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Pritzwalk muss die Richtung bestimmen

Einbahnstraßen oder Begegnungsverkehr Pritzwalk muss die Richtung bestimmen

Wie kann man die Verkehrsbelastung und damit den Lärm in der Pritzwalker Innenstadt reuzieren? Dieser Frage geht das Verkehrsentwicklungskonzept nach. Die Verwaltung hat dass Für und Wider von Ein-Richtungs- oder Begegnungsverkehr untersuchen lassen. Von 20 Kriterien sprechen nur zwei für die Einbahnstraßenlösung.

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Warum nutzen Sie nicht die Umgehungsstraße?“ wurden Autofahrer in Pritzwalk gefragt. Es geht darum, Lärm zu vermeiden.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Wie hältst Du’s mit dem Innenstadtverkehr? Diese Frage stellt sich demnächst den Pritz­walker Stadtverordneten. Gemeint ist die künftige Entwicklung des Straßenverkehrs, vor allem in der Pritzwalker Innenstadt. „Die kommunalen Straßen sind ja letztlich die einzigen, bei denen wir als Stadt aktiv etwas unternehmen können und dürfen“, erklärt der Pritzwalker Vizebürgermeister Ronald Thiel.

Noch immer gilt es in Pritzwalk, das Lärmschutzkonzept umzusetzen. Zwar wurden erste Schritte unternommen, etwa das Reduzieren der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in der Havelberger Straße auf nunmehr 30 Kilometer pro Stunde. Doch erstens kann man dort ohnehin kaum schneller als mit Tempo 30 fahren und zweitens genügt selbst das nicht.

„Schon vor Jahren gab es die Idee, die Innenstadt mit einem Einbahnstraßenring zu umfahren“, sagt Ronald Thiel. Ähnliches praktizieren Kyritz und Perleberg seit langem. „Doch haben unsere Nachbarn keine Bundesstraßen, die durch die Stadt führen“, sagt der stellvertretende Bürgermeister.

Verzicht auf Ampeln

In einem aufwendigen Verfahren hat die Stadt Pritzwalk daher untersuchen lassen, welche Kosten ein Einbahnstraßenring mit sich brächte und welchen Nutzen die Stadt daraus ziehen könnte. 20 Kriterien wurden überprüft, darunter Faktoren, die von der Stadt kaum zu beeinflussen sind, wie etwa das lokale und regionale Fahrzeugaufkommen, der Verkehrsfluss oder die Umweltverträglichkeit des Verkehrs, also Lärm und Abgase. Das Ergebnis ist eindeutig: Für den Einrichtungsverkehr sprechen lediglich zwei Argumente: Bei der Einbahnstraßenlösung könnte die Stadt weitgehend auf das Erneuern der Ampelanlagen verzichten. Zudem könnten tendenziell mehr Parkmöglichkeiten geschaffen werden.

Bei elf anderen Kriterien schneidet das bisherige System besser ab, wenn man es nach heutigen Erfordernissen umgestaltet. Die restlichen sieben sind neutral zu bewerten. Allerdings sind beide Varianten nicht zum Nulltarif zu haben. Ausgebaut werden sollten der Magazinplatz, die Grünstraße, die Havelberger Straße, das Perleberger Tor, die Markt-, Park- und Poststraße. Das wäre mit 3 691 Millionen Euro für den Zweirichtungsverkehr und 3,642 Millionen Euro für die Einbahnstraßenvariante fast gleich teuer. Betrachtet man die in jedem Fall zu erhebenden Anliegerbeiträge mit würden die Bürger mit der Zweirichtungslösung um 200 000 Euro weniger belastet. Sie müssten dann 1,03 Millionen Euro zahlen.

Die Verkehrsentwicklungsplanung soll den Stadtverordneten am Mittwoch, 17 Uhr im Kulturhaus detailliert vorgestellt werden.

Von Andreas König

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