesel anbringen, was für die Verkehrssicherheit vonnöten ist. „Und jetzt kommen noch Schutzweste und Helm dazu“, sagt das Zebra am Schluss.

Am Ende gab es als Geschenk noch Malhefte für alle Kleinen. Quelle: Bernd Atzenroth

Weihnachten ist damit aber immer noch nicht gerettet. Denn Rosetta Krausenbaum, der Weihnachtsbaum, ist noch nicht geschmückt. Das muss natürlich jetzt sein, und am Ende meint das Zebra: „Sie sehen doch super aus – wie eine Ampel!“ Es versteht sich, dass die Kinder schon ganz genau wussten, was die Farben Rot, Gelb und Grün bei der Ampel bedeuten.

Aber schon naht die nächste Gefahr für das Fest: Rudolf, das Rentier, hat einen ganz dollen Schnupfen. Aber eigentlich hat Rudolf eher Angst vor dem Schlittenführerscheintest. Da muss doch mal das Zebra helfen und mit ihm den Verkehrsschildertest machen. Immerhin: Das Stoppschild kennt Rudolf schon. Und auch wenn er das Vorfahrtsschild erst als „Spiegeleischild“ ansieht, so kennt er letztlich doch die wichtigsten Zeichen mit ihrer richtigen Bedeutung – natürlich auch des Zebras Lieblingsschild – das Zeichen für „Zebrastreifen“. „Ich bin super vorbereitet“, freut sich nun Rudolf.

Ganz begeistert zeigen sich Schulleiterin Marita Terrey und die zuständige Lehrerin Kerstin Rösler von der Aufführung. Überhaupt haben sie sich gefreut, dass ihre Schule nach vielen Jahren auch einmal wieder dran war mit einem Besuch des Zebra-Theaters. Die erste und zweite Klassenstufe durfte dabei sein – zwei Flexklassen und eine Regelklasse. Für sie ist das Stück genau richtig.

Der Weihnachtsmann war auch da. Quelle: Bernd Atzenroth

Zum Schluss kommt schließlich doch noch der Weihnachtsmann zu den Kindern. „Ich fahre nur Schlitten, deswegen kenne ich die Busregeln gar nicht“, sagt er. Da können ihm die Kinder aber auf die Sprünge helfen. Schließlich singen alle zusammen „Morgen Kinder wird’s was geben“ und am Ende gab es dann noch Geschenke für alle: Verkehrsmalhefte vom Zebra. „Ob das ausreicht?“, fragt sich noch ein Schüler, als das Zebra und der Weihnachtsmann zusammen an alle die Hefte verteilen. Es reichte – sogar für diejenigen, die nicht dabei sein können, weil sie krank sind. Das Zebra wiederum verzichtet auf viele seiner 31 Wünsche. Ob ein ganz besonderer Wunsch vieler Kinder aber erfüllt werden kann, steht noch nicht fest: nämlich ob das Theater im nächsten Jahr wiederkommt.

Von Bernd Atzenroth

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