Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Pritzwalk Nachwuchs-Forscherinnen entwickeln Windradmodell weiter
Lokales Prignitz Pritzwalk Nachwuchs-Forscherinnen entwickeln Windradmodell weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:16 16.09.2018
Stolz auf das Windrad-Projekt: Lehrer Godert Wuttke und die Schülerinnen Kira Isenberg und Laura Pelikan (r.). Quelle: Foto: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Am liebsten will sie Ingenieurin werden: Die 15-jährige Kira Isenberg interessiert sich seit der Grundschule für alles, was mit Naturwissenschaften zu tun hat. Am liebsten würde die Zehntklässlerin aus Pritz­walk alle mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer als Leistungskurs in der Oberstufe belegen, wenn dies möglich wäre.

Sie war schon immer wie prädestiniert für ein Projekt am Pritz­walker Gymnasium, das sie zusammen mit ihrer gleichaltrigen Mitschülerin Laura Pelikan im vergangenen Jahr bei der Ideen-Expo in Hannover vorführen konnte: Sie haben im Rahmen der Schülerfirma Konstruktion ein Windradmodell gebaut, das sie mit einer Fernsteuerung bedienen können. Laura Pelikan will sich wie ihre Mitschülerin auf jeden Fall weiter mit allem beschäftigen, was mit Naturwissenschaft zu tun hat.

Ein innovatives Projekt

Für die Einladung nach Hannover sollte es nun noch eine Erinnerungsplakette geben, deren für Donnerstag geplante Übergabe jedoch kurzfristig abgesagt wurde. Umso stolzer präsentieren die beiden jungen Pritzwalkerinnen die komplett aufgebaute Installation. Da macht Unterricht wirklich Spaß.

Und das Unterrichten auch: Der betreuende Lehrer Godert Wuttke führt mit ebensolcher Begeisterung vor, was die jungen Leute mittels der an der Schule vorhandenen 3-D-Software, Konstruktionsfräse und 3-D-Drucker gebaut haben. „Wir haben hier ein Projekt ins Leben gerufen, das innovativ sein sollte“, erklärt Wuttke. Dabei gab es eine Zusammenarbeit mit Kobranet und I-Tech-Lab.

Die einzigen ostdeutschen Vertreter in Hannover

Die Mädchen haben an diesem Projekt seit der siebten Klasse teilgenommen. Ergänzt wurde es durch Workshops an der Hochschule Wildau. Als das Windrad fertig war, bewarben sich die Pritz­walker bei der Ideen-Expo, wurden zusammen mit 23 weiteren Schülergruppen in drei Altersklassen ausgesucht und hatten schließlich als einzige ostdeutsche Vertreter einen Stand in Hannover.

Das Modell hat einen besonderen Pfiff: Es ist in der Lage, die Anlage auf die jeweilige Windgeschwindigkeit hin zu optimieren – zumindest im Modell. In Hannover sei den jungen Pritzwalkern Hochschulniveau bescheinigt worden. Wuttke relativiert aber: Das Hauptaugenmerk liege darauf, das Modell „so weit zu bauen, wie wir es hier können“. Und vielleicht eine Anregung zu haben, es im Studium weiter zu entwickeln. Ob die Idee wirklich praxistauglich wäre, müsste man zuerst im Windkanal testen.

Gleichwohl soll das Windrad jetzt weiter entwickelt und nicht mehr über Fernsteuerung, sondern über Mikroprozessoren gesteuert werden. „Wir wollen uns jetzt mit der Software beschäftigen“, sagt Kira Isenberg. Und Laura Pelikan: „Wir machen weiter mit, so lange wir noch hier sind.“

Von Bernd Atzenroth

Die Gesamtkosten für den geplanten Anbau an die Quandtsporthalle in Pritzwalk steigen um 35 000 Euro. Grund: Weitere Wünsche der Hallennutzer wurden im Plan eingearbeitet.

13.09.2018

Als erste Kommune im Landkreis will die Stadt Pritzwalk einen Bürgerhaushalt erstellen: 50 000 Euro sollen ab 2019 für Ideen zur Verfügung stehen, die von Bürgern vorgeschlagen werden.

13.09.2018

Das Thema PK-Kennzeichen wird in Pritzwalk immer noch sehr leidenschaftlich diskutiert. Noch gibt es aber keine Lösung.

12.09.2018