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Pritzwalk Herbstleuchten im Zeichen der Sonnenblume
Lokales Prignitz Pritzwalk Herbstleuchten im Zeichen der Sonnenblume
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01:16 03.09.2018
Bunte Fabelwesen erleuchteten in der Dunkelheit die Innenstadt. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Je später der Abend, desto schöner die Beleuchtung: So war es auch beim 6. Herbstleuchten in Pritzwalk am Freitag. Als die Dämmerung gegen 20.30 Uhr hereinbrach, erhielt das zuvor eher dezent angestrahlte Rathaus seine eigene Sonne per Beleuchtung, ganz passend zum Thema des Abends, der ja diesmal ein Sonnenblumenfest sein sollte.

Es ist wieder bunt und märchenhaft: Beim Pritzwalker Herbstleuchten gab es wieder allerhand fürs Auge. Hier ein paar erste Eindrücke.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Straßen rund um den Stadtkern rappelvoll mit Menschen, die auch aus der Umgebung gekommen waren, um an diesem stimmungsvollen Abend dabei zu sein. Und das ist es, was diese Veranstaltung seit Jahren ausmacht und von vielen anderen unterscheidet: „Die Stimmung ist einfach total schön“, schwärmte Martina Liedtke, Vorsitzende der IG Innenstadt, die zusammen mit der Stadtverwaltung das Ereignis in Szene gesetzt hat.

Den Gästen wurde eine Menge geboten. So gab es am Nachmittag bereits viele Aktivitäten für Kinder. Traditionell präsentierte sich das Dorf Steffenshagen mit einem Schwein am Spieß, später auch mit Waffeln. Direkt daneben voltigierten die Kinder der RSG Pritzwalk.

Menschenmassen drängten sich durch die Marktstraße. Quelle: Bernd Atzenroth

Als es richtig dunkel war, erleuchteten weitere bunte Fabelwesen zusätzlich die Stadt – selbst Teile der Stadtverwaltung um Heike Fuchs mischten sich zusätzlich darunter. Schließlich ein Höhepunkt zum Schluss, als Künstlerin Estafania, die eigens aus Köln angereist war, mit einer eindrucksvollen Licht- und Tanzshow aufwartete. Mal war sie vom Licht in Sterne, mal in ein Gitternetz, mal in Sonnenblumen gehüllt. Und zum Schluss projizierte sie sogar das Logo des Herbstleuchtens und der IG Innenstadt in die Luft.

„Ein ganz dolles Dankeschön an alle, die dies organisiert haben“, sagte eine Bürgerin, der dies richtig am Herzen lag. Sie findet, dass Pritzwalk so ein Fest braucht. „Man muss doch was für die Stadt machen“, sagt sie und wünscht sich, dass es das noch lange geben möge.

Richtig begeistert war auch Bürgermeister Ronald Thiel, der sich noch an die kleinen Anfänge der Veranstaltung vor ein paar Jahren erinnert und staunt, dass dies jetzt ein Selbstläufer geworden ist. Damals wurden auch die vier Schwerpunktveranstaltungen der Stadt für das Jahr festgelegt, und aus Sicht Thiels hat sich das Konzept bewährt.

Sein Stellvertreter Dietmar Sachs ergänzt, dass die Menschen nach den Ferien vor allem gerne zusammenkommen, um sich auszutauschen – was auch so gewollt sei. „Deshalb haben wir auch keine Band engagiert“, erklärt er.Je dunkler es wurde, desto mehr wurde auch wieder das Pritzwalker Rathaus angestrahlt. Und die Sonne passte zum Thema des Abends.Bernd Atzenroth

Es gab nur eine musikalische Untermalung für das gesamte Gelände – was eine gute Anlage erforderte, bei der man sich auch nebenher unterhalten konnte.

Das Motto des Abends wurde durchgehalten, obwohl es in diesem Jahr nicht mehr gar so viele „echte“ Sonnenblumen gab, was der Witterung und dem heißen Sommer geschuldet war. Dennoch: Beim Wettbewerb um die schönste Sonnenblume gab es immerhin ein Exemplar, das drei Meter Höhe überschritten hatte, was natürlich eine Auszeichnung wert war. Moritz Blankenburg aus Beveringen hieß der junge Mann, der dafür den Preis einheimste. Der zweite Preis ging hier an die Kreativgruppe der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule, der dritte an drei Kinder. Die zehnjährige Lene Schröder wiederum hatte sich eigentlich zu spät gemeldet, war aber die einzige, die eine Sonnenblume im Topf vorbeibrachte. Diese beiden Sonnenblumen schlugen quasi in Pritzwalk Wurzeln. Sie setzten beim Herbstleuchten das diesjährige Motto perfekt um. Die Fortbewegung im Blumentopf gestaltete sich allerdings etwas schwierig.Bernd Atzenroth

Auch ansonsten war das Thema überall präsent.Wurzeln schlugen zwei menschliche Sonnenblumen: Sie bewegten sich im Blumentopf fort, was gewissermaßen besondere Anforderungen an sie stellte. Die Stadt war gefüllt mit Fabelwesen, die entweder riesige Seifenblasen produzierten oder an denen die Kinder gerne zurrten. Das Motto Sonnenblumen fand sich überall wieder, etwa auf der Bühne am Markt, die reich dekoriert war mit Blumen.

Dort wurden die Sieger der einzelnen Wettbewerbe geehrt. Beim Malwettbewerb gewann Eva Michels, Zweite wurde Mia-Sofie Kleinwächter, Dritter Fred Timm. Beim Basteln heimste die Kita Kinderland den ersten Preis ein, gefolgt von der Kita Tausendfüßler, der Kita Allerhand und der Villa Berti. Ein Dankeschön gab es auch an die Gruppe von der CJD-Schule Hoppenrade und an die Klangschalengruppe des KMG-Seniorenheims.

Von Bernd Atzenroth

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