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Pritzwalk Neuer Leiter bei der Schnell-Einsatz-Einheit des DRK
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00:21 30.01.2019
Die neue Führungsriege der SEE Pritzwalk: Laura Petzold, Marc Histermann und Dirk Graepler (v. l.). Quelle: Fariba Nilchian
Pritzwalk

Die Freude steht dem jungen Mann ins Gesicht geschrieben. Marc Histermann wird am Samstag Vormittag ohne Gegenstimmen zum neuen Bereitschaftsleiter der SEE Pritzwalk gewählt.

Laura Petzold wird zur ersten Stellvertreterin und Dirk Graepler zum zweiten Stellvertreter und Kassenwart bestimmt. In geheimer Wahl ist die neue Führungsriege bei der Jahrestagung in Pritzwalk gewählt worden und trägt in verjüngter Besetzung für die nächsten vier Jahre die Verantwortung.

Am Wochenende ist der Staffelstab an die jüngere Generation übergeben worden. Bislang war Ulf Meier der Leiter der Schnell-Einsatz-Einheit.

Wenn sie gerufen werden, sind sie da

Die Abkürzung SEE steht für Schnell-Einsatz-Einheit und ist eine ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitgliedern besetzte Truppe für den Sanitäts- und Katastrophenschutz. Zum Einsatz kommt sie vor allem bei der Absicherung von Veranstaltungen, aber auch wenn die Kapazitäten der hauptamtlichen Rettungskräfte in Notfällen an ihre Grenzen stoßen.

Im vergangenen Jahr half die Einheit unter anderem bei einem Großbrand in Treuenbrietzen und war bei einer Bombenentschärfung in Neuruppin dabei. Doch auch viele Musik- und Sportveranstaltungen der Region konnten im letzten Jahr von der Anwesenheit der ehrenamtlichen Sicherheitskräfte profitieren. Beim Elbehochwasser im Jahr 2013 hat die SEE bis zu fünfhundert Menschen versorgt. Eine Feldküche, Aggregate und Betten sind nur ein Teil der logistischen Notfallausstattung der Einheit.

Verschiedene Aufgaben auf unterschiedlichen Feldern

In erster Linie soll die SEE Menschen helfen. Getreu dem Gedanken des Deutschen Roten Kreuzes bietet sie Erste Hilfe und psychosoziale Betreuung, aber auch Versorgungsleistungen und Sicherheitstrainings. Für die ehrenamtlich helfenden Menschen ist dies ein breit gefächerter Aufgabenbereich mit vielfältigen Möglichkeiten sich weiterzubilden.

Das jüngste Mitglied der SEE Pritzwalk, Kenny Becker, an der Wahlurne Quelle: Fariba Nilchian

Kenny Becker ist mit sechzehn Jahren das jüngste Mitglied in Pritzwalk. Vor zwei Jahren ist er von der Jugendfeuerwehr zum Katastrophenschutz gekommen. „Die SEE ist abwechslungsreich, man weiß nie, was einen erwartet. Außerdem lernt man die anderen Bereitschaften kennen und kann Sanitäter- oder Sprechfunkfortbildungen machen.“

Die Zahl der Mitglieder wächst

Bei der Jahrestagung in Pritz­walk wird zwischen der Ernsthaftigkeit der Tagesordnungspunkte auch mal ein kleiner Scherz eingebaut. Hier und da wird gelacht, in den Pausen bilden sich lebhaft plaudernde Gruppen.

Das Team des SEE Pritzwalk. Quelle: Fariba Nilchian

Die gute Stimmung scheint sich in der Region herumzusprechen. Im vergangenen Jahr konnte die Pritz­walker Einheit ihre Mitgliederzahl um fast ein Viertel steigern. Waren es Anfang des Jahres noch einunddreißig Mitglieder so zählte man am Ende schon vierzig. „Der Zusammenhalt bei uns ist toll“, beschreibt es Marc Histermann „und anders als bei der Feuerwehr ist es hier auch keine Männerdomäne“. Bei der SEE Pritzwalk hat sich die Parität auch ganz ohne Frauenquote verwirklicht.

Die Mitglieder kommen alle zwei Wochen zusammen

Silvana Wildermann ist vor sieben Jahren über einen Bekannten zur SEE gekommen. Und weil sie die Leute so sympathisch fand, ist sie bis heute geblieben. „Immer mit einem Ohr am Handy“, berichtet sie ohne genervt zu ein. „Wir alle sind vierundzwanzig Stunden übers Handy oder über den Pager erreichbar. Aber davon darf man sich nicht verrückt machen lassen.“

Das SEE ist keine Männerdomäne, hier ist Parität bereits Realität. Quelle: Fariba Nilchian

Alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder zum Dienstabend, immer freitags. Aktuelle Termine werden besprochen, Veranstaltungen vorbereitet und Fortbildungen geplant. Der neue Bereitschaftsleiter Histermann hat sich für die kommenden vier Jahre schon etwas vorgenommen: Die Ausbildung soll weiter vorangetrieben und die Einsatzuniformen vereinheitlicht werden. „Im Moment sieht das noch aus wie Kraut und Rüben.“

Nachdem bei der Jahrestagung am Samstag alle Blumensträuße überreicht worden sind, steht noch eine letzte Amtshandlung für den scheidenden Bereitschaftsleiter Ulf Meier aus. Die Schulterstücke mit den vier Sternen müssen seinem jungen Nachfolger übergeben werden. Das macht ihm aber ganz offensichtlich keinen Kummer, „denn ich höre ja aus Zeit- und auch Altersgründen auf“, erklärt dieser mit einem Lächeln und „außerdem kann jetzt auch mal die Jugendabteilung ran.“

Von Fariba Nilchian

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