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Pritzwalk Familie Kobus aus Schönhagen hat viel Glück im Unglück erfahren
Lokales Prignitz Pritzwalk Familie Kobus aus Schönhagen hat viel Glück im Unglück erfahren
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00:25 11.02.2019
Die Pläne für den Neubau ihres Hauses zeigen hier Michael (l.) und Sandy Kobus dem Prignitzer MAZ-Chefreporter Bernd Atzenroth und Pritz­walks Bürgermeister Ronald Thiel (r.). Quelle: Andreas König/Stadt Pritzwalk
Pritzwalk

Das Schicksal der jungen Familie Kobus aus Schönhagen (Stadt Pritzwalk) hatte im Herbst viele Menschen bewegt: Am 23. Oktober war ihr Haus ausgebrannt, in das sie gerade erst ein halbes Jahr zuvor eingezogen waren. Vom einen Moment auf den anderen standen Sandy und Michael Kobus samt Sohn Pepe vor dem Nichts.

Was dann folgte, war eine riesengroße Hilfsbereitschaft, mit der die Familie nie und nimmer gerechnet hatte. „Unglaublich, wie viele Leute uns helfen wollten“, sagt Michael Kobus jetzt, „wir sind wirklich froh darüber – das ist in so einer Situation Gold wert.“ Zumal sie die Familie noch lange beschäftigen wird.

Ein Neubau wird wieder Fachwerk erhalten

Darum freut sie sich auch über die 800 Euro, die ihr aus der weihnachtlichen MAZ-Sterntaler-Sammlung zugesprochen worden waren. Am Donnerstag wurde ihnen die Summe offiziell in der Wohnung am Goetheweg übergeben, wo die Familie seit dem Brand lebt. „Sehr schön, dass ich zum ersten Mal auf Sie treffe“, sagte dabei Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel, der unter anderem über die MAZ aber ständig im Bilde war.

Es ist nach wie vor der feste Plan der Familie, das Haus möglichst so wieder errichten zu können, wie es war. Ganz so wird es aber nicht gehen: „Wir müssen etwas anders bauen, um die Bestimmungen einzuhalten“, erklärt Michael Kobus. Was auch hilft, ein paar Dinge zu verbessern. Und das Haus wird wieder Fachwerk erhalten, „so wie es früher einmal war“.

Der Bauantrag ist gestellt

Inzwischen liegt der Bauantrag beim Bauamt. Der beauftragte Bauunternehmer kümmert sich um Kostenvoranschläge. Und es stehen noch Gespräche mit der Versicherung aus.

Die Versicherung – das ist ein Thema, was Familie Kobus sehr beschäftigt hat. Weil zum Zeitpunkt des Brandes die Eintragung ins Grundbuchamt noch nicht vorlag, musste die Versicherung des Vorbesitzers eintreten, die auf eine geringere Wohnfläche ausgelegt war.

Bislang hat das Zusammenspiel zwar funktioniert – vereinfacht hat dieser Umstand die Sache aber nicht, auch nicht finanziell. Michael Kobus betont, dass er und seine Frau versuchen, die Angelegenheit so weit wie möglich gütlich zu regeln.

Nach einem Jahr ins Grundbuch eingetragen

Teuer kommt die Familie all dies schon – die 800 Euro kann sie gut brauchen, auch wenn sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Beim Abriss des abgebrannten Hauses, von dem im Moment nur noch ein kleiner Rest steht, war die Familie sehr auf sich selbst angewiesen: „Wir haben viel in Eigenleistung gemacht, etwa den Abriss und die Entsorgung der Dachbalken“, erzählt Michael Kobus.

Im übrigen ist gerade – nach mehr als einem Jahr – die Benachrichtigung über den nun erfolgten Eintrag ins Grundbuch bei der Familie eingegangen.

Immerhin: Für die Eltern von Sandy Kobus, die eigentlich im April im Haus einziehen wollten und ihre alte Wohnung bereits aufgegeben hatten, ist in Schönhagen eine Lösung gefunden worden, bis das Haus schließlich fertig ist.

In die Feuerwehr eingetreten

Ronald Thiel freute sich, dass die Familie nicht ihren Mut verloren und am Traum vom eigenen Haus festgehalten hat: „Gut, dass das auf dem Weg ist, bei allen Schwierigkeiten, die Sie noch haben.“

Auch wenn alles noch schlimmer hätte kommen können – schließlich ist niemand körperlich zu Schaden gekommen –, haben Sandy und Michael Kobus für die Zukunft Konsequenzen gezogen. Natürlich wird der Kamin im Haus einen anderen Abzug erhalten – hier lag die Ursache für den Brand. Bei der Fertigstellung des Hauses wollen sie sich auf keinen Zeitpunkt festlegen.

Und: Michael Kobus ist in die Feuerwehr eingetreten, die ihm und seiner Familie in Schönhagen so sehr geholfen hatte.

Von Bernd Atzenroth

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