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Pritzwalk Kita-Platz soll keinen Cent mehr kosten
Lokales Prignitz Pritzwalk Kita-Platz soll keinen Cent mehr kosten
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00:22 14.09.2018
Per Gesetz ist das letzte Jahr in der Kita für alle Kinder frei. Quelle: ZB
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Pritzwalk

Das letzte Jahr in der Kindertagesstätte kostet den Eltern für ihre Kinder keinen Cent mehr. So besagt es die neue Änderung des Kita-Gesetzes im Land Brandenburg. Sie trat im letzten Monat in Kraft. Das hat sich die Stadt Pritz­walk nun zum Anlass genommen, die gesamte Kita-Satzung der Stadt zu überarbeiten.

„Wir gehen sogar einen Schritt weiter“, meint Amtsleiter Dietmar Sachs. Eltern, mit einem geringeren Einkommen als 1400 Euro netto im Monat, sind von der Beitragszahlung aller Kita-Jahre vollkommen befreit. Diesen Vorschlag stellte die Pritzwalker Stadtverwaltung den Vertretern des Stadtparlaments im Bildungsausschuss vor.

Diskussionen in den Ausschüssen

Dort stieß die Vorlage auf Diskussionsbedarf. Sie müsse zum einen dem Landeskitagesetz entsprechen und zum anderen die Anforderungen der Kreisverwaltung erfüllen. Darüber hinaus darf die Stadt selbst mit der absoluten Beitragsbefreiung keine großen Verluste machen, so die Ausschussmitglieder.

In beiden Fällen stimmte Dietmar Sachs die Vertreter positiv. Beides sei selbstverständlich im Vorhinein abgeklärt. 95 Kinder im Stadtgebiet würden mit der neuen Abrechnung beitragsfrei in den Kindergarten gehen dürfen. „Das bekommen wir kostenmäßig abgedeckt.“ Darüber hinaus sei diese Änderung nicht genehmigungspflichtig, da nichts anders gemacht, sondern nur ergänzt wird.

Beschluss am 19. September erwartet

Im gleichen Zuge hat die Stadtverwaltung den Begriff „Einkommen“ und die Definition „Eltern“ in der Satzung genauer bestimmt, wie der Amtsleiter vorstellte. Mit den Änderung soll nun genau beschrieben sein, was zu den Einnahmen zählt und zu den 1400 Euro mit eingerechnet werden muss, sowie wer als Elternteil zählt.

Diese Vorlage durchläuft nun mehrere Ausschüsse in der aktuellen Sitzungskette der Stadt Pritz­walk. Eine Entscheidung soll in der Stadtverordnetenversammlung fallen. Diese findet am Mittwoch, 29. September, um 18 Uhr im Kulturhaus Pritzwalk, Kietz 64, statt.

Auslassung der Kitas sei enorm

„Über die momentane Auslastung in den städtischen Kitas können wir nicht klagen, aber auch nicht jammern“, informiert Amtsleiter Dietmar Sachs. Die aktuelle Geburtenentwicklung lasse die Anzahl an zu betreuenden Kindern stetig steigen. „Zu den Auslastungen tragen aber auch unsere Investitionen, wie jetzt im Sommer die Sanierung des Bades in der Kita Kemnitz oder der Schallschutz im Hort Regenbogen bei“, ist er sich sicher.

Vor vieren Jahren stand die Kindertagesstätte in Kemnitz noch auf der Kippe und kurz vor der Schließung. „Mit 26 Kindern sind wir nah an der Belastungsgrenze und denken sogar über eine Erweiterung nach.“ Das soll dort vor allem mit der Lage in angrenzende Gewerbegebiete zu tun haben und den umliegenden Dörfern, die keine Kitas haben. Der Bedarf scheint insgesamt da zu sein.

Es fehle an Personal

„Noch können wir jeden Antrag bedienen“, betont Sachs. Bei noch mehr Anfragen müsse aber gehandelt werden. Möglich wäre ein Zusammenlegen von Kita-Gruppen. „Dann ginge das halt nicht mehr so luxuriös wie jetzt.“ Auch die personelle Sicht müsse Dietmar Sachs im Blick haben und klären.

Bisher sei es der Stadtverwaltung immer gelungen, den Personalschlüssel einzuhalten. Ständig werde versucht neue Leute zu finden und zu binden. Aktuell befinden sich 14 Mitarbeiter zu Weiterbildungen oder in einer berufsbegleitenden Ausbildung. Damit sei an die Zukunft gedacht, auch wenn es vermutlich immer schwieriger werden wird, Fachkräfte zu finden.

Von Marcus J. Pfeiffer

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