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Pritzwalk Manfred I. kam, sah und siegte
Lokales Prignitz Pritzwalk Manfred I. kam, sah und siegte
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00:22 19.09.2018
Sie errangen die Krone: Kinderkürbiskönigin Maja I. und Kürbiskönig Manfred I. Quelle: Bernd Atzenroth
Bölzke

„Hat das Pferd schon gekackt?“ Das war eine der entscheidenden Fragen am Samstag in Bölzke. Schließlich ist das Pferdebingo seit Jahren ein fester Bestandteil des Kürbisfestes. Bevor aber klar war, in welches der Quadranten, in die eine Grasfläche vor der Kirche aufgeteilt war, der Vierbeiner alles unter sich gehen ließ, musste er erstmal gefunden werden: Schließlich wurden auch kleine Ausritte rund um den Dorfrundling angeboten, und vor allem viele Kinder nahmen die Offerte gerne an.

Das Kürbisfest in Bölzke ist eine kleine, feine Veranstaltung, die immer mehr Zuspruch findet. Hier ein paar Eindrücke von der Krönung der Kürbismajestäten und anderen Besonderheiten.

Derweil war auf der Freifläche vor der Bölzker Kirche einiges los. Einige Gruppen waren per Fahrrad aus Pritzwalk oder anderen Nachbarorten gekommen, so dass es am Nachmittag richtig voll war, worüber sich die Mitstreiter im Förderverein für den Erhalt der Bölzker Kirche, ob nun der Vorsitzende Ralf Doerks, Susanne Gloger oder Jean Boué, sehr zufrieden gaben. Man konnte das auch daran sehen, dass die Bölzker Dorfstraße zugeparkt war wie selten. Nicht alle blieben, bis schließlich am frühen Abend auch der Kürbiskönig gekrönt worden war. Eine Gruppe aus Falkenhagen ließ sich aber die Auflösung des alljährlichen Spektakels zusammen mit den Bölzkern nicht entgehen.

Und auch wenn es nicht ganz so viele Bewerber gab, wie sich das die Veranstalter erhofft haben, gab es zwei würdige Sieger. Als Nachfolger von Fariba I. errang Manfred I. die Würde des Kürbiskönigs. Dabei hatte es den Schönhagener eher zufällig nach Bölzke verschlagen. Aber der Wettbewerb inspirierte ihn spontan zum Mitmachen.

Schätzen, Spucken, Balancieren, Kegeln

Manfred I. setzte sich gegen harte Konkurrenz durch. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen in fünf Disziplinen rund um den Kürbis, vom Kürbiskernweitspucken über das Balancieren eines Kürbis bis zum Kürbiskegeln, bei dem der ein oder andere Minikürbis das Auftreffen auf die Holzkegel nicht überstand. Außerdem gab es zwei Schätzaufgaben: Die Teilnehmer mussten die Masse eines Kürbis und seinen Kernschatz schätzen.

Der spätere Sieger wusste aber schon von Anfang an, dass er gut im Rennen lag, und wartete gespannt auf die Auswertung, die Ralf Doerks und Jean Boué vom Förderverein für den Erhalt der Bölzker Kirche gegen 18 Uhr vornahmen, gerade als zwischenzeitlich mal Regenwetter drohte. Schließlich setzte Doerks dem neuen Regenten die Kürbiskrone auf und überreichte ihm das Kürbiszepter.

Fariba Nilchian führt den Vierbeiner zum Pferdebingo beim Kürbisfest in Bölzke. Quelle: Bernd Atzenroth

Und der Sieger war begeistert. Auf die Frage von Jean Boué, wie er sich fühle, sagte er: „Wunderbar, das ist das beste, was mir passiert ist.“ Zuvor schon war der ebenfalls spannende Kinderwettbewerb ausgewertet worden. Maja I. gewann das Mädchenduell und wurde Kindermajestät. Auch sie strahlte über das ganze Gesicht. Die Kürbiskrone ist übrigens so etwas wie ein Wanderpokal – im kommenden Jahr wird sie wieder neu vergeben. Die bisherige Kürbiskönigin Fariba I. hatte sich diesmal nicht am Wettbewerb beteiligt, kümmerte sich aber dafür während des Kürbisfestes um die Pferdeausritte und das Pferdebingo.

Für die Gäste war es im übrigen eine gute Gelegenheit, sich die derzeitige Ausstellung in der Kirche mit Werken des Berliner Künstlers Albert Ricken anzuschauen. Er war selbst anwesend und stand den Kunstinteressierten Rede und Antwort. Die Ausstellung dauert noch bis Oktober.

Sehenswert ist die Ausstellung mit Bildern und Skulpturen des Künsters Albert Ricken in der Bölzker Kirche. Der Künstler war beim Kürbisfest selbst anwesend. Quelle: Bernd Atzenroth

Ein weiteres Thema des Tages war per Transparent zu sehen: In Bölzke wehrt man sich gegen den Ausbau der B189 zwischen Kemnitz und Heiligengrabe. Dabei ist es nicht einmal die Maßnahme an sich, an der sich die Bölzker stören: „Die Ausbaustufe muss weg“, sagt Ralf Doerks.

Ansonsten aber stand das Feiern im Vordergrund – das Fest ging nahtlos in die Abendveranstaltung über.

Von Bernd Atzenroth

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