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Pritzwalk 64. Elb-Havel-Schau in Glöwen mit 469 Tieren
Lokales Prignitz Pritzwalk 64. Elb-Havel-Schau in Glöwen mit 469 Tieren
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11:55 28.10.2018
Leistungsbänder für ihre herausragenden Zuchtergebnisse erhielten Wilfried Spingler, Manfred Protz, Robert Laumer und Steve Piers (v. l.). Quelle: Jens Wegner
Glöwen

Ein lautes Krähen und Gackern schallte den Besuchern entgegen, die am Wochenende zur 64. Elb-Havel-Schau des Kleintierzüchtervereins D 260 Havelberg und Umgebung in den Saal der Glöwener Gaststätte „Zur Quelle” kamen. Rund 40 Züchter aus der Prignitz, aus Ostprignitz-Ruppin und der Altmark zeigten mit den Kleintieren ihre besten Zuchtergebnisse.

Die Kleintierschau in Glöwen war wieder gut besucht. Die Gäste konnten sich viele schmucke Tiere ansehen und vor allem hatten sie die Chance, sich für ihre Zucht Tiere zu kaufen.

„Dieses Jahr war ein Jahr wie kein anderes”, sagte Vereinsvorsitzender Wilfried Spingler. Durch die lange Hitzeperiode litten etliche Taubenrassen so sehr, dass sie eine Sommerpause einlegten. Beim Wassergeflügel waren schlechte Schlupfergebnisse im Frühjahr festzustellen. Dazu käme, dass die Küken gegen Mareksche Geflügellähme geimpft werden mussten. Bei einigen Züchtern wurde der Tierbestand durch Raubzeug reduziert. „Trotzdem haben wir wieder eine schöne Kollektion zusammenbekommen”, konstatierte er und dankte allen Züchtern, die ihre Tiere ausstellten.

Späte Mauser bei den Hühnern

„Der lange Winter und der trockenen Sommer haben den Tieren zugesetzt”, stellte auch der zweite Vorsitzende Marco Piers fest. „Wenn man ein großes Huhn züchten will, muss man die Eier schon Mitte Dezember in den Brutkasten legen. Dieses Jahr haben wir nur eine große Hühnerrasse mit vier Tieren in der Ausstellung. In anderen Jahren waren es schon 30 bis 40 Tiere.” Da es im Oktober noch lange warm war, fangen sie jetzt erst an mit der Mauser. Diese Tiere sehen nun nicht mehr schön aus. Dennoch konnte den zahlreich erschienenen Tierliebhabern eine breite Rassenvielfalt präsentiert werden.

Zu sehen waren 433 Enten, Tauben, Hühner und Zwerghühner sowie 36 Kaninchen. Für die Besucher gab es eine große Tombola. „Bei der Familie Niechziol steht vor der Ausstellung vier Wochen lang die Wohnstube auf dem Kopf. Sie sammeln die Preise von den Sponsoren und bewahren sie zunächst bei sich auf”, lobt Marco Piers das Engagement der Familienmitglieder. Großer Andrang herrschte auch beim Tierverkauf, den Thomas Heinke organisierte und leitete. „Viele kommen von weit her, um bei uns Tiere zu kaufen”, wusste Piers.

Klare Vorgaben bei den Rassemerkmalen

Der Kleintierzüchterverein D 260 Havelberg und Umgebung zählt derzeit 48 Mitglieder, davon ein Jugendlicher im Alter von 14 Jahren. „Wir sind ein sehr junger Verein. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 48 Jahren”, sagte Marco Piers. Die sechs Preisrichter Günter Westphal, Wilfried Lattorff, Hans-Georg Voß, Rainer Schönfeld, Helmut Sperling und Alwin Herrmann bewerteten die Tiere bereits am Freitag und vergaben ihre Punkte. Begutachtet wurde nach Rassemerkmalen, für die es in Deutschland einen Standart gibt, nach Farbe und weiteren Eigenschaften. Wie immer wurden auch dieses Mal wieder Leistungspreise vergeben und die Züchter mit Pokalen geehrt.

„Es gibt Preise auf eine Kollektion. Für den Titel Vereinsmeister muss der Züchter vier Tiere einer Rasse des gleichen Farbschlags haben. Und es müssen alles Jungtiere sein”, erklärte Marco Piers. Beim Leistungszuchtband müssen fünf Tiere einer Rasse und des gleichen Farbschlags in der Kollektion enthalten sein. Bei diesem Preis können Jung- und Alttiere gemischt werden.

Wieder gab es herausragende Züchter

Den Leistungspreis Kaninchen erhielt Marco Poschmann aus Bad Wilsnack für seine Kleinsilber schwarz mit 383,5 Punkten. Den Leistungspreis Wassergeflügel errang Ronny Piers aus Quitzöbel für seine Landenten wildfarbig mit 474 Punkten. An Steve Piers ging der Leistungspreis Hühner und Zwerghühner. Für seine Zwerg-Australorps schwarz erzielte er 479 Punkte.

Der Leistungspreis Tauben ging an Klaus Wilke für seine Orientalische Roller schwarz mit 475 Punkten. Elb-Havel-Pokale und damit die Vereinsmeisterpreise in den Kategorien Kaninchen, Wassergeflügel, Zwerghühner und Hühner sowie Tauben gingen an Marco Poschmann (382,5 Punkte), Thomas Heinke (378 Punkte), Steve Piers (384 Punkte) und Detlef Schulz (377 Punkte).

Von Jens Wegner

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