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Pritzwalk Neues Angebot beim Praxislernen
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17:25 07.12.2018
Lilly Grott lässt sich von ihren Mitschülerinnen Darleen Sperling und Paula Gebhardt die Haare frisieren. Quelle: Foto: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Eigentlich wollte Darleen Sperling sich beim Inisek-Praxislernen – Inisek bedeutet Initiative Sekundarstufe – mal im Bereich Floristik umtun. Dann aber wechselte die Schülerin aus Wittstock, denn es gab bei der Gemeinnützigen Bildungsgesellschaft Pritzwalk (GBG) ein neues Angebot, das mit dem Stichwort Beauty umschrieben ist: Erstmals konnten in den vergangenen Wochen Acht- und Neuntklässler probeweise mit dem Friseurberuf, aber auch Make up und Kosmetik beschäftigen. Und das kam gut an: Viele Mädchen und auch ein paar Jungen schauten hier, ob das nicht ein Berufsfeld für sie sein könnte. Darleen hat es auf jeden Fall sehr gefallen, „weil es inspiriert und immer etwas Neues kommt“.

Ein paar junge Leute haben sich auch schon als Talente auf dem Gebiet erwiesen. „Ich habe mir hier schon Schminktipps geholt“, sagte Nikol Koch von der Bildungsgesellschaft. Und Friseurmeisterin Simone Plutniok aus Pritzwalk hat sowohl in der achten als auch in der neunten Klasse Talente gesehen. „Zwei, drei waren handwerklich richtig gut“, sagte sie. Offenbar hatten sich aber auch die männlichen Teilnehmer dieser Berufsorientierung recht gut angestellt, worüber sich Simone Plutniok freute. Sie hatte die Idee dazu, auch diesen Bereich anzubieten, und dafür neben ihrem Wissen auch Altbestände ihre Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Aus wohlverstandenem Eigeninteresse: Denn es ist auch im Friseurhandwerk nicht einfach, den Nachwuchs dafür zu begeistern. „Wir möchten sie ja gerne hier in der Region halten“, meinte Nikol Koch, die bei der Bildungsgesellschaft für das Projekt verantwortlich ist.

Seit vier Wochen sind pro Woche zwei achte oder neunte Klassen von der Wilhelm-Polthier-Oberschule aus Wittstock hier und von ihnen jeweils einige Schüler im Beauty-Bereich. Mehr als zwei Klassen pro Woche sollten es nicht sein, damit die Lehrmeister auch mehr Zeit für die einzelnen Schüler haben. Außerdem im Inisek-Angebot bei Meistern ihres Fachs: Holz, Metall, Ernährung/Landwirtschaft, Elektro, Bau und Hauswirtschaft.

In dieser Woche waren die 9c und 9d an der Reihe, sechs von ihnen im Beauty-Bereich. Lehrerin Sylvia Czarnetzki ist von Inisek und der schon jahrelangen Zusammenarbeit mit der Bildungsgesellschaft begeistert: „Besser geht es eigentlich nicht für die Berufsvorbereitung“, sagt sie. Gerade in der neunten Klasse müssten die jungen Leute schon gucken, in welche berufliche Richtung es gehen könnte. Denn nun stehen bereits die Praktikla und das Lernen für den Schulabschluss an. „Deswegen ist Berufsorientierung schon von der siebten Klasse an wichtig“, betont Nikol Koch. Und das neue Angebot trägt schon erste Früchte: „Hier sind Mädchen dabei, die diesen Beruf nicht auf dem Schirm hatten.“ Zwei von ihnen möchten in der noch anstehenden Praktikumsphase der neunten Klasse ein Praktikum beim Friseur machen. Annabell zum Beispiel, die in der vergangenen Woche herausgefunden hat, dass es ihr „Spaß macht, in anderen Haaren herumzufummeln“. Für sie ist ein anstehendes Praktikum ein erstes Erfolgserlebnis. Das Schöne an dieser Art der Berufsorientierung ist auch, dass sie bei der GBG in der Pritzwalker Tuchfabrik einen sehr praxisnahen Einstieg in ihren möglichen späteren Beruf bekommen.

Von Bernd Atzenroth

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