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Prignitz Pritzwalk will Bauland für alle bieten
Lokales Prignitz Pritzwalk will Bauland für alle bieten
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02:17 30.08.2015
Investor Rico Köhn (l.) will auf dem Gelände von Uthemanns Hof Wohnungen bauen. Pritzwalks Vizebürgermeister Ronald Thiel begrüßt das. Quelle: König
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Pritzwalk

Zwar gibt es erheblichen Leerstand in Pritzwalk und in manchen Ortsteilen. Doch das Interesse am eigenen Heim ist ungebrochen. Das zumindest ist die Wahrnehmung von Maklern und anderen Unternehme, die sich professionell mit der Vermarktung von Immobilien in und um Pritz­walk beschäftigen. Der stellvertretende Bürgermeister Ronald Thiel traf sich am Mittwoch mit Vertretern der Immobilienbranche, „um den Bedarf auszuloten“, wie er sagte.

Interesse an stadtnahem Bauland

Bauland gibt es in um Pritzwalk, aber der Bedarf konzentriert sich vor allem in der Stadt und den näher gelegenen Ortsteilen.

Mögliche Standorte für neue Wohngebiete sind derzeit der Trappenberg und Pritzwalk-Süd. Grundlage dafür ist allerdings eine Änderung des aktuellen Flächennutzungsplans. In dessen fünfter Änderung soll den sich wandelnden Bedürfnisse Rechnung getragen werden.

Wohnbebauung soll dann bis etwa zur Einmündung de Havelberger Straße auf die neue B 107 heran möglich sein.

In den Ortsteilen sollen zunächst Baulücken geschlossen werden.

„Allen Prognosen von demografischem Wandel und Wegzug zum Trotz gibt es einen Bedarf an Neubauflächen“, sagte Ronald Thiel. Zwar zeichnen sich in einigen Straßen Pritzwalks so etwas wie ein Generationswechsel ab, aber das sei nicht der Regelfall. „In der Aufbaustraße erleben wir gerade solch einen Prozess“, sagt Ronald Thiel. Manche Vertreter der älteren Generation trennten sich momentan oder in absehbarer Zeit von ihren Häusern, die dann von jüngeren Menschen erworben würden.

Aber nicht für alle Interessenten sei das ein gangbarer Weg. „Wer ein Haus für sagen wir 120 000 Euro kauft und noch einiges reinstecken muss, kann schnell bei dem Preis für ein Baugrundstück mit einem neugebauten Haus landen“, sagt der Vizebürgermeister.

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Daher liege es im Interesse der Stadt, „eine möglichst breite Palette von Bauland und Immobilien verschiedener Quantität und Qualität vorzuhalten“, wie Ronald Thiel erklärt. Das gilt sowohl für die Kernstadt als auch für die Ortsteile. Allerdings könne die Stadt dafür in der Regel nur die Rahmenbedingungen schaffen. „Wenn es dann darum geht, ein größeres Gebiet zu erschließen, sind sicherlich Unternehmen gefragt“, sagt Ronald Thiel. Genau au diesem Grund sei es wichtig, dass die Akteure regelmäßig miteinander ins Gespräch kommen.

Einen Teil des dringlichen Bedarfs werde die Stadt mit der fünften Änderung des Flächennutzungsplans decken können, hofft Ronald Thiel. Derzeit werde das Dokument erarbeitet. Vorgesehen sei, in Pritzwalk Süd nahe der Havelberger Straße weitere Baugrundstücke anzubieten. Bekanntlich entstehen auf dem Gelände von Uthemanns Hoff bereits mehrere Mietwohnungen an der Havelberger Straße, die der private Investor Rico Köhn aus Kyritz errichten lässt.

„Es ist geplant, weitere Wohnbebauung zu schaffen“, sagt Ronald Thiel. Schon jetzt zeichne sich allerdings ab, dass die fünfte nicht die letzte Änderung des Flächennutzungsplans sein wird. „Das ist ein dynamischer Prozess. Wir wollen vor allem den Bedürfnissen junger Familien entgegenkommen. Denen wollen wir quasi den roten Teppich ausrollen“, verkündet der stellvertretende Bürgermeister.

Zwar konzentriere sich das Interesse auf die Stadt Pritzwalk, doch geb es nach wie vor auch Familien, die die ruhigere Lage in den Ortsteilen bevorzugen. „Auch da gibt es Baulücken, die noch geschlossen werden können. Dennoch sei zu beobachten, dass die näher an Pritzwalk gelegenen Ortsteile wie etwa Beveringen auf mehr Interesse bei Bauwilligen stoßen als entferntere.

„Es kommt uns darauf an, einen Vorlauf zu schaffen, um auf die Entwicklungen der nächsten Jahre reagieren zu können“, sagt Thiel. Die nächste Gesprächsrunde soll in einem Jahr stattfinden.

Von Andreas König

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