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Pritzwalk Hier gibt’s das Brot noch handgemacht
Lokales Prignitz Pritzwalk Hier gibt’s das Brot noch handgemacht
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18:38 07.02.2019
Brot vom Bäcker. Quelle: Susanne Liedtke
Prignitz

Brot vom Bäcker um die Ecke oder aus der Brottheke vom Supermarkt? Für viele Kunden keine Frage. Handwerk sticht für sie Backfabrik. Hier bekommen Sie in der Prignitz ihr Brot und die Brötchen noch handgemacht.

Bäckerei Jahnke in Pritzwalk

Bei ihnen ist Backen eine Familienangelegenheit (v.l.):Simona Jahnke, Dieter Jahnke und Erika Jahnke. Quelle: Bernd Atzenroth

Hier geht noch alles sehr traditionell zu: Vom Hefeteig „wie zu Vatis Zeiten“ bis zum Mischbrot mit Sauerteig. „Die Jungs stehen nachts noch selbst in der Backstube“, sagt Simona Jahnke. Gebacken wird nach Bedarf, und der kann sehr unterschiedlich sein, weshalb sich das Team abends einen Backzettel für den Tag macht.

In der Bäckerei gehen neben dem Mischbrot auch Roggenbrot und Dinkelbrot sehr gut. Simona Jahnkes Spezialität ist insbesondere die Konditorei, und auch bei Spritzkuchen, Schnecken und Torten regiert die Tradition. Foto-Torten lehnt sie ab – lieber zaubert sie Bilder auf klassische Konditor-Weise. Hier hilft ihr auch, dass sie sich privat mit Malerei beschäftigt.

Bei Jahnkes ist das Backen Familiensache

Seit Simona Jahnkes Großvater Werner Jahnke den Bäckerberuf 1936 in Berlin-Schöneberg ergriff und 1938 schließlich nach Pritzwalk kam, ist das Backen Familienangelegenheit.

Ihr Vater Dieter Jahnke, ebenfalls ein gelernter Bäckermeister, leitete von 1966 bis Ende 2006 den Familienbetrieb. Simona Jahnke hat die Bäckerei am 1. Januar 2007 von ihren Eltern übernommen.

„Im Notfall stehen meine Eltern aber immer noch im Laden“, berichtet Simona Jahnke. In der Familie bleibt der Betrieb ohnehin, denn auch ihr Sohn Christian ist Bäcker und hat seinen Meister gemacht.

Und ihr Mann hat sogar 2017 den Tischlerberuf aufgegeben, um in der Backstube mitzuarbeiten. „Das macht er sehr gut, und es macht ihm auch Spaß“, freut sich Simona Jahnke.

Geöffnet sind die beiden Filialen der Bäckerei am Meyenburger Tor und an der Grünstraße dienstags bis freitags von 6 bis 18 Uhr sowie samstags von 6 bis 11 Uhr.

Bäckerei Pickert in Pritzwalk

Bäckermeister Heiko Pickert hat eine sehr klassische Berufsauffassung: Wichtig ist ihm sein Brot und eine große Auswahl an Kuchen. Quelle: Susanne Liedtke

Brot war beim Bäcker immer das, was wichtig“, sagt Heiko Pickert und umreißt damit auch seine eigene Berufsauffassung: „Wir legen Wert darauf, dass wir ein relativ großer Brotbäcker sind“, betont der Bäckermeister aus Pritzwalk.

Und so ist er stolz auf das Mischbrot, das in seiner Bäckerei produziert wird und auch bei Qualitätsprüfungen sehr gute Noten erhalten hat. „Wir machen das immer noch wie früher“, sagt er.

Reichhaltige Kuchenauswahl

Den zweiten Schwerpunkt legt er auf eine besonders reichhaltige Kuchenauswahl. „Die Vielfalt an Kuchen ist unsere Kernkompetenz. Deswegen kaufen ihn die Leute bei uns“, ist er sich sicher. Und natürlich folgt auch der selbst gebackene Kuchen bei Pickert den Regeln der guten, alten Handwerkskunst.

Konsequent ist es da, dass sich die Bäckerei Pickert „nicht so sehr auf Snack-Geschichten gestürzt hat“, wie er es formuliert: „Ein Bäcker sollte Kuchen verkaufen“, findet er. All das hat auch einen Preis, aber den kann er gut mit der richtigen Qualität rechtfertigen.

Bäckermeister Heiko Pickert hat eine sehr klassische Berufsauffassung: Wichtig ist ihm sein Brot und eine große Auswahl an Kuchen. Quelle: Susanne Liedtke

Seit 1936 gibt es die Bäckerei Pickert. Heiko Pickerts Großvater hat sie gegründet. Der heutige Inhaber, der seit 1999 Bäckermeister ist, hat sie 2001 übernommen und führt das Familienunternehmen in dritter Generation.

Die Bäckerei befindet sich in der Doerfelstraße 11 und hat in Pritzwalk eine Filiale in der Marktstraße. „Wir denken darüber nach, sie auszubauen und zu erneuern“, verriet er.

In Putlitz findet man die Bäckerei Pickert im Edeka-Markt an der Burghofwiese. Darüber hinaus ist die Bäckerei Pickert in Meyenburg am Wilhelmsplatz 4 präsent. Und sie betreibt einen Verkaufswagen, der im Umkreis von 15 bis 20 Kilometern in den Dörfern unterwegs ist.

22 Mitarbeiter sind im Team

22 Mitarbeiter sorgen dafür, dass Brot und Kuchen morgens frisch in die Auslage kommen können. Heiko Pickert ist es wichtig, diese Mitarbeiter als Team zu betrachten, ohne das die Bäckerei nicht zu denken wäre. Insbesondere ist ihm aber seine Frau wichtig, mit der er gemeinsam die Geschicke der Bäckerei lenkt.

Öffnungszeiten: in der Doerfelstraße in Pritzwalk dienstags bis freitags von 6 bis 18 Uhr sowie samstags von 6 bis 12 Uhr; in der Marktstraße in Pritzwalk montags bis freitags von 6 bis 17 Uhr und samstags von 6 bis 12 Uhr, in Meyenburg dienstags bis freitags von 6 bis 17 Uhr und samstags von 6 bis 12 Uhr sowie im Putlitzer Edeka-Marktmontags bis freitags von 8 bis 19 Uhr sowie samstags von 8 bis 18 Uhr.

Bäckerei Thätner in Putlitz

„Liebesknochen“ und „Schillerlocken“ sind nur zwei der Spezialitäten, die in der Bäckerein Emil Thätner in Putlitz angeboten werden. Aber wie alles andere auch, werden sie nach den alten Rezepten „von damals“ gebacken, wie Inhaber Michael Gramentz der MAZ erzählt. Alles wird noch per Hand gespritzt oder aufgerollt, und das ist es dem 31-Jährigen auch wert.

Seit drei Jahren nun betreibt er in fünfter Generation die Bäckerei, die 1889 sein Ur-Ur-Großvater Emil Thätner gegründet hatte. Warum die Inhaber heute Gramentz heißen, ist schnell erklärt: Als Emil Thätners gleichnamiger Sohn 1948 starb, führte zunächst seine Frau Agnes die Bäckerei durch die schweren Nachkriegsjahre.

Familienbetrieb blieb trotz der Schicksallschläge

Ihr Sohn Willi, der gerne die Tradition fortführen wollte, war aber als Soldat 1944 in Russland ums Leben gekommen. Doch die Bäckerei blieb in der Familie: Seine Schwester Brunhilde legte 1951 den Abschluss als Bäckermeisterin ab, und gemeinsam mit Ehemann Georg Gramentz wurde sie auch Konditormeisterin.

Gelernt hat Michael Gramentz sein Handwerk aber in Potsdam, und auch für den Meisterkurs verließ er noch einmal die Region. Zunächst hatte er auch vor, noch an anderen Stationen Berufserfahrung zu sammeln. Doch drei Wochen in einer Großbäckerei in Waren zeigten ihm, was er nicht er nicht will: „Das hat mir überhaupt nicht zugesagt – dafür habe ich nicht meine Handwerkslehre gemacht.

Michael Gramentz zog es wieder nach Hause

Und so kam er ganz schnell wieder nach Hause, wo ihn sein Vater 2010 fragte, ob er in Putlitz bleibt. Das tat er, und als sein Vater infolge eines Unfalls eineinhalb Jahre ausfiel, bewährte sich der Sohn in der Backstube. Mit momentan sechs Mitarbeiter führt er die alte Handwerkstradition in Putlitz weiter.

Geöffnet hat die Bäckerei in der Karl-Marx-Straße 6 in Putlitz dienstags bis freitags von 6.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 13.30 Uhr bis 18 Uhr sowie samstags von 6.30 Uhr bis 11 Uhr. Die Bäckerei Thätner betreibt auch einen Verkaufswagen, der über die Dörfer fährt. Dort seien zu „70 bis 80 Prozent“ Rentner die Kunden.

Bäckerei Schumacher in Berge

Einen modernen Ofen, eine begehbare Kühlung und einen Ladenbackofen gibt es in der Familienbäckerei Schumacher in Berge. Das Angebot umfasst bei den Brötchen etwa 15 Sorten, wobei immer wieder neue Ideen hinzukommen – unter ihnen der Prignitzsemmel mit Zutaten aus der Region.

Hinzu kommen zahlreiche Brotarten und selbst gemachte Kuchen. Mit seinem Verkaufswagen ist Inhaber Ulf Schumacher in einem Umkreis von über 30 Kilometern bis nach Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und das fast täglich.

Geöffnet ist die Bäckerei in der Friedensstraße 19 am Montag von 6.30 Uhr bis 11.30 Uhr, dienstags bis freitags von 6.30 Uhr bis 12 Uhr und 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr sowie am Samstag von 7 Uhr bis 10.30 Uhr.

Bäckerei Höfler in Perleberg

Alexandra (l.) und David Ott (r.), Inhaber der Bäckerei Höfler in Perleberg, präsentieren Christoph Böhrnsen (m.), Ortswehrfüher der Freiwilligen Feuerwehr Perleberg, das Feuerwehr-Brot zum Jubiläum der Perleberger Brandschützer. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Statt Stehtische gibt es in der Bäckerei Höfler in Perleberg, Großer Markt 8, ein Sitzcafé. Vor fast sieben Jahren übergaben Bäckermeister Winfried Höfler und Ehefrau Marianne ihre Bäckerei in jüngere Hände. Mit Tochter Alexandra und Schwiegersohn Daniel Ott haben sie kompetente Nachfolger gefunden.

Sie ist gelernte Konditormeisterin, er hat das Bäckerhandwerk bereits bei Winfried Höfler erlernt. Im Sortiment sind neben 25 Brot- und ebenso vielen Sorten an Brötchen auch ein kleines Snack- und Suppenprogramm im Sortiment.

Feuerwehrbrot aus Bäckerhand

Das traditionsreiche Handwerk wird mit der Backstube gleich neben dem Verkaufsraum auch weiterhin großgeschrieben. In der Filiale gibt es neuerdings auch ein Feuerwehr-Brot, anlässlich des 150. Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Perleberg in diesem Jahr.

Damit will Inhaber David Ott die ehrenamtlichen Brandschützer seiner Stadt unterstützen. „Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Die machen das alle freiwillig und haben die Unterstützung verdient“, sagt er.

Von dem Kauf aller Backwaren, die mit dem Feuerwehr-Logo versehen sind, gehen 20 Cent an die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Am Sonntag bleibt die Bäckerei Höfler geschlossen. In der Woche ist sie von 6 bis 18 Uhr, am Montag jedoch von 6.30 bis 17 Uhr geöffnet. Am Samstag öffnet das Geschäft von 6 bis 11 Uhr.

Bäckerei Eichler in Perleberg

Handwerklich traditionell, so wird die Bäckerei Eichler in Perleberg noch heute geführt. In eigener Backstube gleich neben dem Verkaufsraum ist jeden Morgen schon in der Frühe Hochbetrieb, um 6 Uhr stehen die ersten Kunden im Laden.

Heiko Steckmann übernahm mit seiner Frau Annett Eichler den Betrieb von Wolfgang und Brigitte Eichler in der fünften Generation. Als sich Heiko Steckmann in die Tochter eines Bäckermeisters verliebte, sattelte er beruflich um und machte beim Schwiegervater die Lehre. 1999 hatte er den Meisterbrief in der Tasche.

Hauseigene Rezepturen

Die vielen hauseigenen Rezepturen trägt er fast ausnahmslos weiter. Im Geschäft, in der Hamburger Straße 10, sind täglich etwa 25 verschiedene Sorten Brötchen im Repertoire. Neben dem Standardsortiment gibt es Körnerbrötchen, Spezialitäten mit Roggenschrot ohne Ölsaaten, Hörnchen, aber auch Mohnzöpfe. Hinzu kommen ein Dutzend verschiedenen Brotsorten.

Das gilt auch für die Kuchen. Experimente in der Backstube lehnen Heiko Steckmann und Annett Eichler ab. Es werde meist saisonal und abhängig von der Natur gebacken. Am Montag und Sonntag bleibt die Bäckerei Eichler geschlossen. Dienstags bis freitags ist von 6 bis 18 Uhr, samtags von 6 bis 11 Uhr geöffnet.

Landbäckerei in Krampfer

Das Handwerk hat bei Bäckermeisterin Sandra Schultz einen hohen Stellenwert. In ihrer Landbäckerei in Krampfer stehen die traditionellen Rezepturen an oberster Stelle.

Der Teig wird mit der Hand abgewogen und geformt – Maschinen kommen nur für das Nötigste zum Einsatz. Mehr als ein Dutzend Sorten hält die Bäckerei im Bereich Brötchen vor. Auch bei der Herstellung von Kuchen geht die 47-Jährige Bäckermeisterin keine Kompromisse ein.

Sandra Schulz lernte das Handwerk im elterlichen Betrieb

Vor acht Jahren hat sie ihre Eltern Manfred und Giesela an der Führungsspitze abgelöst. Die hatten das Unternehmen 1981 gegründet. Mit 23 Jahren begann Sandra Schulz eine verkürzte Lehrzeit im elterlichen Betrieb.

Neben ihrem Geschäft in der Dorfstraße 23 in Krampfer, werden mit dem mobilen Verkaufswagen unzählige Dörfer in einem Umkreis von etwa 50 Kilometern angefahren. Die Hauptfiliale ist dienstags bis freitags von 6.30 bis 11 Uhr und am Samstag von 7 bis 10 Uhr geöffnet. Die Routen des Verkaufswagens werden in regionalen Anzeigenblättern bekanntgegeben.

Bäckerei Erfert in Wittenberge

Bäckermeister Lars Erfert in seiner Backstube in der Bad Wilsnacker Straße 15. Quelle: Jens Wegner

Inhaber Lars Erfert, 51, übernahm den Betrieb 2002 von seinem Vater und führt in nun in fünfter Generation. Seit 1859 existiert die Bäckerei Erfert in Wittenberge.

Spezialitäten sind die Nougat-Plätzchen, Nougat-Sandringe und Biskuit-Gebäck mit Maraschino. „Die Maraschino-Sachen gibt es nirgendwo anders”, so Erfert. Bäckermeister Lars Erfert liebt an seinem Beruf die Vielfältigkeit. „Jeden Tag bestellen die Kunden was anderes. Jeder Tag ist anders”, sagte er.

Rund 350 Produkte im Angebot

Rund 350 verschiedene Produkte befinden sich in seinem Portfolio, die abwechseln produziert werden. Seit vielen Jahren sponsert Lars Erfert einen 3,6 Meter langen Riesenstollen, der zur Eröffnung des Wittenberger Weihnachtsmarktes angeschnitten und an die Besucher verschenkt wird.

Zur Wende 1989 gab es rund 12 Bäcker in Wittenberge, erinnerte er sich. Heute sind es noch zwei. Bewerbungen auf eine Lehrstelle erhält er heute zu seinem Bedauern so gut wie gar nicht mehr

Es gibt sogar einen Produktionsverkauf

Die Bäckerei befindet sich in der Bad Wilsnacker Straße 15 in Wittenberge (hier Produktionsverkauf von 5 bis 10 Uhr) die Hauptfiliale in der Bahnstraße 34. Geöffnet ist sie montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 12 Uhr.

Die Bäckerei Erfert hat in Wittenberge noch zwei Filialen in der Perleberger Straße 128 und der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 19 sowie einen Verkaufswagen, der über die Dörfer fährt.

Bäckerei Götz in Wittenberge

Die Hauptfiliale in der Kyritzer Straße 88 in Wittenberge. Quelle: Jens Wegner

Seit 2007 ist der Wittenberger Bäcker Marco Götz, 41, selbstständig. Sein Opa hatte die Bäckerei in Breese. Hat die aber kurz nach der Wende geschlossen. Marco Götz hatte den Wunsch, in die Fußstapfen seines Großvaters zu treten. Er hat Bäcker gelernt, auch um den Landen seines Großvaters in Breese wieder zu eröffnen.

Chili-Ingwer-Herzen sind eine Kreation der Frau

Zu seinen Spezialitäten gehören unter anderem Domino-Steine, Lärchen (Törtchen aus Mürbeteig), Vollkorn- und Mischbrot aus Mürbeteig sowie Chili-Ingwer-Herzen, eine Kreation seiner Frau. „Wir produzieren alles zu 100 Prozent selbst. Alles mit frischen Zutaten.“

„Die Torten zu bestimmten Events sind immer mehr im Kommen”, sagte er. An seinem Beruf liebt er die Produktvielfalt, in der Selbstständigkeit entscheiden zu können, was er jeden Tag macht und die Kreation neuer Produkte.

Die Bäckerei befindet sich in der Kyritzer Straße 88 in Wittenberge, geöffnet ist sie dienstags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 10 Uhr.

Filialen gibt es in der Wittenberger Straße 56 in Breese und in der Großen Straße 8 in Bad Wilsnack.

Bäckerei Grünberg in Lenzen

Die Pfannkuchen von Ulf Grünberg sind spitzenmäßig - wie auch das Vollkornbrot und die Schnecken für Wittenberge. Quelle: E-Mail-MVD

Die Backstube der Lenzener Bäckerei Grünberg wird von Geräten eingenommen, die es längst nicht mehr überall gibt: So nutzt Bäckermeister Ulf Grünberg einen Drehhebelkneter, in dem er seinen Sauerteig aus eigenem Ansatz fertigt. Dreimal wird der Teig gerührt und ruhen gelassen, bis um 3.30 Uhr in der Frühe die fertigen 20 Brot- und 23 Brötchensorten aus dem Backofen kommen.

Besonders beliebt ist das Großvaterbrot

Besonders gern gekauft wird dabei das „Großvaterbrot“, das es seit drei Jahren gibt. „Das ist wirklich ein Opa-Brot, denn mein Großvater, der sich 1952 in Lenzen als Bäcker niederließ, hatte es in seinem Bestand. Es ist ein Weizen-Mischbrot mit kräftiger Kruste, und es wird sogar auf dem Herd gebacken“, erzählt Grünberg.

Die „Lenzener“ gehen weg wie warme Semmeln

Unter den Brötchen sind die knackig-feuchten „Lenzener“ am beliebtesten. Und unter den Kuchen sind die Pfannkuchen aus Bäckerhand der Star.

Als vor einigen Jahren der Wittenberger Bäcker Schernikau in den Ruhestand ging, wurde das Geschäft von der befreundeten Bäckerei Grünberg als Filiale übernommen.

„Wir übernahmen auch die Rezepte für das Roggen-Vollkornbrot und die Schnecken, weil die Wittenberger die seit Jahrzehnten so kennen und lieben“, sagt der 40-Jährige.

Geöffnet ist die Bäckerei an der Neustadtstraße 2 in Lenzen Montags von 7 bis 11 Uhr, dienstags bis Freitags von 7 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr sowie samstags von 7 bis 11 Uhr.

Bäckerei Ditten in Karstädt

Ein originaler Steinbackofen aus dem Jahr 1936 macht die Backwaren der Bäckerei Ditten in Karstädt zu etwas ganz Besonderem. Von Montag bis Samstag wird täglich frisch gebacken. Vor über 120 Jahren gründete Paul Ditten die Backstube, die heute in der vierten Generation von Ur-Enkelin Jacquelin Seemann betrieben wird.

2004 übernahm sie die Leitung der Bäckerei, die fünf Angestellte zählt. Ihr Urgroßvater Paul August Wilhelm Ditten aus Premslin kaufte am 1. Mai 1897 ein Haus in der Straße des Friedens und machte daraus eine regelrechte Familienbäckerei.

Aus dem damaligen Herrenzimmer wurde nun, nach einem Umbau, sogar ein kleines Café, das alle Gäste zum Verweilen einlädt. Die Bäckerei ist wochentags von 6.30 Uhr bis 18 Uhr und samstags von 6 Uhr bis 12 Uhr geöffnet

Von Marcus Pfeffer, Bernd Atzenroth, Jens Wegner und Kerstin Beck

Zum 8. Geburtstag bekam Aurora Stricker ein ganz besonderes Geschenk: Das an Diabetes erkrankte Kind erhielt 750 Euro aus der MAZ-Sterntaler-Aktion. Das Geld soll helfen, einen diabetischen Warnhund anzuschaffen.

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Hilfe für Menschen in Not: Die Sozialboutique des DRK in Pritzwalk ist auf Spenden angewiesen. Gleichzeitig werden für die anstehenden Blutspenden und den Hospizdienst ehrenamtliche Helfer gesucht.

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