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Pritzwalk Bierkultur aus der Uckermark
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13:04 31.08.2018
Philipp Schünemann erklärte den Gästen in der Museumsfabrik, wie sein Bier entsteht. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Ein viertes Mal hatten die Pritzwalker am Donnerstag die Gelegenheit, sich in der Museumsfabrik mit Bierkultur zu beschäftigen. Es war zugleich der Abschluss der Sommerreihe des Museums. Erneut konnten die Gäste dabei auch im Museumscafé Bier verkosten, diesmal aus der Uckermark.

Philipp Schünemann weihte die Anwesenden in die Geheimnisse des Bierbrauens in der Braumanufaktur Marstall Boitzenburg ein. Mitgebracht hatte er drei Biere zum Probieren: Pils, Urtyp und Porter. Es begann also mit hellem und klarem Bier und endete schließlich mit einem dunklen, würzigen Gebräu.

Die Besucher konnten auch das dunkle Porter probieren und mal am Hopfen riechen. Quelle: Bernd Atzenroth

Dazwischen erklärte Schünemann seinem Auditorium, wie Bier entsteht und wie es speziell in seiner Manufaktur produziert wird. Im Publikum saßen auch drei Selbstbrauer, die all das mit großem Interesse verfolgten. So erfuhren sie, dass Bier eine bestimmte Dauer hat, innerhalb derer man es am besten trinken sollte. Diese beginne nach vierwöchiger Lagerung: „Danach hat man zwei Monate Zeit, das Bier zu trinken.“

„Immer kühl und immer dunkel lagern“

Auf die Frage, wo und wie Bier gelagert werden sollte, meinte er: „Immer kühl und immer dunkel.“ Die Zuhörerschaft erfuhr auch, was Filtration mit dem Bier macht. Filtriert werde Bier wegen der Haltbarkeit, aber dadurch gleiche sich auch der Geschmack der unterschiedlichen Biere an.

Der Urtyp ist ein traditionell gebrautes Lagerbier und der Boitzenburger Kassenschlager. „Es ist nicht filtriert, die Hefe ist noch drin“, erklärt Schünemann. Das Porter wiederum ist ein Schwarzbier, das nur in kleinen Chargen produziert wird. Schünemann gefällt an diesem Bier das schöne Röstaroma, das ausschließlich durch Malz hervorgerufen werde.

„Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht.“

Philipp Schünemann lebt und arbeitet in Boitzenburg. Die dortige Brauerei im Marstall braut seit 2015 klassische Biere. Schünemann begleitet das erfolgreiche Projekt der Brauereimanufaktur seit 2012. Zum Schluss seines Vortrags gab er mit einer Serie von Bildern noch Einblick in die Manufaktur. „Wir sind teilweise noch in der Bauphase“, erläuterte er.

Am Ende zog ein sichtlich zufriedener Museumsleiter Lars Schladitz Bilanz: „Was ich sagen kann: Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht.“ Die Publikumsresonanz für die vier Angebote war unterschiedlich, jedoch am Ende eher besser als am Anfang. Die Abende warten auch durchaus unterschiedlich. War zum Beispiel der Vortrag das Berliners Peter Korneffel eher wie eine Vorlesung, so gab gerade die letzte Veranstaltung einen guten Einblick in die Praxis des Bierbrauens. Lars Schladitz würde gerne daran anknüpfen und denkt über eine Fortsetzung der Reihe nach.

Von Bernd Atzenroth

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