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Pritzwalk Rückkehrer-Projekt „Landeplatz“ ausgezeichnet
Lokales Prignitz Pritzwalk Rückkehrer-Projekt „Landeplatz“ ausgezeichnet
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01:15 08.07.2018
Mike Blechschmidt (l.) und Axel Leben erhalten von Bärbel Röhncke, der 1. Vizepräsidentin der IHK, die Auszeichnung. Quelle: Elisa Sonnenschein
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Pritzwalk

Das Rückkehrerprojekt „Landeplatz – Ankommen in Nordwestbrandenburg“ ist eines von 20 Projekten, das die Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK) im Wettbewerb „Region Zukunft 2018“ mit einer Goldmedaille prämiert hat. Stellvertretend haben am Mittwoch Daniela Herrling von der Präsenzstelle Pritzwalk der Fachhochschule Brandenburg und Mike Blechschmidt, Vorsitzender des federführenden Vereins Autobahndreieck Wittstock-Dosse, die Auszeichnung entgegen genommen.

Rückkehrerprojekte gibt es einige in der Region. Deren Angebote soll die Kooperation jetzt bündeln. „Wir wollen mit unseren Erfahrungen die Initiativen zu den Themen Rückkehrer und Zuzügler für den Arbeitsmarkt und die Unternehmen generieren“, sagt Blechschmidt. „Das Kirchturmdenken muss aufhören.“ Denn der Vereinsvorsitzende sieht die Region mit den beiden Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin als Ganzes – von Wittenberge bis Neuruppin.

Rückkehrer brauchen Strukturen

Um Rückkehrer – sprich Fachkräfte – zu gewinnen, brauche es Struktur, sagt Blechschmidt. „Wenn zum Beispiel eine Lehrerin an einer Schule in der Region Arbeit bekommt, muss auch ihr Mann eine Stelle finden. Und er ist vielleicht Doktor der Physik.“ Das Netzwerk aus Unternehmen, Kommunen, Vereinen und Initiativen könne helfen, einen passenden Arbeitgeber aufzutun.

Wenn sich spezialisierte Fachkräfte mit ihren Familien ansiedeln wollen, spielen aber laut Blechschmidt auch andere Fragen eine Rolle: Gibt es einen Platz im Gymnasium für das eine Kind und einen in der örtlichen Kita für das andere? „Das braucht Struktur, da wollen wir helfen“, sagt er. Wenn ein Kriterium nicht passe, blase eine Familie schon mal alles ab. „Die Fachkräfte werden sich nicht hinten anstellen.“

Ein Führer durch den Dschungel

Auch der Wohnstandort ist für Zuzügler ein wichtiges Kriterium. Neuruppin steht nach Ansicht von Blechschmidt da auf Platz 1: „Es wird als attraktiv empfunden.“ Wittenberge folge auf Platz 2, auch, weil es den ICE-Anschluss habe. Das sei ein nicht zu verkennender Standortvorteil.

Im Projekt „Landeplatz“ sollen nun Organisationsstrukturen aufgebaut werden, die Rückkehrer und Zuzügler „durch den Dschungel führen“. Von der IHK wird die Kooperation mit 4700 Euro gefördert, der Verein Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock-Dosse trägt noch einmal so viel bei.

Kooperationspartner sind etwa die Städte Pritzwalk und Wittstock, Swiss Krono in Heiligengrabe, ASL in Neuruppin und nicht zuletzt Inkom in Neuruppin. Deren Geschäftsführer Axel Leben war mit zur Preisverleihung nach Potsdam gekommen.

Von Beate Vogel

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