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Pritzwalk feiert Museumsfest

Nach vierjähriger Pause Pritzwalk feiert Museumsfest

Das gab es seit 2011 nicht mehr. Ein Museumsfest wird am 18. September auf dem Hof vor und im Pritzwalker Stadt- und Brauereimuseum gefeiert. Neben vielen Mitmachangeboten wird die neue Ausstellung „Wir Beutesachsen, Ihr Beutemärker“ eröffnet. Leiterin Katja Rosenbaum hat die Exposition um Porträts von Sachsen angereihet, die in Pritzwalk leben.

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Leiterin Katja Rosenbaum bereitet die Ausstellung „Wir Beutesachsen, Ihr Beutemärker“ vor.

Pritzwalk. Volles Programm für die ganze Familie bietet das Stadt- und Brauereimuseum Pritzwalk am Freitag, 18. September. Erstmals seit 2011 wird es wieder ein eigenes Fest auf dem Pritzwalker Museumshof geben. „2013 haben wir das Museumsfest in Streckenthin mit unterstützt, aber vor und im eigenen Haus, das gab es eine Weile nicht mehr“, sagt Museumsleiterin Katja Rosenbaum.

Daher stecken die Mitarbeiter viel Arbeit in die Vorbereitung des Festes am 18. September. „Nach der Eröffnung gibt es zunächst eine Modenschau ’Aus Alt mach Neu’ zu sehen“, berichtet Katja Rosenbaum. Elke Grämer vom Gymnasium hat das Spektakel gemeinsam mit Schülern vorbereitet. Eine Kinderführung durch das Museum schließt sich an, bevor um 16 Uhr das Märchen von der „Frau Holle“ gezeigt wird. Aufführende sind die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Darstellendes Spiel“ des Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums unter Leitung von Peter Sturm.

Ein musealer Höhepunkt ist die neue Ausstellung „Wir Beutesachsen, ihr Beutemärker“. Das ist ein begleitendes Projekt zur Landesausstellung „Szenen einer Nachbarschaft: Preußen und Sachsen“, die im vergangenen Jahr für Furore gesorgt hat. Widmete sich diese Ausstellung eher den Adelsbeziehungen, zeigt die kleinere Schau über die Beutesachsen und -märker die eng verwobenen Geschichten beider Länder sozusagen von unten, aus der Perspektive der Menschen. „Wir haben in und um Pritz­walker ebenfalls Interviews geführt und Fotos gemacht“, sagt Katja Rosenbaum. Im Gegensatz zu der Wanderausstellung werden die Ergebnisse der Befragungen im Stadt- und Brauereimuseum Pritzwalk verbleiben.

Um 17 Uhr schließt sich eine historische Stadtführung an, die auch von Schülern des Gymnasiums angeboten wird. Die Big Band der Kreismusikschule lädt für 18 Uhr zu einem etwa anderhalbstündigen Konzert in den Museumshof. Romantisch wird es ab 20.30 Uhr bei einer Fackelwanderung zur Tuchfabrik. „Kleinere Kinder sollten natürlich lieber Lampions tragen“, sagt Katja Rosenbaum. Sie hält Fackeln für Interessenten bereit.

Das Rahmenprogramm hat es ebenfalls in sich: Der Ziegeleipark Mildenberg bei Zehdenick zeigt Schauvorführungen zur Ziegelherstellung. „Dabei können große und kleine Besucher mitmachen“, verspricht Katja Rosenbaum. Während Ziegel in üblichen Größen zum Brennen mitgenommen werden, können Gäste etwas kleinere Ziegeln mit ihren Initialen oder anderen Zeichen versehen und behalten. Renate Groenewegen aus Horst bittet die Kinder zum historischen Theaterbasteln. An die große Brauereitradition wird mit Pritz­walker Museumsbier in den Geschmacksrichtungen hell und dunkel erinnert. Besucher des Festes können das Bio-Bier in Flaschen erwerben. Für die gastronomische Versorgung ist die benachbarte Alte Mälzerei zuständig. Der Eintritt ist frei.

Von Andreas König

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