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Pritzwalk Informationen über den Gewerbepark Prignitz
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01:16 16.11.2018
Im Gewerbepark Prignitz arbeiten zurzeit 2700 Menschen in unterschiedlichen Betrieben, hier zum Beispiel Nordgetreide. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Es war eine neue Situation, mit der sich alle Beteiligten auseinandersetzen mussten: Weil es keinen gültigen Bebauungsplan mehr für den Gewerbepark Prignitz gab, ließ der Landkreis die Situation von zwei Büros analysieren. Darüber gaben am Montag der zuständige Geschäftsbereichsleiter in der Kreisverwaltung, Andreas Ditten, und der Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz (WFG), Uwe Büttner, dem Pritzwalker Stadtentwicklungsausschuss Auskunft. Getagt wurde im Hotel Falkenhagen, die Anwesenden nutzten dies, um sich Kerne des Gewerbeparks Prignitz für die weitere Entwicklung des einst auf 376 Hektar konzipierten Gewerbegebiets gemeinsam anzusehen.

Ein neuer Bebauungsplan würde teuer

Die entscheidenden Fakten, die allerdings schon seit April bekannt sind: 27 Hektar der riesigen Fläche sind sofort nutzbar, ohne dass dafür ein Bebauungsplan aufgestellt werden müsste, 19 Hektar davon befinden sich in öffentlichem Eigentum, davon wiederum 15,8 Hektar beim Landkreis und 3,2 Hektar bei der Stadt. Nach Maßgabe der bisherigen Vermarktung könnte man, wie Ditten erklärte, mit diesem Flächenangebot noch elf Jahre lang auskommen, ohne dass ein neuer Bebauungsplan nötig wäre. Das spart zunächst eine Menge Geld, denn die Planungskosten für verbleibende 147 Hektar, von denen 89 Hektar Baufläche sind, würden 400 000 Euro betragen. Das ist aber nichts gegen die Summe für anfallende Kompensationsmaßnahmen, die zirka 13 Millionen Euro verschlingen würden.

Vom Wegfall eines Bebauungsplans können zum Beispiel die Firmen Ayanda und Falquon profitieren, deren Chancen für eine Ausweitung der Betriebe im Gewerbepark nun größer geworden sind.

Vorhaltefläche für Großansiedlungen

Vorzugsweise entwickelt werden sollen zwei Kernbereiche, in denen sich auf dem Gelände schon Ansiedlungen konzentrieren. Erstmal sei keine neue Bauplanung nötig, sagte Ditten, „das heißt aber nicht, dass das der Zustand bleiben muss“. Soll heißen: „Wenn von den 27 Hektar nur noch eine Restfläche frei ist, dann besteht das Erfordernis, weitere Flächen zu überplanen.“

Vielleicht gibt es ja eine Option, wie es schneller gehen könnte mit der Vermarktung der 27 Hektar. Uwe Büttner, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz, berichtete, dass Falkenhagen wie auch Perleberg/Wittenberge als Vorhaltefläche für Großansiedlungen im Fokus der Landesregierung seien. Hintergrund dafür: Im Speckgürtel von Berlin oder auch in den Randbereichen anderer Großstädte sind industrielle Neuansiedlungen nicht mehr überall gern gesehen, so dass man nach neuen Standorten Ausschau hält – eine Chance vielleicht auch für die Prignitz, die auch der Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel als solche erkennt.

„Das Unternehmen entscheidet, wo es hingeht“

Ob es aber auch neben den Betriebserweiterungen in nächster Zeit Neuansiedlungen im Gewerbepark geben wird, mochte Ditten auf eine Frage von Hartmut Winkelmann (Linke) nicht versprechen. Lenken lassen sich die Betriebe sowieso nicht: „Das Unternehmen entscheidet, wo es hingeht“, sagt Andreas Ditten. Aber um Neuansiedlungen sei man schon bemüht. Büttner ergänzte, dass deswegen eine Prignitzer Delegation auf der Messe Expo Real gewesen sei. „Der Markt von Neuansiedlungen ist brutal umkämpft“, erklärt Büttner.

Insgesamt 22 Unternehmen, einige davon im Gewerbepark Falkenhagen, hat die WFG 2017 bei der Beantragung von Förderung begleitet. Dies betraf Gesamtinvestitionen in Höhe von 36 Millionen Euro. 286 alte Arbeitsplätze seien gesichert, 238 neue geschaffen worden.

Von Bernd Atzenroth

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