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Prignitz Pritzwalk zeigt Gesicht beim Friedensgebet
Lokales Prignitz Pritzwalk zeigt Gesicht beim Friedensgebet
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23:40 25.05.2015
Friedensgebet "ProAsyl" in Pritzwalk macht deutlich: Es ist in der Stadt kein Platz für rechtes Gedankengut. Quelle: Beeskow
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Pritzwalk

"Ich bin überrascht, wie viele gekommen sind", meinte Chady Seubert am Samstagvormittag. Vor dem Südportal der Pritzwalker Kirche versammelten sich weit über 100 Menschen der Stadt, aus Perleberg, Wittenberge und anderen Orten zu einem Friedensgebet "Pro Asyl", das der Posaunenchor begleitete. Pfarrerin Ina Piatkowski und Bürgermeister Wolfgang Brockmann hatten dazu aufgerufen, als bekannt geworden war, dass Rechtsradikale eine ausländerfeindliche Veranstaltung am Sonnabend auf dem Markt planen. Teilnehmer des Friedensgebets zeigten, dass in Pritzwalk kein Platz ist für Ausländerfeindlichkeit und rechtes Gedankengut. Eine lange Menschenreihe hielt in großen Buchstaben den Spruch: "Gesicht zeigen für Vielfalt".

Flüchtlingsaufnahme ist ein Akt der Humanität

Das Friedensgebet hielten Ina Piatkowski und Ilse Körber vom Gemeindekirchenrat. Die Pfarrerin rief dazu auf, auf neue Mitbürger mit Interesse und Anteilnahme zuzugehen und keine Angst zu haben, um einander verstehen zu können. "Wir können uns nicht vorstellen, was sie erlebt haben."

Mit einer Kunstaktion begleiteten Chady Seubert, Daniela Dörfel und Hanna-Liisa Koistonen-Purps das Friedensgebet. "Wir sollten Sympathie zeigen", sagte Chady Seubert. "Den Flüchtlingen mit einer Willkommenskultur begegnen und nicht nur fragen, was kostet das."

Rechtsradikaler attackiert Polizisten

Zeitgleich kamen etwa 40 Rechtsextreme 200 Meter entfernt zu ihrem Aufmarsch zusammen, die aber unter sich blieben. Zu den Parolen von "Blut" und "Freiheitskampf des deutschen Volkes" meinte eine Passantin: "Das ist nur gruselig." Gabriele Schlamann vom Mobilen Beratungsteam, das die rechte Szene beobachtet, äußerte: "Es sind die immergleichen dumpfen Parolen." Die neue rechtsextreme Gruppierung um Maik Eminger, der in Pritzwalk sprach und dessen Bruder im NSU-Prozess angeklagt ist, bereite derzeit eine Großveranstaltung der Neonazis am 6. Juni in Neuruppin vor. In diesem Zusammenhang stehe der Auftritt der Rechten in Pritzwalk wie auch in anderen Städten. Die Polizei war mit 31 Beamten zugegen, wie Einsatzleiter Peter Reichwald mitteilte. Ein Mensch wurde verhaftet. Dabei handelte es sich um einen offenbar Alkoholisierten, der mit seinen Kumpanen zunächst auf einer Bank saß und durch verfassungsfeindliche Rufe auffiel. Als er mit einem Schraubenzieher einen Beamten attackieren wollte, wurde er abgeführt.

Von Michael Beeskow

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