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Pritzwalk Eltern-Kind-Zentrum bekommt Snoezelraum
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01:16 09.02.2019
Stolz auf den selbst gebackenen Kuchen: Die Jugendlichen zeigen gerne, womit sie sich in den Stunden vor dem Nachmittagstreff beschäftigt haben – sehr zur Freude von Betreuer Jörg Walther (stehend rechts hinten). Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Das nennt man Service: Wer am Mittwochnachmittag das Eltern- und Kind-Zentrum (Ekidz) in Pritzwalk besuchte, bekam gleich die Frage gestellt, was er denn essen oder trinken wolle. Kein Wunder: Die Kinder und Jugendlichen hatten selbst gebacken und sich zum dritten „Generationencafé“ eine Menge Arbeit gemacht.

Nun präsentierten sie stolz ihre vier Torten, die sie auf einer kleinen Speisekarte anboten. Betreuer Jörg Walther und seinem ganzen Team ist es wichtig, dass die Kinder bei solchen Gelegenheiten etwas Sinnvolles machen. „Vier Kuchen – das ist eine tolle Leistung“, findet er, „umso schöner ist es, wenn sie beim Anbieten des Kuchens ein positives Feedback bekommen.“ Unter anderem bei einer Besuchergruppe aus dem evangelischen Seniorenzentrum Christophorus, die sich zum Kaffeetrinken im Ekidz einfand.

35 Besucher beim Generationencafé

Insgesamt waren an diesem Nachmittag etwa 35 Besucher im Zentrum an der Grünstraße. Das von der evangelischen Kirchengemeinde Pritzwalk betriebene Ekidz hat sich einer offenen Familienarbeit verschrieben. Zum regelmäßigen Besucherstamm zählen zwischen zehn und 25 Kinder und Jugendliche, von denen zehn bis 15 täglich da sind. Dazu kommen ihre Familien, wie auch am Mittwoch.

Diese Wandbild aus aufgeklebten Kordeln haben Kinder unter Anleitung von Lieselotte Korn gebastelt. Quelle: Bernd Atzenroth

Dieser Nachmittag war Teil des Ferienprogramms, das in dieser Woche im Ekidz läuft. Am Montag hatte die bereits elfte Lesenacht in der Einrichtung die Kinder in ihren Bann gezogen. Betreuer Jörg Walther ist immer wieder beeindruckt, wie geduldig sie stundenlang lesen und vorlesen: „Ich hätte nie gedacht, dass ein analoges Medium Kinder noch so begeistern kann.“

Ziemlich analog ging es dann auch am Dienstag zu, als die Kinder unter Anleitung von Lieselotte Korn Wandbilder mit aufgeklebten Kordeln basteln konnten. Die alte Dame ist regelmäßig im Zentrum, bringt auch immer einen Kuchen mit. „Es gibt Kinder, die tatsächlich nur zu dieser Veranstaltung kommen.“

Am Donnerstag steht dann ein Filmetag an, während Spiele den Freitag prägen. Momentan sind dabei mal wieder die „Siedler von Catan“ angesagt.

Sinne erleben und auf Traumreise gehen

Es gibt aber auch noch gute Neuigkeiten aus der Einrichtung: Denn dort wird jetzt ein Snoezelraum eingerichtet. Dafür gibt es eine Anschubfinanzierung in Höhe 5000 Euro über „Kirche im Dorf“. Waltherr bemüht sich darum, weitere 5000 Euro bei der Aktion Mensch einzuwerben.

Snoezelräume haben ursprünglich einen therapeutischen wie pädagogischen Zweck. Die aus Holland kommende Idee ist mittlerweile in vielen Einrichtungen von der Kita bis zum Seniorenheim anzutreffen. Snoezelräume sollen eine angenehme und entspannende Atmosphäre schaffen, damit man darin loslassen und sich geborgen fühlen kann. Im Ekidz soll ein solcher Raum den Kindern aber vor allem ermöglichen, ihre Sinne zu erleben. „Sie können hier sicher chillen, aber auch eine Traumreise erleben“, erklärte Walther.

Von Bernd Atzenroth

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