Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Pritzwalk Straße muss eigentlich neu gebaut werden
Lokales Prignitz Pritzwalk Straße muss eigentlich neu gebaut werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:25 29.08.2018
Für Radfahrer ist die Freyensteiner Chaussee eine schwer zu fahrende Route.  Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Für Radfahrer ist es nicht schön, von Pritzwalk aus über die Freyensteiner Chaussee Richtung Beveringen zu fahren. Neben dem Kopfsteinpflaster gibt es zwar einen kleinen asphaltierten Streifen, der sich aber zur Seite neigt. Ergo: Die Qualität lässt zu wünschen übrig. Das fand auch schon eine Schülerin, die immer auf der Strecke fährt und gleich 700 Unterschriften dafür sammelte, dass sich an diesem Zustand etwas ändern sollte.

Nun beschäftigten sich erstmals der Stadtentwicklungsausschuss und der Ordnungsausschuss der Pritzwalker Stadtverordneten am Dienstag auf ihrer gemeinsamen Sitzung mit der Thematik, so wie es Bürgermeister Ronald Thiel nach der Unterschriftenaktion zugesagt hatte. Zunächst wurde das Thema unter Informationen und Anfragen behandelt. Der zuständige Amtsleiter Halldor Lugowski kündigte an, bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses die Möglichkeiten zu prüfen, um etwas an dem Zustand zu ändern.

Landesstraßenteil gehört zum grünen Netz

Deutlich wurde bei der Sitzung: Das wird keine ganz einfache Angelegenheit. Immerhin: Das schlimmste Streckenstück, nämlich die Freyensteiner Chaussee, befindet sich in gemeindlicher Trägerschaft. Hier hat es also die Kommune selbst in der Hand, etwas zu tun, müsste aber für einen kombinierten Rad- und Gehweg neben der Straße Gelände zukaufen, wie Friedhelm Müller für die Stadt erklärte.

Außerhalb des Orts handelt es sich aber ab dem Abzweig an dem sich die Straßen Richtung Sadenbeck und Beveringen verzweigen, um eine Landesstraße. Die gehört nach Auskunft des Landesbetriebs Straßenwesen zum grünen Netz, und der Landesbetrieb sieht deswegen keine Möglichkeit, selbst Unterhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Dabei war dereinst sogar ein Radweg genau entlang dieses Streckenstücks geplant – dieser habe sich aber in den neunziger Jahren nach Zusammenlegung der Kreise Perleberg und Pritz­walk zum Landkreis Prignitz erledigt.

Lösung mit gestrichelter Linie?

Aber auch dort, wo die Stadt es selbst beeinflussen kann, ist die Angelegenheit kompliziert, alleine wegen der vielen unterschiedlichen Straßenbreiten auf dem kurzen Streckenstück. Lugowski hält jedenfalls nichts davon, auf der kurzen Strecke drei verschiedene Radwege anzulegen.

Jean Duwe (FDP) gab eine Anregung, die auch andere dann aufgegriffen: „Geht nicht auch eine Lösung mit einer gestrichelten Linie?“ meinte er, „warum ist das bei uns nicht möglich?“ Er erinnerte sich daran, so etwas beim letzten Besuch in der Partnerstadt Winsen/Luhe gesehen zu haben. Katharina Zimmermann (SPD) ergänzte, dass man dazu den Erfahrungsaustausch mit Neuruppin suchen sollte, „die haben solche Streifen in den Ortsteilen“, erklärte sie.

Man wird um einen Neubau nicht herumkommen

Der Ausschussvorsitzende Michael Ballenthien (CDU) ging noch einen Schritt weiter: „Wir sehen, was getan werden muss – die Straße muss eigentlich neu gebaut werden.“ Dem pflichtete Halldor Lugowski bei: „Am Ende wird man um einen Neubau nicht herumkommen.“ Der Amtsleiter betonte, dass Bürgermeister Ronald Thiel viel daran liege, dass diese Problematik angegangen werde, „vor allem für die Radfahrer“.

Von Bernd Atzenroth

Wie man sich gegenseitig aus der Isolation holt, zeigt eine Gruppe von Eltern behinderter Kinder, die sich im Pritzwalker Eltern-Kind-Zentrum trifft. Sie war 11 111. Besucher in dem Zentrum.

01.09.2018

„Real-Unreal“ – so lautet der Titel der Ausstellung mit Bildern von Horst Dietzel. Sie wird in den Räumen der Kunstfreunde Pritzwalk im alten Stadt- und Brauereimuseum am Samstag eröffnet.

28.08.2018

Die Außensanierung der Sadenbecker Kirche verläuft planmäßig. In drei Wochen soll alles fertig sein. Die Initiatoren bedanken sich bei den Handwerkern und Förderern. Zur Fertigstellung soll es einen Gottesdienst geben.

31.08.2018