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Pritzwalk Kontroverse über MAZ-Beitrag zu Pöbeleien
Lokales Prignitz Pritzwalk Kontroverse über MAZ-Beitrag zu Pöbeleien
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09:43 18.05.2018
Meist ein ruhiger Ort: Das Pritzwalker Rathaus im Mai 2018 – nicht immer aber fühlen sich die Anlieger drumherum sicher. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Wie sicher ist die Pritz­walker Innenstadt? Ein Beitrag in der MAZ vom vergangenen Samstag hat dazu geführt, dass sich die Stadtverordneten am Mittwoch mit dem Thema beschäftigten. „Pöbeln, Trinken, Anmachen“ war der Beitrag überschrieben, und im Kern ging es insbesondere darum, dass sich viele Frauen nicht mehr sicher fühlen und manche sogar sexuell belästigt wurden.

Marlies Ferner (SPD) hatte das Thema Sicherheit rund um den Marktplatz angesprochen und dabei Bezug auf den Beitrag in der MAZ vom vergangenen Samstag genommen. „Wie gedenkt die Verwaltung mit dem Problem umzugehen?“ wollte sie wissen.

Bürgermeister Ronald Thiel erklärte: „Wir werden in der Innenstadt präsenter sein.“ Mit der Polizei habe es Gespräche darüber gegeben, wie man gemeinsame Streifen in dem Gebiet mit dem Ordnungsamt organisieren könne. „Wir stehen dabei in ganz enger Abstimmung mit der Polizei“, betonte der Bürgermeister.

Mit Berlin verglichen

Das sei man aber auch schon vor der Veröffentlichung des Beitrags gewesen. Allerdings war er nicht wirklich damit einverstanden damit, dass es überhaupt einen Beitrag zu diesem Thema gab. „Wir werden sonst nicht so oft mit Berlin verglichen“, meinte Ronald Thiel und bezog sich dabei auf eine entsprechende Formulierung in dem Artikel.

Ebenfalls kritisch mit dem Beitrag setzte sich Christa Pfeifer (Freie Wähler) auseinander, wenn auch mit einem anderen Zungenschlag. Als bekennende Vertreterin eines konsequenten Stadtmarketings empfand sie den Beitrag als Schlag ins Gesicht.

„Selbsternannter Ordnungshüter“ von der AfD

Zum einen störte sie, dass unter anderem dieser „selbst ernannte Ordnungshüter Kiefner“ das Thema aufgebracht hatte. Und: „Da werden zwei Sachen zusammengeschoben“, meinte sie. Sie meinte damit, dass hier ein Problem mit Flüchtlingen suggeriert werde, während es in dem Beitrag „zu 75 Prozent“ um das oft alkoholisierte Klientel gehe.

Deutsche Bürger mit Alkoholproblem

Zur Erklärung: Während der für die AfD aktive Uwe Kiefner in dem Beitrag auf einen aktenkundigen Vorfall mit einem dunkelhäutigen Täter Bezug genommen hatte, ergab sich bei der Recherche ein differenzierteres Bild, das der Polizeisprecher Toralf Reinhardt so zusammenfasste: „Die Mehrzahl von Belästigungen geht eher von deutschen Bürgern aus, die in der Öffentlichkeit Alkohol konsumieren und ihre Selbstkontrolle verlieren“, äußerte er gegenüber der MAZ.

Marlies Ferner bemerkte am Ende, dass man weniger die Schuld bei der MAZ suchen und sich lieber mit dem Problem beschäftigen solle.

Von Bernd Atzenroth

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